Vorab: Kokosöl ist natürlich nicht giftig. Kokosöl ist ein gutes Lebensmittel. Und Ernährungsmediziner, die wissenschaftlich arbeiten, verfügen über zahlreiche wissenschaftlich fundierte Daten. So gibt es inzwischen mehrere tausend Studien und Untersuchungen, die man zurate ziehen kann, wenn es um Fragen geht wie: Was ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung? Welche Nährstoffe sind wichtig? Und welche Lebensmittel sind empfehlenswert?
Leider gibt es dennoch immer wieder Experten, die viele relevante Studien nicht kennen und deshalb eine veraltete Faktenlage verbreiten.
Irreführend wird das, wenn diese Experten einen Professoren- oder Doktortitel tragen und trotz vorhandener guter Studien unwissenschaftliche, faktenlose Thesen aufstellen. Dies verunsichert, da sich Menschen darauf verlassen, dass „Wer einen Professoren- oder Doktortitel trägt, auch wissenschaftlich arbeitet“.

Ein solch verwirrendes Beispiel gibt es seit ein paar Wochen auf YouTube. So stellt Frau Prof. Dr. Dr. Michels, Direktorin des Instituts für Prävention und Tumorepidemiologie des Universitätsklinikums Freiburg, in ihrem vielbeachteten Vortrag „Kokosöl und andere Ernährungsirrtümer“ Thesen auf, die in wesentlichen Bereichen nicht dem aktuellen Wissensstand entsprechen.
Um welche Thesen handelt es sich? Was ist korrekt? Was entspricht nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft?

Um welche Thesen handelt es sich?

Wir haben uns die Mühe gemacht, Frau Michels‘ komplette Vorlesung durchzuarbeiten und ihre 51 aufgestellten Punkte kritisch zu hinterfragen. Vorab: Prof. Michels erwähnt zahlreiche gute Aspekte, die wissenschaftlich korrekt sind. Leider verrennt sich Frau Michels bei wichtigen Themen mehrfach. So ist sie der Meinung, dass Kokosöl Gift sei, da es gesättigte Fettsäuren enthält und es keine einzige Humanstudie zum Thema Kokosöl gebe. Aus gleichem Grund empfiehlt sie Butter zu meiden, meint, dass rotes Fleisch schlecht und krebserregend sei und gibt auch die Empfehlung, glutenhaltige Lebensmittel nicht einzuschränken.
Um das Thema überschaubar zu halten, haben wir ihre beiden wichtigsten Thesen „gesättigte Fettsäuren und Kokosöl“ wissenschaftlich aufgearbeitet. Am Ende des Beitrags finden Sie darüber hinaus alle Thesen, die Frau Michels aufgestellt hat. Zu jeder haben wir ein kurzes Statement zum aktuellen Stand der Wissenschaft verfasst. 40 ihrer Aussagen waren richtig, 24 falsch.


>> PDF: „Aussagen von Prof. Dr. Dr. Michels“ >>hier klicken<< und herunterladen


Was sind gesättigte Fettsäuren?

Gesättigte Fettsäuren gerieten aufgrund von Korrelationsstudien seit den 60er Jahren in Verruf, da man glaubte, dass die gesättigten Fettsäuren z. B. aus Milch und Fleisch das Herzinfarktrisiko erheblich steigern würden. Diese Korrelationsstudien von Keys wurden später als falsch eingestuft. Mehrere Studien und Meta-Analysen (u. a. Cochrane) konnten inzwischen beweisen, dass gesättigte Fettsäuren (z. B. in Milch, Fleisch, Kokosfett) nicht mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert sind (Hoenselaar 2012, Hooper 2011, Mente 2009, Skeaff 2009). Auch andere große Korrelationsstudien bestätigen, dass es keinen Zusammenhang zwischen gesättigten Fettsäuren, Herzinfarkt, Gehirnschlag und Sterblichkeit gibt (Chowdhury 2014, De Souza 2015, Siri-Tarino 2010). Eine philippinische Korrelationsstudie bestätigt dem Kokosöl sogar eine schützende Wirkung auf das Herz (Feranil 2011).

Zusätzlich bestätigt eine aktuelle wissenschaftliche Übersichtsarbeit in der Medizinzeitschrift Gasteroenterology (Gershuni, August 2018), dass die frühere Annahme „gesättigte Fettsäuren = Herzinfarkt“ nicht den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht und dass gesättigte Fettsäuren zu einem gesunden Leben notwendig sind.

Auch die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) hat aufgrund evidenzbasierter Studienlage 2017 die gesättigten Fettsäuren aus dem Milchfett (also Butter und Sahne) als gesundheitsförderlich eingestuft.

