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Thema: Weizen und Weizenkeime

Hallo Dr.Feil-Team,



ich bin dabei meine Ernährung an den Vorgaben und Rezepten aus Ihren Büchern zu orientieren. Dabei werden öfter Weizenkeime als Zutat genannt, wobei andererseits von der Verwendung von Weizenprodukten abgeraten wird.



Worin unterscheiden sich Weizenkeime und Weizenprodukte bzw. -mehl?



Viel Grüße

Ron

vor 7 Jahren und 6 Monaten

Hallo Ron,

lassen Sie die Weizenkeime ebenfalls komplett weg. Diese wurden damals in das Buch aufgenommen, weil sie wertvolle B-Vitamine, Spurenelemente und Mineralien in großen Konzentrationen enthalten. Was man damals noch nicht wusste ist, dass Weizenkeime leider auch sehr viele Lektine enthalten, welche Entzündungen im Körper begünstigen. In der neuen überarbeiteten Version werden wir die Weizenkeime aus den Rezepten herausnehmen.

Als Ersatz könnten Sie jetzt mit etwas Molkeneiweiß arbeiten.

Gruß Friederike Feil

vor 7 Jahren und 6 Monaten nach oben

Liebe Friederike,

welche neuen Erkenntnisse/Studien gibt es zu Lektinen aus Weizenkeimen, so dass Ihr - entgegen bisherigen Empfehlungen – komplett vom Verzehr abratet?

Nach kurzer Internetrecherche scheint die Diskussion um Lektine ja schon viele Jahre zu dauern und die DGE rät trotzdem weiter zum Verzehr von Vollkornprodukten.

Viele Grüße SONNE

vor 7 Jahren und 6 Monaten nach oben

Hallo Sonne :-),

es gibt Studien, die zeigen, dass sich das Lektin WGA (Wheat Germ Agglutinin) an Glucosamin im Körper bindet. Glucosamin ist jedoch ein wichtiger Baustein für alle unsere Knorpelstrukturen. Andere Studien zeigen, dass WGA zu subklinischen Entzündungen im Körper führen. Hier wurden jedoch sehr hohe Konzentrationen getestet, bei denen die DGE der Meinung ist, dass wir diese durch die normale Ernährung nicht aufnehmen. Daher ihr Fazit, dass Weizen keine Probleme darstellt. Wir sind jedoch der Meinung, dass wir über viele Jahre sehr wohl hohe Konzentrationen an WGA durch einen erhöhten Weizenkonsum aufnehmen und es dadurch zu vielen gesundheitlichen Problemen, wie Arthrose, Diabetes, Alzheimer, kommt.

vor 7 Jahren und 6 Monaten nach oben

Hallo zusammen!



Weizenprodukte sollen ja wg. Entzündungserhöhungen nicht verwendet werden. Dinkel wird offensichtlich sehr empfohlen. Eiweißbrote sind wg. Soja problematisch. Wie verhält es sich eigentlich mit Roggenbrot?



Kann man übrigens auch sagen, dass ein bestimmter ANTEIL Weizen in einem Brot unbedenklich ist? Oftmals sind die Brote ja nicht sortenrein.



Gruß!



Ralph

vor 7 Jahren und 5 Monaten nach oben

Hallo Ralph, auch Roggen enthält ein sehr aggresives Lektin und ist daher kaum besser als Weizen. Emmer, Dinkel, Hirse, Amaranth, Hafer wären alles bessere Alternativen. Generell empfehlen wir Weizen weitgehend zu meiden. Kleine Mengen sollten aber kein Problem darstellen. Ich würde schauen, dass der Anteil von Weizen unter 20% liegt. Das ist aber jetzt nichts Wissenschaftliches sondern eher eine persönliche Einschätzung.

vor 7 Jahren und 5 Monaten nach oben

Hallo,

seit Januar nehme ich das komplette Feil-Paket und esse den Gewürzjoghurt und täglich Kräuter+zusätzlich MSM+ gepuffertes Vitamin C. Leider habe ich bei meinem rechten Knie keinen Erfolg. Bereits leichte Kniebeugen im Fitnesstudio schmerzen - von meinem geplanten Wanderurlaub bin ich wohl noch weit entfernt. Leider habe ich es besonders gut gemeint und täglich eine gr. Portion Weizenkeime zusätzlich ins Müsli gerührt - was ich jetzt weglasse. Kann der Misserfolg damit zusammenhängen oder muss ich doch eher zuerst eine Artroskopie durchführen lassen und dann versuchen, den Knorpel neu aufzubauen?

Welche Lebensmittel - außer Weizen und Roggen enthalten noch störende Lektine, die ich vorerst meiden sollte?

Mitunter empfehlt Ihr noch Arginin, wie wirkt das und könnte dies noch eine Chance sein?

Danke und beste Grüße Sonne :-)

vor 7 Jahren und 5 Monaten nach oben

Hallo Sonne,

die extra Portion Weizenkeime können definitiv das Problem gewesen sein, warum die Heilung nicht optimal verlief. Weizenkeime haben die größte Konzentration an WGAs (Lektinen). Diese binden sich an das Glucosamin im Körper, so dass ein Aufbau der Strukturen kaum möglich ist. Am wenigsten Lektinaktivität zeigte sich in Hirseprodukten. Generell enthalten die meisten Getreidesorten Lektine, wobei Weizen und Roggen mit Abstand die aggresivsten Lektine enthalten. Arginin wäre optimal für Sie, da es die Durchblutung fördert. Das bedeutet eine schnellere Heilung. Auch ein täglicher rote Beete Saft mit frischen Kräutern könnte ein Joker sein um den Heilungsprozess zu beschleunigen,

Friederike

vor 7 Jahren und 5 Monaten nach oben

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