Alzheimer betrifft inzwischen immer mehr Menschen. Die Krankheit, die zuerst mit Vergesslichkeit anfängt, führt über eine Orientierungslosigkeit in gewohnter Umgebung zu Persönlichkeitsverlust. Dadurch ist Alzheimer meist belastender für Angehörige als für den Betroffenen selbst. Mit der richtigen Strategie lassen sich Alzheimer-Erscheinungen allerdings stoppen und lindern.

Neue Studien zeigen, dass das Zusammenspiel von gezielter Ernährung, viel Bewegung und positiver Lebenseinstellung mit Geselligkeit, das Gehirn fördern, leistungsfähig und aktiv zu bleiben. So hat die Demenzerkrankung keine Chance mehr.

Die Alzheimer Ernährung

In der Alzheimer Ernährung sollten Sie besonderen Wert auf Polyphenole legen. Polyphenole sind Wirkstoffe, die besonders in Kurkuma, Grüntee, Ingwer und Rotwein enthalten sind. Diese wirken, genauso wie Stimmungen – direkt auf die Erbsubstanz. Gesundheitsfördernde Gene bleiben angeschaltet. Krankheiten breiten sich dadurch nicht aus. Ebenso reduzieren Polyphenole, durch ihre entzündungssenkende Kapazität, die sogenannten Beta-Amyloid-Plaques und unterstützen so den Aufbau einer guten Verbindungsstruktur im Gehirn.
Durch ihre entzündungssenkende Wirkung sind Pflanzenextrakte, Gewürze und Kräuter übrigens auch wirksam bei Rheuma, Arthrose, Diabetes, Thrombose, Krebs und erhöhten Blutfettwerten.

Alzheimer-Schutz selbst gemacht

Damit Sie vor Alzheimer bestens geschützt sind, empfehle ich Ihnen polyphenolhaltige Kräuter und Gewürze (z.B. in Form eines leckeren Mango-Kurkuma-Smoothies oder eines selbstgemachten Eistees mit Limette und Honig) sowie das abendliche Gläschen Rotwein in Ihren Alltag zu integrieren.

Mango-Kurkuma-Ingwer Smoothie mit frischer Limette:
– 1/2 Mango
– 1-2 cm frischen Ingwer
– 1 TL Kurkuma in 1 TL Leinöl aufgelöst
– 100ml Kokosmilch, 100ml Wasser
– 2 EL Limettensaft
– 1 EL Honig
– 1 EL Mandelmehl oder Molkeneiweißpulver
– Eiswürfel nach Bedarf
Zubereitung: Geben Sie alles in einen Mixer und lassen Sie den Smoothie für mindestens 3 Min. gut durchmixen.

Selbstgemachter Eistee mit Limette, Ingwer und Honig:
Brühen Sie 1L Grüntee zusätzlich mit frischen Minzblättern und frischen Ingwerscheibchen auf und lassen ihn abkühlen. Fügen Sie den Saft einer frischen Limette und nach Bedarf ein wenig Honig hinzu und rühren Sie das Getränk gut um. Fügen Sie nun noch Eiswürfel hinzu und genießen Sie ihren Eistee am besten eiskalt.

Bewegung, Geselligkeit und positive Lebenseinstellung

Bewegen Sie sich täglich (ein täglicher 30 minütiger Spaziergang reicht schon aus) und machen Sie 2x wöchentlich ein leichtes Krafttraining, treffen Sie sich mit Bekannten und versuchen Sie aus jeder Lebenslage das Beste zu machen. Dann wird Ihr Gehirn nicht durchgestresst und Sie sind vor Alzheimer geschützt.

Wenn Sie diese Tipps bei und gegen Alzheimer-Demenz beherzigen, steht Ihnen ein Leben mit viel Freude und Leichtigkeit bevor – Ihr Dr. Wolfgang Feil

Literatur/ Studien (klicken um anzuzeigen):

 

 

11 Kommentare

 

  1. 27. Januar 2015  11:17 erstellt von Heike Antworten

    Sehr geehrter Herr Dr. Feil,

    mein Vater, 81 Jahre alt, scheint zunehmend vergesslich zu werden, v.a. aber sitzt er bei Gesprächen teilnahms- und interesselos am Tisch. Wenn man ihn anspricht, dann unterhält er sich aber meistens zieht er sich in sich zurück. Ist das der Beginn einer Demenzerkrankung oder hat das was mit Altersdepression zu tun? Oder beides?
    Was können wir unterstützend tun neben Gedächtnistraining? Grüntee, Ingwer und Kurkuma auf den täglichen Speiseplan bringen?

    • 29. Januar 2015  13:03 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Heike,
      richten Sie die gesamte Ernährung Ihres Vaters nach der Dr. Feil Strategie aus (keinen Weizen, viel Salat, Gemüse, Kräuter, Grüntee, Gewürze wie Ingwer, Kurkuma, etc. - siehe auch Dr. Feil Ernährungspyramide). Um die Situation Ihres Vaters genau einzuschätzen, ist es wichtig, dass Sie seinen Hausarzt oder einen Facharzt aufsuchen.
      Herzliche Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  2. 3. Januar 2014  16:38 erstellt von J. Herbst Antworten

    Hallo Herr Feil.