Was hat das mit dem Kokosöl zu tun?

Frau Prof. Dr. Dr. Michels begründet ihre Aussage, Kokosöl sei Gift, wie folgt: „Kokosöl ist schlechter als Schweineschmalz, denn es enthält mehr gesättigte Fettsäuren“.

Frau Prof. Michels bekräftigt ihre Aussage in einer Stellungnahme (siehe Literatur) mit einer Langzeitstudie der Arbeitsgruppe Zong et al (2016). In dieser Studie wurde jedoch kein Kokosöl untersucht, sondern im Rahmen von Abfragen, die sehr ungenau in einem vierjährigen Rhythmus gemacht wurden, Korrelationen bestimmt. Zum Verständnis: Bei Korrelationsstudien wird abgefragt, wie oft etwas in der Vergangenheit gegessen wurde, ohne wissenschaftliche Betreuung und Messung. Da abgefragte Personen deshalb nur ungenau antworten können, haben diese Studien die zweitschlechteste wissenschaftliche Evidenz (Klasse III) und sind deshalb nicht aussagekräftig. Erwähnenswert ist, dass gerade die von Frau Michels zitierte Korrelationsstudie belegt, dass die mittelkettigen Fettsäuren, aus denen Kokosöl aus 65-70% besteht, kein erhöhtes Herzinfarktrisiko im Vergleich zu einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren, pflanzliche Proteine, oder Vollkornprodukten haben. Hier folgert Frau Michels aus einer schlechten Korrelationsstudie auch noch etwas Falsches.

Gibt es keine positiven Humanstudien zum Thema Kokosöl?

Ebenso ist Prof. Michels der Meinung, dass es keine positiven Humanstudien zum Thema Kokosöl gibt. Das entspricht jedoch nicht der Studienlage, die wir im Folgenden darstellen. Unzählige Tier- und Zellstudien unterstützen die gesundheitliche Wirkung von Kokosöl, was wir hier jedoch nicht weiter ausführen wollen.

Folgende positive Eigenschaften sind zum Thema Kokosöl durch Humanstudien bereits bekannt:

  • Kokosöl verbessert Alzheimer-Erkrankungen
    Neue Studien zeigen, dass durch Kokosöl auch Symptome von Alzheimer-Erkrankungen verbessert werden können (de la Rubia Orti 2018, Hu Yang 2015). Dieses Potenzial von Kokosöl bei Alzheimer-Erkrankungen wird einerseits durch den Anteil mittelkettiger Fettsäuren erklärt, da diese Ketonkörper bilden, was in anderen Studien mit mittelkettigen Fettsäuren bereits zu Verbesserungen von Alzheimer-Symptomen geführt hat (Cunnane 2016, Reger 2004). Andererseits enthält Kokosöl auch Polyphenole, die die Bildung von Amyloid-Plaques verhindern können (Fernando, 2015).
  • Kokosöl verringert Zahnfleischentzündungen und Plaquebildung
    Kokosöl verringert Zahnfleischentzündungen und Plaquebildung der Zähne schon nach sieben Tagen. Hierbei wird täglich Kokosöl im Mund hin- und hergeschwenkt (Peedikayil, 2015). Erklärt wird dies durch die antimikrobielle Aktivität der mittelkettigen Fettsäure Laurinsäure. Diese antimikrobielle Aktivität von Kokosöl wurde schon von Ruzin et al (2000) nachgewiesen.
  • Kokosöl verhindert die Progression von Parkinson
    Kokosöl verhindert die Progression von Parkinson, was in einer neuen Studie von Mischley et al (2017) mit 1053 untersuchten Parkinson-Patienten nachgewiesen wurde.
  • Kokosöl verringert die Nebenwirkungen einer Chemotherapie
    Kokosöl verringerte in einer Studie auch die Nebenwirkungen einer Chemotherapie und verbesserte dadurch die Lebensqualität von Brustkrebspatienten (Law 2014).
  • Kokosöl ist gut für Herz und Blutgefäße
    Schon Prior et al (1981) konnte nachweisen, dass Menschen auf der südpazifischen Insel Tokelau keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen kennen, obwohl dort die Gesamtenergieaufnahme zu 63 % aus Kokosöl besteht. Zum gleichen Ergebnis kamen Lindeberg und Lundh (1993): Auf Papua-Neuguinea, wo Kokosöl ebenfalls eine Hauptenergiequelle ist, kennt die Bevölkerung keinen Herzinfarkt. Darüber hinaus belegen weitere Studien zum Thema Kokosöl, wie gut Kokosöl für Herz und Blutgefäße ist, z. B. die Studie von Assuncao et al (2009). Hier wurden einer Studiengruppe täglich 30 ml Sojaöl gegeben, die andere Gruppe bekam täglich 30 ml Kokosöl. Das Ergebnis: Im Vergleich zur Sojaölgruppe gingen bei der Kokosölgruppe sowohl der Gesamtcholesteringehalt als auch das LDL-Cholesterin zurück – auch das schützende HDL-Cholesterin verbesserte sich in der Kokosölgruppe. Die Humanstudie von Cardoso et al (2015) zeigte ebenso einen durch Kokosöl verbesserten HDL-C Wert, der ein geringeres Risiko für Herzinfarkt darstellt. In einer weiteren Humanstudie mit Frauen zeigte Kokosöl sogar gegenüber einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren eine größere Verringerung von Entzündungen und reduzierte darüberhinaus den Risikofaktor Lp(a) für Herzinfarkt stärker. Müller et al (2003).

