Schokolade galt viele Jahre als Dickmacher. Heute sehen wir die Schokolade als wichtigen Wirkstofflieferant für die Gesundheit an. Zu unterscheiden gilt allerdings zwischen Milchschokolade und dunkler Schokolade. Nur bei der dunklen Schokolade (Kakao-Anteil über 70 %) finden sich genügend Wirkstoffe für Ihre Gesundheit. Bei der Milchschokolade überwiegt der Zucker und der Wirkstoffgehalt aus dem Kakao ist zu gering.

Warum ist Schokolade so verlockend?

Der Rohstoff der Schokolade, Kakao enthält mit Salsolinol einen Nährstoff der dieselbe Wirkung auf unser Gehirn hat wie ein Anti-Depressiva. D.h. durch das Konsumieren von Kakao wird vermehrt Dopamin ausgeschüttet. Dopamin beeinflusst unsere Wahrnehmung, so dass wir das Leben ein bisschen mehr durch „ die rosarote Brille“ sehen und für alltägliche Dinge mehr Freude und Vergnügen aufbringen können. Wenn wir nicht genug Dopamin haben, erscheint uns alles anstrengender und wir sind leichter gestresst. Zusätzlich regen die Kakaonährstoffe Theobromin, Tyramin und Koffein unsere Lust auf Schokolade an.

Schokolade gut gegen Stress

Dass Schokolade bei Stress hilft, ist ein offenes Geheimnis. Kakao bewirkt im Körper eine erhöhte Dopaminausschüttung, was gleichzeitig zu einer inneren Zufriedenheit führt. Wir fühlen uns gut und weniger gestresst. Daher empfehlen wir am Arbeitsplatz immer ein Stück dunkle Schokolade zu haben und diese bei Stresssituationen auf der Zunge zergehen zu lassen. Je dunkler die Schokolade, desto mehr Wirkstoffe enthält Sie. Wir empfehlen daher mit einer 70%igen Schokolade zu beginnen und sich langsam an die 85%ige ran zu tasten. Sie werden sehen am Schluss ist Ihnen die 70%ige zu süß.

Mit dunkler Schokolade gegen Volkskrankheiten

Dunkle Schokolade, bzw. Kakao hilft auch bei Volkskrankheiten, wie Bluthochdruck, Cholesterin, Thrombosen und Herzbeschwerden. Dunkle Schokolade senkt außerdem Entzündungen und stärkt das Immunsystem. Verantwortlich dafür sind die sogenannten Antioxidantien, die zahlreich im Kakao bzw. in dunkler Schokolade vorkommen. In der Studie mit der dunklen Schokolade reduzierte sich so der Bluthochdruck nach nur einer Woche deutlich. In dieser Zeit wurden über die dunkle Schokolade täglich 88mg Antioxidantien aufgenommen, was einer Tafel täglich entsprach. Auf die Dauer ist dies natürlich zu kalorienreich. In einer weiteren aktuellen Studie zeigte sich nach 8 Wochen eine Verbesserung der schützenden HDL-Cholesterinwerte durch täglich 45 g dunkle Schokolade.

Eine gute Alternative zur dunklen Schokolade ist meine Gewürzkakao-Empfehlung: Dieser enthält neben den Antioxidantien aus dem Kakao auch noch weitere Antioxidantien aus den Gewürzen und ist dadurch der reinen dunklen Schokolade noch überlegen.

Tipp: Bei Bluthochdruck, schlechten Triglycerid- und Cholesterinwerten sollte in den Gewürzkakao zusätzlich 1 TL Speiseleinöl gegeben werden. Dies verbessert die Wirkung.

Rezeptur Gewürzkakao nach Dr. Feil

Eine Tasse Milch erhitzen. 4 gehäufte TL Kakaopulver sowie 2 TL Honig einrühren. Je nach Geschmack mit Gewürzen und Antioxidantien verfeinern – schon fertig. Zimt, Ingwer, Kurkuma, Pfeffer, Chili passen otpimal zu einer heißen Schokolade und sollten großzügig verwendet werden.