    1. Wie sieht es aus mit Gedächtnisübungen - so wie Vera Birkenbihl empfiehlt - um Alzheimer zu verhindern? Siehe youtube Video mit Frau Birkenbihl?

    http://www.youtube.com/watch?v=HCRx4V2_tnw

    2. Helfen entzündungshemmende Mittel auch bei begonnener Alzheimer-Krankheit oder Demenz?

    Freundliche Grüße,

    Johannes Herbst?

    • 7. Januar 2014  12:03 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Johannes,
      1. "Gehirngymnastik"/Gedächtnisübungen sind sehr wichtig und kann ich nur empfehlen - je spielerischer Sie es machen (wie z.Bsp. nach Vera Birkenbihl) umso besser. Sie helfen, ebenso wie Bewegung/Muskeltraining, unser Gehirn jung und gesund zu halten.
      2. Ja, auch bei bereits begonnener Alzheimer/Demenz ist eine entzündungssenkende Ernährung förderlich.
      Liebe Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  3. 16. Oktober 2013  20:14 erstellt von Dr. H.J. Mensing Antworten

    Es gibt zwei beeinflußbare Demenz-Ursachen, die praktisch ignoriert werden:
    1. Eisen im ZNS (---> freie Radikale ---> Neurodegeneration): wird das Eisen ferngehalten oder reduziert (Crapper McLachlan et al., LANCET 1991), wird die Alzheimer signifikant gebremst. Allgemeine Informationen über Eisen und Krankheit(srisiken): 3 Bücher von Randall B. Laufer 1991, 92, 93 (war damals Assist.Prof. an der Harvard-Uni) auf Englisch, teils per Fernleihe in D zu erreichen, gebraucht praktisch nur in den USA angeboten.

    2. Chronische ZNS-Infektionen, an 1. Stelle die Neuroborreliose (die auf das gut verträgliche Doxycyclin anspricht): Judith Miklossy (Lausanne...) in zahlreichen Artikeln der letzten Jahre. (Auch Dr. A.B. Macdonald, der mir allerdings einen etwas "überdrehten" Eindruck macht; die Arbeiten sind etwa über PubMed zu finden, J. Miklossy hat auch eine Homepage - auf Englisch.)

    Wer gesund ist, kann durch Blutspenden seine Eisenspeicher senken / niedrig halten und ist damit vor den meisten Alters-Krankheitsrisiken geschützt (siehe die Lauffer-Bücher, aber auch neuere englischsprachige Literatur, etwa von Eugene Weinberg, Jerome Sullivan, Francesco S. Facchini, Leo Zacharski...)

    Gegen die Neuroborreliose (die bisher oft nicht heilbar ist) muß nach meiner Erfahrung nicht dauernd Doxy eingenommen werden, sondern es reicht (einem Vorschlag der Münchner Mikrobiologin Prof. Vera Preac-Mursic folgend) eine "Puls-Therapie". Die Borrelien vermehren sich so langsam, daß die Intervalle (je nach Aktivität des Immunsystems) mehrere Wochen betragen können.
    Um das Doxy ins ZNS zu bekommen, verwende ich eine kurze Einnahme über jeweils 2 Tage: initial "loading dose", dann je nach Gewicht 100 mg im Abstand von ca. 8 oder 12 Stunden (pro "Puls" zusammen 800 oder 500 mg). Nennenswerte unerwünschte Wirkungen sind praktisch nicht zu erwarten, Resistenzentwicklung spielt nach meiner Kenntnis keine Rolle, Schema kann über viele Jahre beibehalten werden.

    • 16. Oktober 2013  20:22 erstellt von Dr. H.J. Mensing

      Korrektur: im 1. Absatz muß es AlzheimerPROGRESSION heißen.

  4. 24. Oktober 2010  14:46 erstellt von verwunderter Leser Antworten

    Nun - die zitierten Studien sind zum Teil interessant und könnten eine Basis für künftige Forschungsbemühungen darstellen. ABER: Als "promovierter Biologe" sollten Sie wissen, dass "Polyphenole" eine ausserordentlich heterogene Stoffgruppe sind und VIELE Vertreter dieser Stoffgruppe geradezu SCHÄDLICH (toxisch, teratogen, cancerogen) wirken !!! In einem Beitrag, der sich sichtlich an Laien richtet, wecken Sie durch die pauschale Verwendung des Wortes "Polyphenole", verbunden mit verniedlichenden Aussagen wie "Krankheiten breiten sich dadurch nicht aus" Hoffnung, die sich in den allermeisten Fällen gar nicht bestätigen kann. In Kenntnis solcher Zusammenhänge ist es dann mehr als grotesk, wenn so jemand auf die "böse Pharma-Lobby" schimpft, die es mit der Wahrheit auch nicht immer ganz genau nimmt, indem Studienergebnisse selektiv publiziert werden.