Fazit: Kokosöl ist ein sicheres und gutes Lebensmittel.

Ihr Dr. Wolfgang Feil


Übersicht über die 51 aufgestellten Punkte von Prof. Dr. Dr. Michels

>> PDF: „Aussagen von Prof. Dr. Dr. Michels“ >>hier klicken<< und herunterladen


Literatur

  1. Michels, K. (2018). Statement von Frau Professor Dr. Dr. Karin Michels zum Vortrag „Kokosöl und andere Ernährungsirrtümer“. Retrieved from https://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/09_zentren/ipe/pdf/Statement_von_Frau_Professor_Michels.pdf
  2. Assunção, M. L., Ferreira, H. S., Santos, A. F., Cabral, C. R., & Florêncio, T. M. (2009). Effects of Dietary Coconut Oil on the Biochemical and Anthropometric Profiles of Women Presenting Abdominal Obesity. Lipids, 44(7), 593-601. doi:10.1007/s11745-009-3306-6
  3. Cardoso D.A., Moreira A.S., de Oliveira G.M., Raggio Luiz R., Rosa G.(2015). A coconut extra virgin oil-rich diet increases hdl cholesterol and decreases waist circumference and body mass in coronary artery disease patients. Nutr. Hosp. 32(5),2144–2152. doi:10.3305/nh.2015.32.5.9642
  4. Chowdhury, R., Warnakula, S., Kunutsor, S., Crowe, F., Ward, H. A., Johnson, L., . . . Di Angelantonio, E. (2014). Association of Dietary, Circulating, and Supplement Fatty Acids With Coronary Risk. Annals of Internal Medicine, 160(6), 398-406.
  5. Cunnane, S. C., Courchesne-Loyer, A., St-Pierre, V., Vandenberghe, C., Pierotti, T., Fortier, M., . . . Castellano, C. (2016). Can ketones compensate for deteriorating brain glucose uptake during aging? Implications for the risk and treatment of Alzheimers disease. Annals of the New York Academy of Sciences, 1367(1), 12-20. doi:10.1111/nyas.12999
  6. De la Rubia Oerí, J. E., García-Pardo, M. R., Drehmer, E., Cantus, D. S., Julían Rochina, M., Aquliar Calpe, M. A., & Hu Yang, I. (2018). Improvement of Main Cognitive Functions in Patients with Alzheimer’s Disease after Treatment with Coconut Oil Enriched Mediterranean Diet: A Pilot Study. J Alzheimers Dis. doi:doi: 10.3233/JAD-180184.
  7. De Souza, R. J., Mente, A., Maroleanu, A., Cozma, A. I., Ha, V., Kishibe, T., . . . Anand, S. S. (2015). Intake of saturated and trans unsaturated fatty acids and risk of all cause mortality, cardiovascular disease, and type 2 diabetes: Systematic review and meta-analysis of observational studies. Bmj. doi:10.1136/bmj.h3978.
  8. Feranil, A.B., Duazo, P.L., Kuzawa, C.W., Adair, L.S. 2011. Coconut oil predicts a beneficial lipid profile in pre-menopausal women in the Philippines. Asia Pac J Clin Nutr., 20(2):190-195.
  9. Fernando, W. M., Martins, I. J., Goozee, K. G., Brennan, C. S., Jayasena, V., & Martins, R. N. (2015). The role of dietary coconut for the prevention and treatment of Alzheimer’s disease: Potential mechanisms of action. Br J Nutr., 114(1), 1-14. doi:10.1017/S0007114515001452.
  10. Gershuni, V. M. (2018). Saturated Fat: Part of a Healthy Diet. Current Nutrition Reports. doi:10.1007/s13668-018-0238-x
  11. Hoenselaar, R. (2012). Saturated fat and cardiovascular disease: The discrepancy between the scientific literature and dietary advice. Nutrition, 28(2), 118-123. doi:10.1016/j.nut.2011.08.017
  12. Hooper, L., Abdelhamid, A., Moore, H. J., Douthwaite, W., Skeaff, C. M., & Summerbell, C. D. (2012). Effect of reducing total fat intake on body weight: Systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials and cohort studies. BMJ. doi:10.1136/bmj.e7666
