Eingeladen von Frau Dr. Krohn hielt ich in der Diakonie Krankenhaus Rotenburg (Wümme) am Samstag, 24.Oktober den Hauptvortrag „Neue Erfolgsstrategien bei Krebs – der effektive Dreiklang aus Ernährung, Bewegung und Denken“. Zentrale Frage bei meinem Vortrag war: wie schützt man sich vor Krebs und wie werde ich wieder gesund, wenn ich Krebs diagnostiziert bekommen habe?

Die „Anti-Krebsdiät“:

Schützend vor Krebs wirkt eine Ernährung mit viel Salat und Gemüse. Besonders Brokkoli bietet einen hohen Schutzfaktor gegen Krebs. Die allgemeinen Anti-Krebswirkstoffe in Gemüse und Salat sind die sekundären Pflanzenstoffe sowie ein hoher Folsäuregehalt – der zusätzlich krebshemmende Wirkstoff bei Brokkoli ist Sulforaphan. Gleichzeitig sollte eine „Anti-Krebsdiät“ viele Ballaststoffe enthalten (Gemüse, Linsen, Erbsen, Nüsse). Speziell gegen Darmkrebs wirkt eine hohe tägliche Kalziumaufnahme (> 1000 mg). Zwei gute Kalziumzellen: Käse und wiederum Brokkoli.

Mit den richtigen Fettsäuren gegen Krebs

Omega-3 Fettsäuren sind stark hemmend auf die Weiterentwicklung einer vorgebildeten Krebszelle. Wer mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt, der hat somit eine hohe Chance, dass sich ein Krebs nicht ausbreitet. Omega-3-Fettsäuren sind enthaltenSpeiseleinöl (54 %),  Walnussöl (12 %), Leinsamen, Chiasamen und Hanfnüssen . Ebenso sollte 3 x pro Woche Fisch (besonders Hering und Makrele) verzehrt werden, da diese ebenfalls viele Omega 3 Fettsäuren enthalten.

Nährstoffe gegen Krebs

Mehrere Studien haben gezeigt, dass auch eine regelmäßige Aufnahme von Nahrungsergänzungen in Form von Selen (200 ug) sowie Vitamin E (55 mg) das Risiko für mehrere Krebsarten senkt (z.B. Magen, Darm, Prostata, Lunge). Diese Mengen an Selen und Vitamin E können über die normale Ernährung nicht aufgenommen werden. Auch dem Vitamin D wird ein hohes Potenzial gegen Krebs attestiert: Experten schätzen, dass die Brustkrebsrate deutlich niedriger wäre, wenn Vitamin D in einer Größenordnung von 15 bis 20 ug täglich aufgenommen werden würde. Auch diese Menge ist durch natürliche Lebensmittel nicht zu bekommen. Darüberhinaus konnte in Tierversuchen nachgewiesen werden, dass die Aminosäure Arginin die Metastasenausbreitung unterdrückt. Die Argininmenge sollte bei täglich 5-10 Gramm liegen. Eine Marktübersicht über Produkte mit der Aminosäure Arginin ist hier zu sehen.

NameArgininmenge pro Portion in mgPreis pro 6000 mgHomepage
AddOn Amino60001,19 €ultra-sports.de
Arginex21001,43 €nutrasport.com
Power Arginin60001,58 €strunz.com
Nitric Oxide Booster30001,92 €easinternational.com
InnerPower60002,80 €life-enhancement.com

Resveratrol schützt

Mehrere Studien konnten darüberhinaus nachweisen, dass der Inhaltsstoff Resveratrol aus den roten Traubenschalen die Entstehung von Tumoren hemmen kann. Ebenso ist dieser Pflanzenstoff Gegenspieler der entzündungsfördernden Prostaglandine. Auf diese Weise wird das Tumorwachstum unterdrückt. Rote Weintrauben oder Extraktpulver aus roten Traubenschalen sind deshalb bei Krebs immer empfehlenswert. Resveratrol ist auch in beträchtlicher Menge im Rotwein enthalten. Dennoch lautet die Empfehlung täglich nicht mehr als 100 ml Rotwein zu trinken: schon ab täglich 200 ml Wein ist das Krebsrisiko deutlich erhöht.

