5 Tipps, wie Sie die Heuschnupfen- / Pollen-Zeit besser überstehen | Forschungsgruppe Dr. Feil

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5 Tipps, wie Sie die Heuschnupfen- /
Pollen-Zeit besser überstehen

gegen-heuschnupfen-pollen20 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Heuschnupfen … Seit Jahren werde ich aus diesem Grund von vielen gefragt, ob man nicht auch von der Ernährungsseite her etwas dagegen machen kann. Mit dem heutigen Blogbeitrag möchte ich Ihnen 5 Tipps geben, die Ihnen helfen werden die Heuschnupfen- / Pollen-Zeit besser zu überstehen.

Juckreiz senken

  1. Mit Kalzium und Zink Histaminfreisetzung bremsen

    Allergien gehen häufig mit unangenehmem Juckreiz einher. Hier können wir mit einer verringerten Histaminfreisetzung gegen steuern. Dies wird erreicht durch eine Extraportion Kalzium und Zink. Die antiallergische Wirkung benötigt jedoch mindestens folgende Dosierungen: Kalzium 500 mg täglich, bei Zink liegt die empfohlene Tagesdosierung bei täglich 20 mg.

  2. Mit Mangan Histaminabbau beschleunigen

    Generell sollte die Ernährung auch manganreich sein. Mangan ist Bestandteil mehrerer histaminabbauender Enzyme. Besonders viel Mangan liefert ein Vollkornbrot auf Sauerteigbasis.

  3. Mit Magnesium und Glyzin die Membranen verstärken

    Sowohl Magnesium als auch die Aminosäure Glyzin vermindern allergische Reaktionen nachhaltig: Heuschnupfensymptome wie Niesen und Nasenfluß werden deutlich reduziert, ebenso die Schleimbildung und der Juckreiz der Augen. Die Dosierungsempfehlung liegt bei 350 bis 400 mg pro Tag für Magnesium und 3 Gramm für die Aminosäure Glyzin. Glyzinreich ist Kollagenhydrolysatpulver – 15 g davon liefern die benötigten 3 g Glyzin. Leider gibt es keine Lebensmittel, die Magnesium und oder Glyzin in ausreichender Dosierung enthalten – für die Seele könnten aber ein paar Gummibären hilfreich sein.

ACHTUNG: Immer eins nach dem Anderen

Magnesium, Kalzium und Zink dürfen nicht gleichzeitig aufgenommen werden.
Um sicher zu gehen, dass alle 3 Nährstoffe im Darm optimal aufgenommen werden, empfehle ich diese Nährstoffe zeitlich getrennt aufzunehmen. Das Kalziumpräparat morgens zum Frühstück, das Zinkpräparat zusammen mit dem Kollagenpulver mittags und das Magnesiumpräparat abends nach dem Essen. So ist sichergestellt, dass alle Nährstoffe den Weg ins Immunsystem finden.

Mit Omega-3 Fettsäuren und Gamma-Linolensäure Entzündungen bekämpfen

Sowohl Omega-3 Fettsäuren als auch Gamma-Linolensäure wirken antientzündlich und damit juckreizsenkend. Die Omega-3 Fettsäuren stecken in Fisch, Speiseleinöl, Walnussöl und Rapsöl. Reich an Gamma-Linolensäure ist Borretschsamenöl und Nachtkerzenöl. Meine Empfehlung lautet 2 x pro Woche Fisch, sowie täglich die Omega-3 und gamma-Linolenhaltigen Öle verwenden: im Salat, im Joghurt usw.

Nährstoffanwendung – Geduld wird belohnt

Damit allergische Reaktionen deutlich gesenkt und Juckreizerscheinungen gemindert werden, bedarf es einer längeren Anwendung der gesamten oben aufgeführten Nährstoffanwendung. Die besten Erfolge treten auf, wenn die Nährstoffanwendung 2 Monate vor und während dem Pollenhoch befolgt wird. Es ist jedoch nie zu spät mit einer Nährstoffunterstützung anzufangen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie gut durch das Jahr kommen – meine Tipps werden Sie dabei sicherlich unterstützen.