  13. Hu Yang, I., De la Rubia Oerí, J. E., Selvi Sabater, P., & Sancho Castillo, S. (2015). [COCONUT OIL: NON-ALTERNATIVE DRUG TREATMENT AGAINST ALZHEIMER´S DISEASE]. Nutr. Hosp., 32(6), 2822-2827. doi:10.3305/nh.2015.32.6.9707
  14. Law, K., Azman, N., Omar, E., Musa, M., Yusoff, N., Sulaiman, S., & Hussain, N. H. (2014). The effects of virgin coconut oil (VCO) as supplementation on quality of life (QOL) among breast cancer patients. Lipids in Health and Disease, 13(1), 139. doi:10.1186/1476-511x-13-139.
  15. Lindeberg, S., & Lundh, B. (1993). Apparent absence of stroke and ischaemic heart disease in a traditional Melanesian island: A clinical study in Kitava. Journal of Internal Medicine, 233(3), 269-275. doi:10.1111/j.1365-2796.1993.tb00986.x
  16. Mente, A., De Koning, L., Shannon, H. S., & Anand, S. S. (2009). A systematic review of the evidence supporting a causal link between dietary factors and coronary heart disease. Arch Intern Med, 169(7), 659-669. doi:10.1001/archinternmed.2009.38.
  17. Mischley, L. K., Lau, R. C., & Bennett, R. D. (2017). Role of Diet and Nutritional Supplements in Parkinson’s Disease Progression. Oxid Med Cell Longev. doi:10.1155/2017/6405278.
  18. Keys, A. (1997). Coronary Heart Disease in Seven Countries. Nutrition, 13(3), 249-253. doi:10.1016/S0899-9007(96)00410-8
  19. Peedikayil, F., Sreenivasan, P., & Narayanan, A. (2015). Effect of coconut oil in plaque related gingivitis – A preliminary report. Nigerian Medical Journal, 56(2), 143-147. doi:10.4103/0300-1652.153406.
  20. Prior, I. A., Davidson, F., Salmond, C. E., & Czochanska, Z. (1981). Cholesterol, coconuts, and diet on Polynesian atolls: A natural experiment: The Pukapuka and Tokelau Island studies. The American Journal of Clinical Nutrition, 34(8), 1552-1561. doi:10.1093/ajcn/34.8.1552
  21. Reger, M. A., Henderson, S. T., Hale, C., Cholerton, B., Baker, L. D., Watson, G., . . . Craft, S. (2004). Effects of β-hydroxybutyrate on cognition in memory-impaired adults. Neurobiology of Aging, 25(3), 311-314. doi:10.1016/s0197-4580(03)00087-3
  22. Ruzin, A., & Novick, R. P. (2000). Equivalence of Lauric Acid and Glycerol Monolaurate as Inhibitors of Signal Transduction in Staphylococcus aureus. Journal of Bacteriology, 182(9), 2668-2671. doi:10.1128/jb.182.9.2668-2671.2000
  23. Siri-Tarino, P. W., Sun, Q., Hu, F. B., & Krauss, R. M. (2010). Meta-analysis of prospective cohort studies evaluating the association of saturated fat with cardiovascular disease. The American Journal of Clinical Nutrition, 91(3), 535-546. doi:10.3945/ajcn.2009.27725.
  24. Skeaff, C. M., & Miller, J. (2009). Dietary Fat and Coronary Heart Disease: Summary of Evidence from Prospective Cohort and Randomised Controlled Trials. Annals of Nutrition and Metabolism, 55(1-3), 173-201. doi:10.1159/000229002
  25. Zong, G., Li, Y., Wanders, A. J., Alssema, M., Zock, P. L., Willett, W. C., Sun, Q. (2016). Intake of individual saturated fatty acids and risk of coronary heart disease in US men and women: Two prospective longitudinal cohort studies. Bmj, I5796. doi:10.1136/bmj.i5796
  26. Müller H, Lindman AS, Blomfeldt A, Seljeflot I, Pedersen JI. (2003). A diet rich in coconut oil reduces diurnal postprandial variations in circulating tissue plasminogen activator antigen and fasting lipoprotein (a) compared with a diet rich in unsaturated fat in women.J Nutr. 2003 Nov;133(11):3422-7.

