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Thema: Keine oder wenig KH im Regenerationsgetränk?

Liebes Dr. Feil Team

Die F-AS-T Formel habe ich bisher so interpretiert, dass nach erschöpfenden Einheiten (Intervalle, Mitteltempo, Longruns und sogar Wettkämpfe) prinzipiell KEINERLEI KH nötig sind. Und in den ersten 8h sollte man nicht mehr als ca. 0.5g / Kg einnehmen. Ich habe mich in den letzten Wochen strikte daran gehalten, dafür natürlich KS Low und Mitochondrienmahlzeit. Ich bin vom Trainingseffekt überzeugt, aber gewisse Zweifel hinsichtlich Regenerationsdauer bestehen durchaus, wie ich nach einem nüchternen Longrun dieses Wochenende am Folgetag wieder mal feststellen musste... schlimm, physisch und psychisch... und das am Geburtstag meiner Frau :-(

Habe mich in der Zwischenzeit nun durch alle Forumseinträge geklickt. Und da erwähnt ihr in zahlreichen Einträgen auch den Refresher zur Regeneration (KH 50%!). Friederike schreibt an einer Stelle auch, sie empfehle 10-15g KH zum Eiweissshake, das schwäche die Mitochondrienproduktion nicht. Entscheidend für die Mitochondrienproduktion sei vielmehr die KH-Aufnahme während den 8h NACH dem Regenerationsgetränk / KS. Stimmt das so?

Könntet Ihr meine Verwirrung etwas lichten: (wenig) KH ja/nein? Nur zur Info: Ich wechsle intensive / sanfte Einheiten meist ab, ein KS HIGH müsste m.E. gemäss F-AS-T also nicht wirklich nötig sein.

Beste Grüsse
Gabriel

vor 1 Monat und 2 Wochen

Hallo Gabriel,

werde nicht ganz schlau aus deiner Frage versuche aber dir den Rahmen zu zeigen wie es umgesetzt werden kann. Ob KH nach einer intensiven Einheit eingenommen werden oder nicht hängt davon ab ob wie die nächsten Einheiten aussehen. Wenn man nun z.B. eine Wettkampfvorbereitung hat oder ein Trainingslager (wo sehr viele intensive Einheiten gefahren werden). Dann sollte man auf jeden Fall auch während einer Einheit KH zuführen und idealerweise nimmt man danach einen Shake mit ein paar KH isst dann Abends eine KH arme Mahlzeit und legt sich schlafen (dadurch hat man die Mitochondrienneubildung angekurbelt). Morgens isst man dann wieder KH um die Speicher zu füllen um für das anstehende Training bereit zu sein. Und diesen Rhythmus behält man bei. Nach dem Training wenig KH (Neubildung) und vor einer intensiven Einheit KH (Leistungsfähigkeit). Wenn man nun nur ein bis zwei intensive Einheiten in der Woche hat dann kann man das Training durchaus auch aus geleerten Speichern machen und dann währenddessen KH zuführen und anschließend wieder eine Shake und wenig KH essen. Oder man absolviert die Einheit aus gefüllten Speichern supplementiert aber währenddessen nichts und danach wie gewohnt mit einem Shake und KH armer Mahlzeit.

Wenn man nun mit der KH Einschränkung nicht so gut klar kommt und man das mental merkt sollte man versuchen diese Art der Ernährung langsam einzuschleichen und sie nicht übers Knie zu brechen. Wenn man sich nicht gut fühlt bedeutet es, dass der Organismus gewohnt ist seine Energie aus KH zu beziehen. Hier muss man nun langsam die KH zurück schrauben und den Fettanteil erhöhen, damit Fett als Energielieferant verstoffwechselt wird.

Hoffe ich konnte deine Frage beantworten.

Bei weiteren Fragen gerne melden

Viele Grüße

Sergej

vor 1 Monat und 1 Woche nach oben

Danke, Sergej, für die ausführliche Darstellung. Euer Grundkonzept ist mir prinzipiell schon klar, hier ging es mir eher um einen Nebenaspekt, den ich wohl etwas umständlich formuliert hatte.

Und zwar: Sollen nach einer intensiven Einheit dem Kickstarter Low wenige KH (z.B. 10-15g) beigemischt werden oder soll man sie gleich ganz weglassen? Dies unter der Annahme, dass die Folgeeinheit NICHT intensiv ist (sonst wär ja ein KS High angebracht). Gemäss Deiner obigen Aussage und anderen Forumseinträgen machen wenige KH Sinn, im Buch entsteht aber der Eindruck, man sollte fast keine oder sogar gar keine KH nehmen, um den Effekt auf die Mitochondrien zu maximieren.

vor 1 Monat und 1 Woche nach oben

Hallo Gabriel,

alles klar verstehe.

Es werden weniger Mitochondrien gebildet wenn man nach dem Training (und innerhalb eines acht Stunden Zeitraumes) KH zuführt. Es kommt aber auch auf die Menge an KH an, wenn man unter einem bestimmten Wert bleibt (wie sich gezeigt hat sind es bei den meisten Menschen 0,5 Gramm KH pro KG Körpergewicht dann wird die Mitochondrienneubildung nicht eingeschränkt. Sowohl beim Refresher als auch beim Level X ist man damit weit drunter. Deswegen kann man allein dadurch nicht die KH Menge kontrollieren, entscheidend ist hier was man isst.

Um zu deiner Frage zurück zu kommen: Wenn die Folgeeinheit nicht intensiv ist dann kann man die 0,5 Gramm KH pro KG Körpergewicht zu sich nehmen ohne das man den Effekt stört. Bei einem Mann 80 KG Mann wären es 40 Gramm KH nach dem Training, wobei ca. 15 Gramm für den Shake abgezogen werden müssen. Der Rest wird dann über die Mahlzeit aufgefüllt.
Wenn nun eine intensive Einheit ansteht, besteht diese Beschränkung verständlicherweise nicht.
Hoffe jetzt ist es etwas klarer, ansonsten gerne melden

Viele Grüße

Sergej

vor 1 Monat und 1 Woche nach oben

Perfekt, jetzt ist alles klar!

vor 1 Monat und 6 Tagen nach oben

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