Eisenmangel beheben

Welcher Eisen-Wert ist wichtig?

Ein einfacher Bluttest gibt Auskunft über Ihre Eisenwerte. Wichtig dabei ist die Bestimmung der richtigen Blutwerte.

Standardmäßig wird bei der Blutabnahme der Hämoglobinwert gemessen: Er gibt die Menge des eisenhaltigen roten Blutfarbstoffs – dem Hämoglobin – an, sagt jedoch nichts über die Größe des verfügbaren Eisenspeichers aus. Er ist damit nicht für die Bestimmung eines Eisenmangels geeignet.

Um einen Eisenmangel feststellen zu können, brauchen Sie Auskunft über die Größe des verfügbaren Eisenspeichers. Diese Information bekommen Sie über die Ermittlung des Ferritin-Wertes: Gute Ferritinwerte für Frauen liegen bei mindestens 60 ng/ml Blut - bei Männern sind es 100 ng/ml.

Da der Ferritin-Wert im Blutbild standardmäßig nicht ausgewertet wird, müssen Sie bei der Blutabnahme extra danach fragen.

Weitere nützliche Blut-Werte:

  1. Der Transferrin-Wert: Er gibt an, wie gut Ihre Eisentransportkapazitäten sind.
  2. Der CRP-Wert: Mit diesem wird festgestellt, ob Entzündungsreaktion im Körper stattfinden - Entzündungsreaktionen verhindern, dass der Ferritin-Speicher das Eisen an das Hämoglobin abgibt. Wenn Entzündungsreaktionen vorliegen, sind die Hämoglobinwerte somit trotz voller Eisenspeicher im Keller.
Die beiden Werte brauchen Sie jedoch erst, wenn Sie sich trotz guter Ferritin-Werten ständig müde fühlen.

Entscheiden Sie selbst: Die Bestimmung der einzelnen Blutwerte müssen Sie meist selber zahlen – jeder Wert kostet extra. Entscheiden Sie daher selbst, ob Ihnen zunächst der Ferritin-Wert reicht, oder ob Sie auch den Transferrin und den CRP-Wert brauchen.