 

 

27 Kommentare

 

  1. 16. November 2018  02:15 erstellt von Manuel Wagner Antworten

    Laurinsäure ist mit 12 C Atomen mittelkettig? Gilt das nicht nur bis 10 C Atome? Wird Laurinsäure nicht schon wesentlich schlechter verstoffwechselt und gilt deswegen eigentlich nicht als mittelkettig und Kokosöl ist deswegen nicht mit MCT Öl vergleichbar und somit auch schlechter?

    • 16. November 2018  12:15 erstellt von Dominik Notz

      Ja, die Laurinsäure mit 12 C Atomen gehört zu den mittelkettigen Fettsäuren.

  2. Pingback : Alles über Fette und Gesundheit - PT Manuel Nelles

  3. 11. September 2018  21:28 erstellt von andreas König Antworten

    Für mich stand nach Betrachtung des Videos eine große und interessante Frage im Raum:

    Aus welchem Motiv gibt Frau Prof. Michels so viele Falschinformationen weiter – alles im Namen des Universitätsklinikums?

    Die Frage ist als Erstes, ob sie es einfach nicht besser weiß oder bewusst Falschinfos weitergibt. Ich vermute, dass dem Universitätsklinikum folgende Punkte besonders wichtig sind:

    Förderung von vorwiegend regionaler Ernährung
    Förderung von Nachhaltigkeit
    Förderung von niedrigem Bodenverbrauch

    Ganz besonders ging es der Professorin jedenfalls um das von vielen so hochgejubelte Kokosöl, bei welchem manche ja wirklich der Meinung sind, dies sei ein Superfood, welches bei allen möglichen Krankheiten Heilung zu geben vermag. Viel besser für die Gesundheit ist schließlich eine gesunde ausgewogene Ernährung, wie es die Professorin am Ende auch rät. Sie hat das Kokosöl zwar gar zu extrem verdammt, aber dadurch beginnen wenigstens umso mehr Menschen - die in diesem Kokosölhype gefangen - sind, aufzuwachen, nachzudenken und sich umfassender über gesunde Ernährung zu informieren.

    Bezgl. dem Video von Karin Michels habe ich hier auf meiner Homepage auch einen etwas ausführlicheren Kommentar, Stellungnahme geschrieben.
    https://gesundesleben.online/index.php/aktuelles/65-professorin-wird-zu-youtube-hit-kokosoel-und-andere-ernaehrungsirrtuemer

    • 14. September 2018  16:20 erstellt von Hagen

      Absolut die wichtigste Frage zu dem Vortrag : Warum kann eine Professorin eine Behauptung aufstellen, die ihrem eigenem Anspruch, "die Wahrheit auf Grund der Daten" zu liefern, nicht entspricht ? Weil sie es kann! Wir müssen ihr Dankbar sein, dass sie die Macht der "Wissenschaft" auf die Meinungsbildung der breiten (uninformierten) Masse so schonungslos darstellt. Wir sollten wieder "selber Denken" und uns selbst und unserem Körper wieder vertrauen lernen. Lg
      https://www.epochtimes.de/politik/welt/denkt-selbst-hochschullehrer-in-den-usa-fordern-studenten-zur-eigenen-meinungsbildung-auf-a2208353.html

  4. 11. September 2018  11:16 erstellt von ONMA Antworten

    Viele im Kokosölhandel bewerben es als das "gute" gesättigte Fett. Aber Kokosöl ist eine schlechte Nachricht für Ihren LDL-Cholesterinspiegel, Ihr Herz und Ihre allgemeine Gesundheit.

    • 11. September 2018  16:18 erstellt von Dominik Notz

      Eben genau nicht, da Kokosöl aus 70% mittelkettigen gesättigeten Fettsäuren besteht und sich dadurch der gute HDL-C Wert erhöht.
      Liebe Grüße,
      Dominik

    • 11. September 2018  20:21 erstellt von Hagen

      Hallo ONMA, hier mal ein Zitat zu der alten "Cholesterin-Hypothese"
      Mary Enig, internationale Expertin über Fett und Ernährung. ‚Die Vorstellung, dass gesättigte Fette (GFS) Herzkrankheiten verursachen, ist vollkommen falsch. Die Fetthypothese hat sich jedoch so tief in die Gehirne der Menschen gewurzelt, dass es schwierig ist, sie vom Gegenteil zu überzeugen, es sei denn, sie wollen darüber lesen’. (58)
      https://www.bartmaes.tk/de/kokos-und-rotes-palmenoel/fetthypothese

  5. 10. September 2018  02:34 erstellt von Hagen Antworten

    Das besagte Video wurde auf YT gelöscht, auch auf der Website der Uni ist es nicht mehr zu finden. Was hat das zu bedeuten ?

