20 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Heuschnupfen … Seit Jahren werde ich aus diesem Grund von vielen gefragt, ob man nicht auch von der Ernährungsseite her etwas dagegen machen kann. Mit dem heutigen Blogbeitrag möchte ich Ihnen 5 Tipps geben, die Ihnen helfen werden die Heuschnupfen- / Pollen-Zeit besser zu überstehen.

Juckreiz senken

  • Mit Kalzium und Zink Histaminfreisetzung bremsen
    Allergien gehen häufig mit unangenehmem Juckreiz einher. Hier können wir mit einer verringerten Histaminfreisetzung gegen steuern. Dies wird erreicht durch eine Extraportion Kalzium und Zink. Die antiallergische Wirkung benötigt jedoch mindestens folgende Dosierungen: Kalzium 500 mg täglich, bei Zink liegt die empfohlene Tagesdosierung bei täglich 20 mg.
  • Mit Mangan Histaminabbau beschleunigen
    Generell sollte die Ernährung auch manganreich sein. Mangan ist Bestandteil mehrerer histaminabbauender Enzyme. Besonders viel Mangan liefert ein Vollkornbrot auf Sauerteigbasis.
  • Mit Magnesium und Glyzin die Membranen verstärken
    Sowohl Magnesium als auch die Aminosäure Glyzin vermindern allergische Reaktionen nachhaltig: Heuschnupfensymptome wie Niesen und Nasenfluß werden deutlich reduziert, ebenso die Schleimbildung und der Juckreiz der Augen. Die Dosierungsempfehlung liegt bei 350 bis 400 mg pro Tag für Magnesium und 3 Gramm für die Aminosäure Glyzin. Glyzinreich ist Kollagenhydrolysatpulver – 15 g davon liefern die benötigten 3 g Glyzin. Leider gibt es keine Lebensmittel, die Magnesium und oder Glyzin in ausreichender Dosierung enthalten – für die Seele könnten aber ein paar Gummibären hilfreich sein.

    ACHTUNG: Immer eins nach dem Anderen

    Magnesium, Kalzium und Zink dürfen nicht gleichzeitig aufgenommen werden.
    Um sicher zu gehen, dass alle 3 Nährstoffe im Darm optimal aufgenommen werden, empfehle ich diese Nährstoffe zeitlich getrennt aufzunehmen. Das Kalziumpräparat morgens zum Frühstück, das Zinkpräparat zusammen mit dem Kollagenpulver mittags und das Magnesiumpräparat abends nach dem Essen. So ist sichergestellt, dass alle Nährstoffe den Weg ins Immunsystem finden.

    Mit Omega-3 Fettsäuren und Gamma-Linolensäure Entzündungen bekämpfen

    Sowohl Omega-3 Fettsäuren als auch Gamma-Linolensäure wirken antientzündlich und damit juckreizsenkend. Die Omega-3 Fettsäuren stecken in Fisch, Speiseleinöl, Walnussöl und Rapsöl. Reich an Gamma-Linolensäure ist Borretschsamenöl und Nachtkerzenöl. Meine Empfehlung lautet 2 x pro Woche Fisch, sowie täglich die Omega-3 und gamma-Linolenhaltigen Öle verwenden: im Salat, im Joghurt usw.

    Nährstoffanwendung – Geduld wird belohnt

    Damit allergische Reaktionen deutlich gesenkt und Juckreizerscheinungen gemindert werden, bedarf es einer längeren Anwendung der gesamten oben aufgeführten Nährstoffanwendung. Die besten Erfolge treten auf, wenn die Nährstoffanwendung 2 Monate vor und während dem Pollenhoch befolgt wird. Es ist jedoch nie zu spät mit einer Nährstoffunterstützung anzufangen.

    Ich wünsche Ihnen, dass Sie gut durch das Jahr kommen – meine Tipps werden Sie dabei sicherlich unterstützen.