Schokolade hilft auch bei Übergewicht

Als „heimlicher Dickmacher verschrien“ hilft Schokolade selbst bei Übergewicht. Dies gilt allerdings nur für dunkle Schokolade. Kakao verbessert nämlich auch die Insulinwirksamkeit, indem er die Insulinresistenz, die bei Übergewicht häufig auftritt, aufhebt.
Wer also täglich eine halbe Tafel dunkle Schokolade aus therapeutischen Gründen zur Gewichtsreduktion essen will, der sollte diese 300 kcal durch deutlich weniger kohlenhydrathaltige Beilagen (Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis) besonders am Abend einsparen. Wenn der tägliche Gewürzkakao Dr. Feil zum Einsatz kommt, sollten täglich ca. 150 kcal über Kohlenhydrate eingespart werden. Dies entspricht 3 Scheiben Vollkornbrot oder ca. 50 g Nudeln.

Das Potential der Schokolade nutzen und verstärken

Wie bei der Schokoladen Therapie bei Bluthochdruck gesehen, reichen 1-2 Rippchen Schokolade nicht aus. Wir brauchen also täglich eine größere Menge an wertvollen Kakaobestandteilen und sollten dieses mehr an Kalorien bei den Kohlenhydraten einsparen.

    Tipp 1: So machen Sie mehr aus Ihrer Schokolade
    Die Schokoladenwirkstoffe bleiben länger im Körper wirksam, wenn gleichzeitig Pfeffer und etwas Kurkuma eingerührt werden. Beide Gewürze hemmen die sogenannten P450 Enzyme in der Leber, wodurch die Kakao- Wirkstoffe langsamer abgebaut werden. In meinem neuen Kochbuch zur Lauf-Diät (erscheint Mitte Januar) habe ich deshalb viele leckere Kakao-Nachtische mit Pfeffer und teilweise mit Kurkuma kombiniert.

    Tipp 2: Bei Kakao sollte es immer BIO sein
    Kakao zählt zu den Lebensmitteln, die am stärksten gespritzt werden. Da beim handelsüblichen Kakao-Anbau auch heute noch Kinder versklavt werden (siehe meinen ARD Beitrag) und Kakao zu den Lebensmitteln zählt, die am stärksten gespritzt werden, empfehle ich Ihnen Ihr Kakao-Pulver und Ihre dunkle Schokolade aus dem Bioladen zu besorgen.

Sie sehen, auch ein Lebensmittel wie die Schokolade ist gesund, wenn Sie auf genügend Kakaobestandteile achten. Sie sollten also bei Ihrem Schokoladengenuss keinerlei Reuegedanken mehr haben (ich gehe jetzt einmal aus, dass Sie auf die 70 %ige setzen), sondern sich über die Portion Glück und Gesundheit schon vor dem Verzehr freuen. Dadurch verstärken Sie sogar nochmals die Wirkung der Schokolade.

Ich wünsche Ihnen alles Liebe und Gute – Ihr Dr. Wolfgang Feil
PS: Wenn wir uns mal sehen, freue ich mich über eine Tasse heiße Schokolade mit Pfeffer.

Nachtrag: 1 Rippchen dunkle Schokolade wirkt doch. Ich habe inzwischen noch eine Studie gefunden, die tatsächlich zeigt, dass es nicht immer so große tägliche Mengen an dunkler Schokolade bedarf: schon eine tägliche Zufuhr von 6,3 g (1 Rippchen) führte langfristig genommen (Studiendauer: 18 Wochen) zu einem geringeren Blutdruck. Längerfristig angestiegen war dabei der S-Nitrosoglutathion-Wert, der gefäßerweiternd wirkt.