    • 10. September 2018  16:52 erstellt von Dominik Notz

      Danke für den Hinweis.
      Vielleicht hat sie ja eingesehen, dass nicht all ihre Aussagen 100% korrekt sind.

  6. 5. September 2018  18:28 erstellt von Elke Quodt Antworten

    Sehr geehrter Herr Dr. Feil, auch ich möchte mich den Dankesschreiben anschließen. Als ich dieses Video bekam, war ich entsetzt über die unqualifizierten und völlig veralteten Statements. Um so wohltuender Ihre ausführliche Reaktion. Tausend Dank! Eine kleine Anmerkung sei mir erlaubt. Nachdem wir vor 4 Jahren einen Olivenhain mit 2000 Bäumen erworben haben, stellen wir seit 2 Jahren biologisch zertifiziertes erstklassisches Extra Vergine Olivenöl her. Es ist Labor getestet ( im Gegensstz zu 95% aller sogenannten „Extra Vergine“ Öle auf dem Markt). Unser Öl wird nach neuesten Erkenntnissen hergestellt, frühestmöglich geerntet und weist Spitzenwerte auf. Unser Polyphenolwert zum Beispiel ist 820mg/kg!! Ich habe kein Öl im Netz mit diesem Wert gefunden. Jetzt aber zu meinem Punkt: Ein Olivenöl dieser Qualität eignet sich sehr gut zum Erhitzen. Denn durch die hohe Zahl der Polyphenole ist das Öl vor Oxidation geschützt - auch beim Erhitzen. Labor getestet kann unser Öl sogar nachweislich bis 210Grad erhitzt werden. Der Rauchpunkt setzt bei so einem hervorragenden Olivenöl erst bei dieser Temperatur ein. Auf unserer Website habe ich mein gesamtes Olivenöl - Wissen zusammengetragen. Vielleicht sied Sie oder Ihre Leser daran interessiert. www.prodottiamano.com
    Herzliche Grüße, Elke Quodt

    • 7. September 2018  10:41 erstellt von Dominik Notz

      Hallo Elke,

      ja, Olivenöl ist recht stabil, genauso die enthaltenen Polyphenole. Jedoch soll z.B. beim Erhitzen von Olivenöl Vitamin E zerstört werden. Deshalb entschieden wir uns, Olivenöl nur zum kurzen Anbraten zu empfehlen.

      Liebe Grüße,
      Dominik

  7. 4. September 2018  22:02 erstellt von Josl Antworten

    Hallo zusammen
    Erstmal herzlichen Dank für die Mühe !
    Ich denke es ist meist die Menge und Abwechslung an unseren Nahrungsmitteln
    Zweitens , die körperliche Betätigung !!
    Was mich allerdings sehr ärgert , ihr macht euch Sorgen über Fette und anderen Stoffen , gebt aber euren und allen Kinder schon zum Frühstück == Zucker == ohne Ende !!!
    Solange das passiert , traue ich weder irgend welchen Studien noch viel weniger Stattlichen Einrichtungen für Gesundheit und Ernährung!!!
    Sorry
    Und jeder weiß das 60 % an den Folgen von Chemotherapie sterben !!!!!

  8. 4. September 2018  18:48 erstellt von Günther Hoffmann Antworten

    Vielen Dank für die qualifizierte Korrektur einer „Doktorinenmeinung“ mit Wissenstand der 70er Jahre zum aktuellen Stand der Wissenschaft. Was mir zu sehr untergeht in der Aufklärung ist der jeweilig empfohlene Anwendungsbereich der verschiedenen Öle in der Küche:
    Zum Erhitzen gibt es kein stabileres Öl als Kokosöl, alle ungesättigten Öle sind vorzugsweise kalt zu geniessen, da sie beim Erhitzen zu wirklich schädlichen Transfetten mutieren! Das ist die Hauptfehlerquelle im Alltag

  9. 4. September 2018  11:02 erstellt von Svenja Antworten

    Hallo!
    Einige der 'korrigierten' Aussagen widersprechen vielen anderen glaubwürdigen Veröffentlichungen.
    Z.B. 'Essen gegen Herzinfarkt' von Dr. Esselstyn ... oder der China Study
    Wie kann ich diesen Widerspruch auflösen?
    Herzlichen Dank für eine Rückmeldung.