    Ihr Dr. Wolfgang Feil

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    9 Kommentare

     

    1. 2. April 2010  12:13 erstellt von Karin Knorr Antworten

      Ich kann hier aus eigener Erfahrung berichten, dass eine nährstoffreiche Ernährung die Pollenallergie verbessert oder gar verschwinden lässt. Ungefähr 1999 wurde bei mir eine Kreuzallergie festgestellt (Birke, Hasel... und alles Obst mit Kern und Stein, sowie Nüsse) Alle Massnahmen wie Sensibilisierung, Medikamente u.v.m. brachte nur kurzzeitige Verbesserung. Ich habe jedoch nach dem frühzeitigen Tod meiner besten Freundin 2006 angefangen, sehr bewußt zu essen und vor 3 Jahren merkte ich, dass andere vom Heuschnupfen sprachen und meiner war nicht da..... mittlerweile esse ich auch wieder vorsichtig Nüsse und Obst (nur vom Biobauern)
      Eine nährstoffreiche Ernährung ist nicht nur für oder gegen die Pollen gut!

      Alles Liebe aus Dortmund

      von der Karin

    2. 2. März 2011  17:43 erstellt von Johannes Antworten

      Danke herzlichst für diesen - wie immer - äußerst hilfreichen Artikel!
      Ich achte - gar nicht nur wegen ev. Allergien - ständig, also ganzjährig, auch auf die oben angesprochenen Tipps. Mit einem winzigkleinen Unterschied, der sicher kaum der Rede wert ist. Das Zink, allerdings als Zinkchlorid (ZnCl2), nehme ich vornehmlich abends, da es mir wunderbar beim Einschlafen hilft.
      Beste Grüße,
      Johannes

    3. 3. März 2011  13:43 erstellt von Volker Antworten

      Der Artikel hört sich vielversprechend an... :-)

      Leider finde ich es sehr schwierig die genannten Produkte zu finden. Hätten Sie evtl. einen Tipp oder eine Liste wo ich die o.g. Produkte erwerben könnte oder können Sie mir Firmen nennen, womit ich dan auf dem "richtigen" Weg bin?... :-)

      Vielen Dank.

      Viele Grüße aus dem Rheinland,
      Volker

      1. 8. März 2011  16:20 erstellt von Dr. Wolfgang Feil Antworten

        Hallo Volker,
        das Präparat können Sie nicht im Netz finden - siehe dazu meine Antwort an Frau Piegenschke. Alles Gute - Dr. Wolfgang Feil

    4. 26. März 2012  23:04 erstellt von Dirk Engelbertz Antworten

      Guten Tag Herr Dr. Feil, leider konnte ich nichts zum Thema Asthma finden. Haben Sie dazu auch Empfehlungen wie man mit geeigneten Nährstoffen entgegen wirken kann ?
      Vielen Dank und sonnige Grüße
      Dirk Engelbertz

      1. 30. März 2012  07:48 erstellt von Peter Munsonius Antworten

        Hallo Dirk,
        bei Asthma setzen wir die gleichen Empfehlungen ein, wie Heuschnupfen und Neurodermitis.

        Alles Gute und herzliche Grüße
        Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

    5. 17. April 2012  09:56 erstellt von Mario Müller Antworten

      Hier fiel das Wort Kreuzallergie. Bei mir wirkt sich so etwas jedes Jahr um diese Jahreszeit teilweise spürbar auf den Magen-Darm-Trakt aus, woraus Probleme bei intensiven sportlichen Belastungen resultieren. Diese "sekundären" Folgen der Allergie (Birke, Gräser) belasten mich stärker als die gar nicht mal so dramatischen primären. Gibt es vor diesem Hintergrund neben den genannten Ratschlägen, die ich größtenteils schon verinnerlicht habe, weitergehende Tipps?

      1. 18. April 2012  10:09 erstellt von Peter Munsonius Antworten

        Hallo Mario,
        die Basis für einen "Allergie-Schutz" ist eine intakte Darmflora. Und vor allem bei den von Ihnen beschriebenen Symptomen, empfehle ich Ihnen eine "Sanierung" der Darmflora. Info`s darüber finden Sie unter www.allsani.com/wohlbefinden/darmsanierung/ .
        Alles Gute und beste Grüße
        Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

        1. 18. April 2012  13:38 erstellt von Mario Antworten

          Vielen Dank für die Rückmeldung, ist schon bestellt! Grüße aus Mainz, Mario

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