    • 25. Oktober 2010  16:20 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      Sehr geehrter Leser, sehr geehrte Leserin,
      Sie haben Recht, wenn Sie schreiben, dass Polyphenole ein Sammelbegriff ist. Die gemeinsame Klammer der Alzheimerschutzstoffe aus Kurkuma, Grüntee, Ingwer und Rotwein ist der Phenolring. Statt zu schreiben: "In der Alzheimer Ernährung sollten Sie besonderen Wert auf Polyphenole legen. Polyphenole sind Wirkstoffe, die besondes in Kurkuma, Grüntee, Ingwer und Rotwein enthalten sind." Wäre wissenschaftlich korrekter: "In der Alzheimer Ernährung sollten Sie besonders auf die Polphenole aus Kurkuma, Grüntee, Ingwer und Rotwein achten".
      Anhand der Studien ist ersichtlich, dass Kurkuma, Grüntee, Ingwer, Rotwein, Bewegung und positive Lebenseinstellungen bei einer Alzheimer- therapie nicht fehlen dürfen. Viele Grüße - Dr. Wolfgang Feil

    • 26. Oktober 2010  15:15 erstellt von verwunderter Leser

      Sehr geehrter Herr Dr. Feil, vielen Dank für die freundliche Antwort, die ich in dieser Form nahezu uneingeschränkt unterschreiben möchte :-) Dass ich so kritisch auf Formulierungen achte, hat schlichtweg den Hintergrund, dass ich häufig mit Betroffenen zu tun habe, die sich (verständlicherweise) an jeden Strohhalm klammern und dadurch sehr anfällig für Versprechungen jeglicher Art sind. Häufig werden diesen Menschen dann maßlos überteuerte Nahrungsergänzungsmittelchen mit letztlich nicht erfüllbaren Wirkungsversprechen angedreht.
      Wichtig erscheint mir, dass auf dem Weg "Polyphenole" (unter anderem aus den genannten Pflanzen) seriös weitergeforscht wird ! Freundliche Grüsse

  5. 20. Oktober 2010  19:25 erstellt von Ahmed Hüsam Antworten

    Sehr geehrter Dr. Feil, zu diesem Artikel habe ich 2 Fragen:
    1. mir ist aus der persönlichen Arbeit mit an Alzheimer-Demenz Erkrankten weder eine medikamentöse noch eine sonstwie geartete krankengymnastische, sportliche, nutritive oder physiotherapeutische Therapieform bekannt, die die Erscheinungen dieser Erkrankung stoppen könnte, mit den mir bekannten, heute benutzten und anerkannten Methoden läßt sie sich leider höchstens in ihrem Verlauf verlangsamen. Auf welche Untersuchung stützt sich ihre Behauptung, es gäbe eine Strategie, mit der die Erscheinungen zu stoppen wären? Ich möchte bezüglich des Stoppens gerne dazulernen, vielleicht sind Ihnen ja Erkenntnisse bekannt, die an mir vorbeigelaufen sind.
    2. Wieso versteigen sie sich als Naturwissenschaftler, noch dazu promoviert, zu der Aussage, die Erkrankung habe "keine Chance" (= sie wird nicht mehr auftreten), wenn nur gezielte Ernährung, Sport u.ä. zur Förderung der Hirnleistung zusammenspielen? Die von Ihnen angedeuteten Studien sind mir bekannt, allein den Schluß daraus zu ziehen, man müsse bei der genannten Konstellation nie mehr ("keine Chance") mit dem Auftreten der Erkrankung rechnen, verbietet zumindest mir die wissenschaftliche Redlichkeit. Ich würde mich allerdings freuen, wenn sie Ihre Aussagen begründen könnten und somit die Therapie der Erkrankung auf einen Schlag revolutionieren helfen würden. Für das Erfinden einer 100%-igen Primärprävention könnten Sie sich sicherlich in eine Reihe mit Jenner, Pasteur und Koch stellen.

    • 21. Oktober 2010  12:01 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      Sehr geehrter Herr Hüsam,
      vielen Dank für Ihren kritischen Kommentar. Wenn Sie an das Ende des Blog-Beitrages gehen, dann können Sie sämtliche aktuelle Literatur zu diesem Thema sehen. Sie sehen, dass sehr viel neue Studien aus dem Jahre 2010 dazugekommen sind, die ganz neue Wege aufzeigen. In diesen Studien finden Sie den Nachweis, wie sich eine Alzheimer-Erkrankung zurückbilden kann. Sie haben Recht, dass die derzeitige Alzheimer-Behandlung diese neuen Strategien in der Regel nicht integrieren. Ich hoffe, dass ich mit diesem Blog einen Beitrag zur Erweiterung der derzeitigen Behandlungsstrategien leisten konnte. Ich würde mich freuen, wenn Sie diese neuen Erkenntnisse weiterleiten würden.

      Viele Grüße – Dr. Wolfgang Feil

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