Sport gegen Krebs

Viele Untersuchungen konnten zeigen, dass durch moderaten Ausdauersport das Immunsystem deutlich stärker wird. Somit kann der Körper Krebszellen besser selbst eliminieren. Das Risiko an Krebs zu erkranken ist dank Sport zwischen 20 und 30 % gesenkt. Auch bei einer Chemotherapie wirkt Sport: das Erschöpfungsgefühl ist deutlich geringer. Bei Brustkrebs wird heute ein leichtes Gewichtstraining empfohlen, damit sich nach der OP kein Körperwasser in den Armen staut.
Anmerkung: Neben dem Sport wirkt auch die gezielte Ernährung auf das Immunsystem. Wie Sie Ihr Immunsystem winterfest machen (und sich vor Krebs und Schweinegrippe schützen) habe ich in meinem kostenlosen E-Book vor einigen Wochen bereits beschrieben.

Gedankenkraft gegen Krebs

Unsere Körperzellen können an der Zellmembran und in den Chromosomen Schwingungen und Stimmungen aufnehmen. Wer in einem stressigen Umfeld lebt, sich ständig Sorgen macht, das halb volle Glas immer als halb leer bezeichnet, der entwickelt viel häufiger einen Krebs. Deshalb sollten Menschen besonders Krebspatienten immer hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, sich entstressen und sich möglichst keine Sorgen machen.

Hinweis für Krebsbetroffene: Dieser Beitrag kann ein persönliches Arztgespräch oder eine mögliche Behandlung nicht ersetzen und sollte als Ergänzung der Behandlung angesehen werden.

Nachtrag: Hier noch die

Literatur (anzeigen)

 

 

17 Kommentare

 

  1. 31. August 2016  09:33 erstellt von Elisabeth John Antworten

    Hallo
    Ich habe Brustkrebs und bekomme eine ziemlich starke Chemotherapie.
    Mir worden geraten Ingwar gegeben die Nebenwirkungen nehmen,
    Wie viel sollte mann ,um eine gute Wirkung zufrieden, einnehmen.

    • 31. August 2016  11:50 erstellt von Sergej

      Hallo Elisabeth,

      Ingwer kann auf die Chemotherapie Einfluss haben. Deshalb sollten Sie zwei Stunden vor und zwei Stunden nach der Therapie keinen Ingwer nehmen. Ansonsten beträgt die Dosierung ein bis zwei Teelöffel Ingwerpulver tägl. am Besten in einen Quark eingerührt. Was bei Krebs auch sehr gut ist, ist hochdosiertes Kurkuma. Hier wäre die Empfehlung 5,7 Gr. Curcumin tägl. um eine therapeutische Wirkung zu erreichen.

      Viele Grüße

      Sergej

  2. 26. November 2015  17:43 erstellt von Elfi Antworten

    Hatte sertoli leydig Zelltumor Typ 1 Grad 2-3 .Wäre Kurkuma für mich das richtige Mittel ´?

    • 30. November 2015  19:18 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Elfi,
      Kurkuma ist bei Krebs immer das richtige Gewürz. Um einen Zelltumor mit Kurkuma zu attackieren brauchen Sie jedoch eine große Menge. Diese liegt bei täglich ca. 4 bis 5 g Curcumin. Dies entspricht ca. 30-35 g Kurkumapulver. Diese Menge kann man natürlich nur in Form von Kurkuma-Extrakt zu sich nehmen. Gleichzeitig empfehle ich eine Kombination mit Tocotrienolen, da diese Wirkstoffe aus dem Palmöl auch eine hohe Anti-Tumorwirkung aufweisen. Diese hohe Menge von 4,5 g Curcumin sowie 72 mg Tocotrienole sind enthalten in 12 Kapseln Kurkuma-Extrakt+. Einfach bei allsani nachfragen - diese Spezialkapseln sind derzeit noch nicht auf der page. Bitte zusätzlich umsetzen: entzündungssenkende Ernährung, gutes Stressmanagement und langfristig einen Vitamin D-OH Spiegel von 80 ug/l erreichen.
      Alles Liebe und Gute - Dr. Wolfgang Feil

  3. 28. August 2015  22:12 erstellt von Monika Antworten

    Lieber Dr. Feil,
    habe eine Frage an Sie:
    Halten Sie es für richtig, dass Krebspatienten kein Fleisch und keine Wurst essen sollen? Mein Mann hat erfolgreich den Darmkrebs (Enddarm mit Stoma) besiegt. Ist aber noch sehr angeschlagen (Fatikesyndrom und Schwindel). Was kann man nur gegen die Synthome tun. Fleischlos ok?? Hier steht man ganz alleine. Wir essen viel Obst, Gemüse, Käse und keiner raucht und trinkt Alkohol. Wir wollen es doch schaffen ...gemeinsam. Danke für eine Nachricht.
    Liebe herzliche Grüße ausdem Schwarzwald sendet Ihnen Monika