 

33 Kommentare

 

  1. 9. April 2013  17:19 erstellt von Gingerfred Antworten

    Liebes Forschungsteam,
    klar kann ich der Versuchung von Schokolade auch nicht widerstehen und finde daher schon Gefallen an der täglichen Einnahme von dunkler Schokolade, auch gerade weil ich, wie von Ihnen beschrieben, um deren positive Eigenschaften weiß.
    Ich versuche aber auf der anderen Seite so gut es geht zucker zu vermeiden und habe diesen so gut es möglich ist, aus meiner ernährung verbannt.
    Sie raten ja auch ähnliches in einigen Ihrer Artikel wo Zucker zum gespräch kommt.
    Meine Frage; Wie steht es denn eigentlich mit dem Zuckeranteil bei 85% Schokolade? Auf der Verpackung findet man z.B. nur die Angabe "Rohzucker". Kann man diesen bedenkenlos viel essen weil er nicht raffiniert wurde, oder sollte man nicht doch lieber die Schokolade streichen um den Zucker zu meiden?
    Vielen Dank im voraus und viele Grüße,
    Gingerfred

    1. 12. April 2013  09:17 erstellt von Feil Friederike Antworten

      Hallo Gingerfred,
      bei einer 85% igen Schokolade, würden Sie genau 15g Zucker zu sich nehmen, wenn sie die gesamte Schokoladentafel auf einmal essen. Wer zwei Äpfel isst, hat hier schon mehr Zucker zu sich genommen.
      Diese Mengen sind also unbedenklich, zumal die meisten Menschen auch keine ganze Tafel essen.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

  2. 11. März 2013  12:43 erstellt von Christine Aigner Antworten

    Guten Tag Herr Dr. Feil,

    ich bin soeben auf Ihre hochinteressante Webseite gestoßen und habe mich sogleich zum Newsletter angemeldet. Ich möchte gerne meinen Cholesterinspiegel senken (283) und war ganz begeistert über das Rezept für den Gewürzkakao. Nachdem ich an Arthrosen leide, sollte ich doch wenig Milch zu mir nehmen und frage daher, ob Sojamilch auch möglich wäre (Hafer- und Reismilch mag ich nicht so sehr).
    Vielen Dank im voraus und liebe Grüße
    Christine

    1. 12. März 2013  12:24 erstellt von Peter Munsonius Antworten

      Hallo Christine,
      es freut uns, dass wir Ihr Interesse wecken. Sojamilch empfehlen wir nicht mehr (siehe Blogbeitrag "Tofu und Soja neu bewertet" - http://www.dr-feil.com/allgemein/tofu-und-soja-neu-bewertet.html).
      Sie können für den Gewürkakao ganz einfach Wasser nehmen, oder Sie machen ihn mit Rohmilch, da spricht von unserer Seite, auch bei Arthrose, nichts dagagen.
      Herzliche Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  3. 10. März 2013  22:34 erstellt von Rüdiger Antworten

    Sehr geehrtes Dr. Feil Team,

    da die Aluminiumaufnahme durch Nahrungsmittel immer wieder als Urache für verschiedenste Krankheiten diskutiert wird, habe ich versucht, im Netz etwas über den Aluminiumgehalt in Schokoladen zu finden. Bislang leider vergeblich.

    Ich bevorzuge Schokolade mit einem sehr hohen Kakaogehalt ( 85%) und würde auch mal gerne Ihr Rezept für den Gewürzkakao ausprobieren, aber Kakao ist ja eines der Lebensmittel, welches tendenziell eher stärker belastet ist.

    Wie ist Ihre Meinung dazu?
    Gibt es Unterschiede im Aluminiumgehalt zwischen Sorten oder Marken, oder sollte man vielleicht auf die regionale Herkunft des Kakaos oder der Schokolade achten?
    Kann man die Aufnahme des Aluminiums durch die Art des Verzehrs beeinfussen?

    Vielen Dank für Ihre Antwort vorab und beste Grüße
    Rüdiger

    1. 14. März 2013  10:22 erstellt von Feil Friederike Antworten

      Hallo Rüdiger, leider sind uns keine Daten bekannt über den Aluminiumgehalt in Schokolade. Wir empfehlen immer Fairtrade und Bio-Qualität, da diese Schokoladen meist weniger gespritzt werden und daher weniger Schadstoffe enthalten.
      Generell sollten Sie einfach auf einen hohen Anteil an Gemüse in der Ernährung achten, besonders Zwiebel und Knoblauch. Die Pflanzenstoffe helfen der Entgiftung. Dann sollte das Aluminium nicht zum Problem werden, falls es in der Schokolade sein sollte.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