    • 5. September 2018  13:54 erstellt von Dominik Notz

      Hallo Svenja,

      „Essen gegen Herzinfarkt“ und „The China Study“ beziehen sich auf ziemlich veraltete Korrelationsstudien aus den 80ern. Durch neuere Labormethoden wissen wir aber eigentlich, dass es einen LDL-2 (LDL-Phänotyp A) und einen LDL-3 (LDL-Phänotyp B) gibt. Nur Phänotyp B führt zu einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko. Phänotyp A, der bei 70-90% der Bevölkerung vorkommt, aber nicht! Das heißt bei vielen, die einen erhöhten LDL-Cholesterin Wert haben, besteht keine Gefahr. Es ist nur entscheidend, dass LDL-3 im Rahmen ist.

      Aber eine plant-based Diet ist natürlich sehr entgegenwirkend gegen Atherosklerose. Denn Atherosklerose entsteht nur, wenn freie Radikale mit Lipoproteinen oxidieren. Und da z.B. Gemüse eine hohe Anzahl an Antioxidantien hat, ist der Körper weniger gegen freie Radikale ausgesetzt.

      Jedoch führen Bio-/Dementer-Tierprodukte nicht zu Atherosklerose. Dafür verantwortlich ist eher Zucker, Alkohol, Zigaretten. Rohmilchprodukte oder Biofleischprodukte enthalten viele gute Enzyme die der Atherosklerose wieder entgegenwirken.

      Liebe Grüße,
      Dominik

  10. 1. September 2018  12:50 erstellt von Désirée Antworten

    Ihre kommentierten Aussagen zur Liste mit den 51 Lebensmitteln ist für mich der absolute Hit um mich schnell informieren zu können, was gemäss letzten wissenschaftlichen Meinungen gut für meine Gesundheit ist. Vielen Dank für die grosse Mühe, die Sie sich da gemacht haben.

  11. 1. September 2018  11:48 erstellt von Thomas Rosendahl Antworten

    Hallo Herr Dr. Feil,
    warum kommt die American Heart Association in ihrer Forschung auch zu der Erkenntnis, dass man Kokosöl meiden soll?
    http://www.heart.org/en/news/2018/07/18/saturated-fats-why-all-the-hubbub-over-coconuts
    https://www.ahajournals.org/doi/abs/10.1161/CIR.0000000000000510
    Liegt die Wahrheit nur bei der Forschungsgruppe Feil?
    Viele Grüße, Thomas Rosendahl

    • 3. September 2018  15:17 erstellt von Dominik Notz

      Hallo Thomas,

      die AHA Empfehlungen gelten in Wissenschaftskreisen als wenig vertrauenswürdig, da die AHA allein vom Coca Cola Konzern in den Jahren 2010 bis 2015 400.000 Dollar Spendengelder bekommen hat.

      https://www.nytimes.com/2016/10/10/well/eat/coke-and-pepsi-give-millions-to-public-health-then-lobby-against-it.html

      Zudem sind viele ihrer Ergebnisse Korrelationsergebnisse von Ernährungsbefragungen (nicht Ernährungsmessungen) und haben deshalb wenig wissenschaftliche Evidenz. Wenn man dann auch noch schaut, aus welchen Jahren ihre Studienbelege sind, sind viele davon aus den 60er Jahren. Unter anderem beziehen sie sich auch auf die „Sieben-Länder-Studie“ von Ancel Keys.

      Liebe Grüße,
      Dominik

  12. 28. August 2018  20:09 erstellt von HUBERT Antworten

    Ist schon peinlich, und so jemand ist Professor. Jeder Praktikant könnte etwas besser mit Suchmaschinen umgehen...
    Ähnlich wie das evidenzblasierte Gelaber vonwegen es gäbe keine Positiv-Studien über Homöopathie etc. (siehe hierzu den letzten superpeinlichen SPIEGEL-Leitartikel).

  13. 27. August 2018  11:49 erstellt von Luise Schmidt Antworten

    Velen Dank, endlich mal ein Artikel, der sich nüchtern mit dem Vortrag von Frau Prof. Michels auseinandersetzt. Schade, dass sie sich so sehr verrant hat. Leider tutet auch die DGE in das Horn von Frau Prof. Michels und die Zeitungen übernehmen die Aussagen fast alle unbesehen und unkritisch.