    • 3. September 2015  12:18 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Monika,
      Fleisch sollte kein Problem sein. Allerdings sollte man bei Fleisch besonders auf die Qualität und die Herkunft achten. Am besten Fleisch vom Bio-Hof nebenan. Auch sollten Sie nicht mehr als 2x pro Woche Fleisch konsumieren. Dann darf es auch etwas teurer sein. Zusätzlich sollte Ihr Mann Kurkumakapseln einnehmen, die stark antientzündlich wirken, ebenso wie Vitamin K2- welches das Wachstum von Tumoren behindert. Ich empfehle Ihnen hier die Produkte der Firma Allsani (Ostin und Kurkumakapseln), welche ich selber entwickelt habe. Gruß Friederike Feil

  4. 17. Juli 2014  23:45 erstellt von Manfred Antworten

    Schade, dass nicht erwähnt wurde, dass die meisten Krebszellen sich von Glukose ernähren. Dreht man denen die Glukose ab, sprich ketogene Ernährung, gehen sie ein. Die gesunde Wirkung des Sports resultiert sehr viel aus der Verbrennung des Zuckers und folglich einer verbesserten Insulinwirkung. Ein italienischer Wissenschaftler kombiniert ketogene Ernährung mit Melatonin und Vitamin C Infusionen und sehr gute Resultate. Siehe hierzu auch die Öl Eiweiss Kost nach Johanna Budwig.

    • 18. Juli 2014  09:16 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Manfred,
      vielen Dank für die fundierten Beiträge.
      Herzliche Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

    • 18. Juli 2014  10:26 erstellt von Manfred Dörsch

      .. danke Peter!
      Eure Seite ist das Beste, was ich in 30 Jahren gesehen habe. Warum habe ich Euch nicht schon früher gefunden? Seit wann seit Ihr hier online?
      LG
      Manfred

    • 22. Juli 2014  11:09 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Manfred,
      frag mich bitte nicht so schwere Sachen :-)..., doch es sind schon einige Jahre.
      Viele liebe Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  5. 29. Januar 2013  23:31 erstellt von Dirk Engelbertz Antworten

    Hallo Dr. Wolfgang Feil, welche Ernährung ist ratsam wenn nach einer Brustkrebserkrankung, die mit Chemotherapie und Strahlentherapie behandelt wurde, viele Jahren später sich Metastasen in den Knochen ausbreiten?

    Danke und freundliche Grüße
    Dirk Engelbertz

    • 30. Januar 2013  10:55 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Dirk,
      Sie brauchen eine Ernährung, welche stoffwechselaktivierend und immunsystemstärkend ist. Nach diesen Kriterien ist die Ernährung in dem Buch: "Die Lauf-Diät: Das Kochbuch" aufgebaut. Dies kann ich Ihnen empfehlen.
      Liebe Grüße und alles Gute
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

    • 22. Juli 2014  11:30 erstellt von Manfred

      http://www.oel-eiweiss-kost.de/_erfahrungsberichte/krebs_menschen.htm

  6. 19. Oktober 2010  10:47 erstellt von Ingrid Saria Antworten

    Sehr geehrter Herr Dr. Feil,
    leider fehlt die oben angekündigte Marktübersicht über Produkte mit der Aminosäure Arginin - könnten Sie diese noch einfügen?
    Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen
    Ingrid Saria

    • 20. Oktober 2010  16:43 erstellt von Service

      Tabelle wurde eingefügt. Vielen Dank für den Hinweis.

  7. 12. November 2009  13:51 erstellt von Josef Nagel Antworten

    vollkommen richtig! Nur die Verzehrempfehlung von drei mal die Woche Seefisch halte ich wegen der Schwermetallbelastung der Seefische für problematisch.

    Gruß Josef

    • 15. November 2009  03:31 erstellt von Dr. Feil

      Hallo Josef,
      du hast Recht, die Empfehlung 3 x pro Woche Seefisch bei Krebs zu essen, birgt das Risiko mehr Schwermetalle aufzunehmen. Da ich bei der “Krebsdiät” viel schwefelhaltige Gemüse und Hülsenfrüchte (Brokkoli, Erbsen) empfehle (siehe oben), kann der Körper vermehrt Schwermetalle ausleiten. Eine Anreicherung im Körper wird dadurch verhindert.

      Ergänzung: die Ernährung sollte auch besonders reich an Obst, Koriander- samen und frischen Kräutern sein, damit evtl. Pflanzenschutzmittelrückstände vermehrt ausgeschieden werden können. Darüberhinaus nehmen wir dadurch weitere Hemmfaktoren gegen eine Krebsausbreitung auf.

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