  4. 30. Januar 2013  22:54 erstellt von Rainer Heinz Antworten

    Hallo Herr Doktor Feil und sein Team,

    ich bin durch ein Vereinskollege auf Sie Aufmerksam geworden. Ich bin Radsportler und fahre überwiegend Marathons wie den Ötzi z.B. und da ist es für mich wichtig die Richtige Ernährung zu finden. Ich bin im letzten Jahr auf das Paläo Prinzip Aufmerksam geworden und habe das Buch von Herrn Joe Friel und Loren Cordain gelesen. Sie selbst beziehen sich auch auf dieses Buch aber ihre Form der Ernährung steht ja in einigen Bereichen in einem kompletten Gegensatz zum dem was dort empfohlen wird.
    Milch wird dort zum Beispiel verteufelt, genauso Weizenprodukte und sämtliche Industriell hergestellten Lebensmittel, nur um mal ein Paar zu nennen!
    Ich selber kann aber auf Milch nicht verzichten und dachte immer, je weniger Fett die Milch hat, desto besser! So habe ich mit mein Proteinshake immer mit 0,3% Milch gemacht und mein Kaffee immer mit 1,5%. Auch auf mein Morgendliches Müsli kann ich nicht verzichten, nehme da immer das Früchte Müsli von Seitenbacher, dieses verändere ich nach ihren Empfehlungen mit Groben und Feinem Hafer, Wallnüssen und Sultaninen. Dieses mache ich dann immer mit ihrem Gewürzquark das ich ein wenig mit Frischer Landmilch 3,8% Strecke. Seid ihrem Fett Report nehme ich nur noch diese Milch zu mir, auch mein Proteinshake. Erst seid ihnen weiß ich wieder wie Milch schmecken kann, danke dafür.
    Ich habe Gestern aber eine Internet Seite über Rohkost gefunden in der ausdrücklich davon abgeraten wird den Kakao mit Kuhmilch zu mischen, statt dessen solle man Mandelmilch nehmen. Des weiteren wird vom Täglichen verzehr abgeraten. Dieses sind Dinge dich mich doch sehr verwirren und ich denke da bin ich nicht alleine.
    http://rohspirit.de/rohkost_heilsaft/gesunder-kakao/
    Worauf ich hinaus möchtest, ich nehme zum Beispiel immer den Krüger Kakao den man bei den Backwaren findet, ist dieser "Unbedenklich"? Ich bin Familienvater und nicht Vermögend und für mich heisst es leider, Gesund ernähren aber mit abstriche! Beim Paläo Prinzip wird empfohlen nur Wild oder Bio Fleisch zu essen, auch von ihnen. Dieses ist für mich leider Utopisch, zumal Wild nicht so mein Fall ist. Ich kaufe mir wenn 1Kg Pute und grille dieses um es dann unter der Woche mit einem Salat zu essen.Gibt es Alternativen? Ich liebe Fisch und esse viel Thunfisch aus Dosen oder Hering da er von ihnen empfohlen wird, aber auch da immer die Dosen und Supermarkt Versionen. Alleine die ganzen Kräuter und Gewürze, sowie der Salat für die ganze Woche, dazu noch das ganze Obst und die Direkt Säfte wie Apfel, Grapefruit oder Ananas, reissen ein Riesen Loch in mein Budget. Beim Sport benutze ich dann meistens die Ware von High5 zum trinken, da dies bis jetzt der einzige Hersteller war der mit Proteinen mir bekannt war und mir auch schmeckt.Nach dem Training benutze ich dann immer Weider Protein 80 Plus. Kann ich mir das sparen und durch ihren Quark ersetzen? Ich mache auch Maximalkraft Training zur Zeit und da dachte ich das diese Shakes Hilfreich sind, aber auch sehr Teuer!
    Auch weiß ich nicht was ich was wann essen soll, habe wohl zu viele Bücher gelesen was das angeht. Sie sagen, nach dem Training keine Kohlenhydrate und Joe Friel sagte, alles über 90 min Training muss sofort mit Proteinen und Kohlenhydraten aufgefüllt werden wegen des Open Window Prinzips. Damit bin ich bisher auch sehr gut gefahren aber mich überkommen dann aber in Regelmäßigen abständen Regelrechte Fressatacken wo ich mehr esse als ich überhaupt kann, dieses ist Wörtlich zu nehmen! So kommt es vor das ich in einer Woche Gewichts Schwankungen von mehreren Kilos habe. Ich kann dann einfach nicht aufhören zu essen, es ist dann wie eine Sucht. Ernähre ich mich trotz allem zu Einseitig oder Eintönig? Ist das ein Mangel? Wie kann man dieses in den Griff bekommen? Ich habe es geschafft 40 Kilo in 3 Jahren abzunehmen aber das bekomme ich nicht in den Griff.

