Der Zusammenhang zwischen Fettverbrauch und Verletzungsgefahr bei weiblichen Athleten | Forschungsgruppe Dr. Feil
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Der Zusammenhang zwischen Fettverbrauch und Verletzungsgefahr bei weiblichen Athleten

Eine Studie mit 90 Läuferinnen wurde durchgeführt um die Verbindung zwischen Kalorienaufnahme, Kalorienbereitstellung, tägliche Fettaufnahme in der Ernährung und Verletzungsgefahr herauszufinden. Die Läuferinnen waren zwischen 18-53 Jahre alt und die meisten von ihnen nahmen zumindest im Lokalbereich regelmäßig an Wettkämpfen teil. Alle Läuferinnen trainierten mehr als 35km pro Woche. Ein Jahr lang wurden die Studienteilnehmer begleitet und der Zusammenhang zwischen Verletzungsgefahr und verschiedenen Essgewohnheiten beobachtet.

Von 90 Läuferinnen hatten 47 eine Verletzung während des Beobachtungsjahres. Die verletzten Läuferinnen hatten keine niedrigere Aufnahme von Kohlenhydraten, Protein, Ballaststoffen, Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Kupfer und B-Vitaminen.
Der einzige wesentliche Unterschied zwischen den verletzten Frauen und den Frauen ohne einer Verletzung war die tägliche Fettaufnahme und die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen A, E und K. Vitamin K unterstützt die Blutgerinnung und hilft bei der Mineralisierung von Knochen. Ein niedriger Vitamin K Wert ist häufig mit einem niedrigen Mineraliengehalt im Knochen verbunden und ist deshalb oft ein Grund für Verletzungen.

Sowohl die Kalorienbereitstellung als auch die Energiebilanz waren deutlich niedriger bei den verletzten Frauen im Gegensatz zu Frauen, die keine Verletzung hatten. Diese Werte waren statistisch aber noch nicht ausreichend. Wenn die tägliche Fettaufnahme geringer als 30% war, war das Risiko 2.5mal höher eine Verletzung zu bekommen, als wenn der Fettanteil der Ernährung über 30% war.

Fazit:

Fettarme Ernährung ist im Ausdauersport nicht sinnvoll. Dr. Feil empfiehlt in seinem neuen Buch „Lauf-Diät“ 35 % der Energie über Fettsäuren zu decken (über 50 Seiten Rezepte). Hierbei ist jedoch auf das richtige Fettsäuremuster zu achten: Betonung der Omega-3-Fettsäuren (Speiseleinöl, Rapsöl), viel Olivenöl und wenig gesättigte Fette.

Wer mehr über die Studie wissen will, findet diese in Orginalform unter http://www.jissn.com/content/5/1/1 .

Feil Friederike

Über den Autor:

2 Kommentare

  1. Tobias sagt:

    Guten Tag,
    ich habe ein grundsätzliche Frage: ich habe schon mehrfach gelesen, dass erhitztes Olivenöl krebserregend sei, vor allem dann, wenn man es zum kochen, anbraten usw nimmt.
    Nehme seither Rapsöl zum Anbraten.
    Was empfehlen Sie?

    MfG Tobias

    1. Dr. Feil sagt:

      hallo Tobias,
      es kommt auf die Temperatur an. Olivenöl kann schon erhitzt werden – allerdings muß es unterhalb des Rauchpunktes bleiben. Sobald es raucht, l können krebserregende Stoffe sich bilden. Deshalb die Empfehlung mit niederen Temperaturen zu braten. Bei Rapsöl ist es tendenziell das Gleiche, allerdings in geringerem Ausmaße, da Rapsöl weniger Ölbegleitstoffe (sekundäre Pflanzenstoffe) enthalten. Also auch bei Rapsöl unterhalb vom Rauchpunkt braten.

      viele Grüße – Wolfgang Feil

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