    Kleine Anmerkung zur Roten Beete, Eisenaufnahme und Oxalsäure: Ich hatte bisher immer einen sehr knappen Hb und selbst die Einnahme von Ferror sanol (als ärztliche Anordnung) konnte da nicht wirklich etwas dran ändern. Und nein, ich bin keine Vegetarierin, auch wenn ich Fleisch nur sehr reduziert und bewußt zu mir nehme. Aber das regelmäßige Trinken von Rote Beete Saft hat es geschafft! Und dabei macht die Oxalsäure die Aufnahme des Eisens doch angeblich unmöglich!
    Was habe ich daraus gelernt? Solche Aussagen sind mit sehr viel Vorsicht zu genießen, denn es mag ja sein, dass in vitro die Oxalsäure das Eisen bindet oder sonstwie blockiert. Aber das ist dann eine sehr reduzierte Sicht, bei der alleine auf Oxalsäure und Eisen geschaut wird. Da die Rote Beete aber ja nun noch viele andere Stoffe enthält, die wiederum sicherlich auf die Oxalsäure wirken, ist die Frage der Bioverfügbarkeit des Eisens aus der Roten Beete im menschlichen Körper eben nicht wirklich geklärt. Ich jedenfalls weiß, dass ich nun einen Hb habe, der bilderbuchmäßig ist und dass eben erst, seitdem ich regelmäßig Rote Beete Saft trinke.

  14. 25. August 2018  23:36 erstellt von Friedrich Antworten

    Frau Michels muss das Rohprodukt dieser giftigen Substanz auf den ...wie heißt noch das Ding zwischen den Schultern..gefallen sein.
    Nach so einer Konfrontation würde ich auch ziemlich wirres Zeug von mir geben.

  15. 25. August 2018  19:43 erstellt von Michael Antworten

    Vielen Dank für die viele Mühe, die kompetente Einschätzung und die schnelle Reaktion. Ich bin nach wie vor feilbegeistert! 😀

  16. 25. August 2018  11:33 erstellt von Kangenfassi Antworten

    Nur schön zu sehen, dass die Lebenserwartung der Mitmenschen in kokosölkonsumierenden Ländern auch mit mehrheitlich muslimischen Ethnien deutlich höher liegt, als bei uns. Das kann doch kein Zufall sein.

  17. 25. August 2018  11:11 erstellt von Linda Antworten

    Vielen Dank für diesen Beitrag.
    Ich nehme seit über einem Jahr täglich Kokosöl zu mir und es ersetzt bei mir alles von Hautcreme bis Wundsalbe. Ich habe durchweg positive Erfahrungen damit gemacht und hoffe, daß sich die Menschen nicht verunsichern lassen. Ich finde, Kokosöl ist ein wundervolles Produkt und werde es auf keinen Fall aus meiner Küche verbannen.

  18. 25. August 2018  09:52 erstellt von Julia Kaiser Antworten

    Vielen Dank für die Richtigstellung des m..E. gesellschaftlich schädlichen Vortrags von Frau Michels! Ich war zutiefst entsetzt, wieviele Menschen ihre unfundierten Hypothesen nachplappern und ihr glauben.
    Aus ganz lebenspraktischer Erfahrung weiß ich, dass Kokosöl hochwirksam ist! Eine Verwandte, bei der der Arzt Demenz vermutete, liess sich überzeugen, täglich mehrere Esslöffel Kokosöl in ihre Ernährung einzubauen.
    Ein halbes Jahr später suchte sie wieder den Arzt auf, der absolut verblüfft war über ihre gute mentale Verfassung und ihre Blutwerte als ausgezeichnet bezeichnete! Sie sagte selber, nach 3 Tagen war es, als ob ein Schleier gelüftet wurde. Meine Parodontose habe ich sehr gut mit Kokosöl-Ziehen bekämpfen, die Zahnpflegerin will mich wesentlich seltener sehen als früher! Ich hoffe sehr, dass sich die Menschen von der hilfreichen Wirkung des Kokosöls selber überzeugen und nicht der Pharma- und Lebensmittelindustrie auf den Leim gehen. Die haben beide kein Interesse, dass Kokosöl verzehrt wird. Wieviele Menschen mit Demenz müssten dann keine Medikamente mit Nebenwirkungen schlucken, die ja ansonsten regelhaft massive Nebenwirkungen haben...

    • 7. September 2018  09:39 erstellt von Frank Klüner

      Guten Morgen,

      wir erlauben uns auf die Veröffentlichungen zu Demenz/Alzheimer -Problematik von Dr. Michel Nehls und Professor Bredesen/UCLA, ergänzend hinzuweisen.
      Demenz-Alzheimer-Prophylaxe und auch Heilung bis zu einem gewissen Grade verlangen auch den Genuss von Kokosöl.
      Nach unserem Verständnis gilt dies jedoch auch zur Vermeidung aller bekannten Zivilisationserkrankungen.

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