    Danke für ihre Antwort im voraus!

    1. 4. Februar 2013  15:37 erstellt von Feil Friederike Antworten

      Hallo Herr Heinz,
      wir sind in einigen Punkten gleicher Meinung wie Herr Cordain. Wir empfehlen die Reduzierung von Getreide. Allerdings sind wir der Meinung, dass Getreide in Moderation und nicht in Massen nicht zu Problemen führt. Weizen sollte allerdings gemieden werden und kranke Leute sollten Getreide vorerst ganz meiden. Bei Milch sind wir etwas anderer Meinung. Aber wir empfehlen vorwiegend Rohmilch, die noch alle Enzyme und gesundheitförderlichen Bakterien enthält. Besser verträglich für den Magen sind gesäuerte Milchprodukte, die man selber herstellt (joghurt, quark). Fertigessen empfehlen wir ebenfalls absolut zu meiden.
      Nach sehr intensiven Einheiten oder auch Krafteinheiten empfehlen wir ein Molkeneiweiß-Präparat mit mindestens 3g Leuzin. das unterstützt die strukturelle Erholung. Bei Einheiten über 90 Minuten, besonders Ausdauereinheiten bedarf es Zink, Selen, Magnesium und einer Kombination von Kohlenhydraten und Eiweiß (z.B. ultra Refresher der Firma ultra Sports). Wenn Sie öfters Fressattacken haben, dann ist dies ein indikator, dass der Fettstoffwechsel noch nicht optimal eingestellt ist. Ich würde Stück für Stück die Kohlenhydratportionen reduzieren und dafür auf hochwertige Fettquellen setzen.
      Auch Molkeneiweiß (z.B. Level X, ultra Sports) hilft gegen Heißhunger-Attacken.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

  5. 17. Januar 2013  00:07 erstellt von Birgit Antworten

    Hallo Zusammen,
    dankeschön für die Antwort! Dass der schwach entölte Kakao besser ist, dachte ich mir schon. Etwas erstaunt bin ich über die Aussage Milch würde die Eisenaufnahme nicht stören. Jahrelang bin ich davon ausgegangen, dass das so ist. Ich nehme kurmäßig Kräuterblut ein, was ich für sehr gut halte, und meine auf dem Beipackzettel würde auch der Hinweis mit der Milch stehen. Meine Ärztin ist dazu übergegangen mir Ferrlecit intravenös zu verabreichen, weil ich mit ziemlicher Regelmäßigkeit auf Grund des Eisenmangels in die Knie gehe. Natürlich ist damit mein Grundproblem nicht gelöst, dass vermutlich weniger mit meiner Ernährung,



    vielmehr mit meiner starken Regelblutung zu tun hat. Da ich bald 52 Jahre jung bin, hoffe ich, das Problem hat sich bald erledigt :) Sorgen machen mir die plötzlichen Schmerzen in den Hand,-Fuß,-Beingelenken und Oberarmen- und Schenkel. Von was kann sowas kommen?
    Nochmals herzliche Grüße
    Birgit