Ihr Dr. Wolfgang Feil

Literatur:

Fuchs, N. ( 1999): Mit Nährstoffen heilen. Reglin-Verlag Köln.
Haas, P.J. (1985): Juckreizhemmende und antiallergische Wirksamkeit von Calcium-Brausetabletten. Zeitschrift für Allg. Med. 61, 755.
Hausherr, R.F. (2001): Die Bedeutung des Spurenelementes Zink bei Allergien. Die kluge Therapie mit Zink-Aspartat. Informationen für die tägliche Praxis, Nr. 7.
Heinitz, M. (1999): Die therapeutische Bedeutung von Calcium bei aktuten und chronischen Erkrankungen des Respirationstraktes. Erfahrungsheilkunde, 4, 251-254.
Marone, G. u.a. (1996): Physiological concentrations of zinc inhibit the release of histamine from human basophils and lung mast cells. Agents Actions 18, 103.
Wangemann, M. (1994): Einfluß einer Magnesium-Supplementierung auf den Magnesiumstatus und die Symptome von Probanden mit saisonaler allergischr Rhinitis. Dissertation Universität Gießen.
Zimmermann, M. (2002): Burgersteins Handbuch der Nährstoffe, Haug-Verlag.

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Dr. Wolfgang Feil

Über den Autor:
Dr. rer. nat. Wolfgang Feil leitet die Forschungsgruppe Dr. Feil. Als promovierter Biologe und Sportwissenschaftler, berät er Spitzensportler und Manager. Gleichzeitig ist er Lehrbeauftragter der Universität Furtwangen.

4 Kommentare

  1. Karin Knorr sagt:

    Ich kann hier aus eigener Erfahrung berichten, dass eine nährstoffreiche Ernährung die Pollenallergie verbessert oder gar verschwinden lässt. Ungefähr 1999 wurde bei mir eine Kreuzallergie festgestellt (Birke, Hasel… und alles Obst mit Kern und Stein, sowie Nüsse) Alle Massnahmen wie Sensibilisierung, Medikamente u.v.m. brachte nur kurzzeitige Verbesserung. Ich habe jedoch nach dem frühzeitigen Tod meiner besten Freundin 2006 angefangen, sehr bewußt zu essen und vor 3 Jahren merkte ich, dass andere vom Heuschnupfen sprachen und meiner war nicht da….. mittlerweile esse ich auch wieder vorsichtig Nüsse und Obst (nur vom Biobauern)
    Eine nährstoffreiche Ernährung ist nicht nur für oder gegen die Pollen gut!

    Alles Liebe aus Dortmund

    von der Karin

  2. Johannes sagt:

    Danke herzlichst für diesen – wie immer – äußerst hilfreichen Artikel!
    Ich achte – gar nicht nur wegen ev. Allergien – ständig, also ganzjährig, auch auf die oben angesprochenen Tipps. Mit einem winzigkleinen Unterschied, der sicher kaum der Rede wert ist. Das Zink, allerdings als Zinkchlorid (ZnCl2), nehme ich vornehmlich abends, da es mir wunderbar beim Einschlafen hilft.
    Beste Grüße,
    Johannes

  3. Volker sagt:

    Der Artikel hört sich vielversprechend an… :-)

    Leider finde ich es sehr schwierig die genannten Produkte zu finden. Hätten Sie evtl. einen Tipp oder eine Liste wo ich die o.g. Produkte erwerben könnte oder können Sie mir Firmen nennen, womit ich dan auf dem “richtigen” Weg bin?… :-)

    Vielen Dank.

    Viele Grüße aus dem Rheinland,
    Volker

    1. Dr. Wolfgang Feil sagt:

      Hallo Volker,
      das Präparat können Sie nicht im Netz finden – siehe dazu meine Antwort an Frau Piegenschke. Alles Gute – Dr. Wolfgang Feil

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