    1. 17. Januar 2013  09:52 erstellt von Peter Munsonius Antworten

      Hallo Birgit,
      bei Eisenmangel haben wir sehr gute Erfolge mit Lactoferrin-Eisen-Kapseln erzielt. Lesen Sie hierzu bitte den Blogbeitrag "So bekämpfen Sie Eisenmangel im Sport" - http://www.dr-feil.com/medizin/eisenmangel-sport.html
      Schmerzen könne die verschiedensten Ursachen haben, über diesen Weg kann man keine Diagnose stellen. Am besten lassen Sie Ihr Blut untersuchen, denn es könnte z.Bsp. ein Infekt dahinter stecken.
      Liebe Grüße und alles Gute
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  6. 9. Januar 2013  02:16 erstellt von Birgit Antworten

    Guten Tag,
    ich bin über eine Freundin auf Sie gestoßen und habe, da ich seit einiger Zeit Probleme mit Gelenk-, Knochen-, Bindegewebsschmerzen (?) habe, angefangen den Gewürzkakao und die Chillis zu mir zu nehmen. Da ich sowohl Kakao, als auch scharf sehr mag, kommt mir das sehr entgegen. Mich würde interessieren welcher Kakao, stark oder schwach entölt besser
    ist? Meine Eisenspeicher ist oft im alleruntersten Bereich, deshalb trinke ich den Kakao mit Wasser. Ist es richtig, dass Milch die Eisenaufnahme stört? Oder könnte ich den Kakao auch mit Milch trinken. Was kann ich sonst noch tun um die Schmerzen loszuwerden und meinen Eisenhaushalt zuu pflegen.
    Vielen Dank für diese sehr wertvollen Informationen und schon mal für Ihre Antwort. Herzliche Grüße Birgit Lang

    1. 14. Januar 2013  15:03 erstellt von Peter Munsonius Antworten

      Hallo Birgit,
      Kakao muss nicht stark entölt sein. Es reicht, wenn er schwach entölt ist. Die Milch hemmt die Eisenaufnahme nicht. Am besten wäre Rohmilch, das enthält natürliches Lactoferrin und unterstützt sogar die Eisenaufnahme. Weitere Tips gegen den Eisenmangel finden Sie in dem Blogbeitrag: So bekämpfen Sie Eisenmangel im Sport (http://www.dr-feil.com/medizin/eisenmangel-sport.html).
      Gegen die Schmerzen kann ich Ihnen das Einreiben mit einem Chilibalsam (z.Bsp. Capsin - http://www.allsani.com/capsin.html) und eine generell entzündungssenkende Ernährung empfehlen. Infos hierfür und zu der gesamten Dr. Feil Arthrose-Strategie finden Sie unter http://www.allsani.com/krankheitsbild/arthrose/ .
      Alles Gute und herzliche Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  7. 8. August 2012  10:41 erstellt von Susi Antworten

    Sehr geehrter Herr Dr. Feil,
    ich bekomme abends nach dem Abendessen (ungefähr 2 Stunden danach) einen kleinen Heißhunger (oft auf Süßes oft aus Herzhaftes). Wieso bekommen ich diesen Heißhunger?
    Was kann ich in einem solchen Fall zu mir nehmen um den kleinen Heißhunger zu stillen?

    mit freundlichen Grüßen

    Susi

    1. 8. August 2012  14:06 erstellt von Peter Munsonius Antworten

      Hallo Susi,
      das kann verschieden Ursachen haben. So ein Heißhunger kann entstehen, wenn die Nährstoffe durch eine nicht intakte Darmflore nicht optimal resorbiert werden. - siehe Darmsanierung-Strategie (http://www.allsani.com/wohlbefinden/darmsanierung/)
      Oder dem Körper fehlt z.Bsp. Chrom, was auch oft zu Heißhunger-Attacken führt. - Essen Sie täglich 1 - 2 Handvoll Nüsse.
      In den Heißhungerattacken essen Sie Rippchen dunkler Schokolade mit mindesten 70 % Kakaoanteil.
      Alles Gute und beste Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  8. 15. Juli 2012  23:35 erstellt von orthomolmedler Antworten

    Guten Tag!

    Zunächst ein Kompliment für Ihre Website: sehr gelungen und die Inhalte teile ich größtenteils.
    Bei diesen Artikel zum Thema Schokolade und ihrer gesundheitlichen Bedeutung bzw. viel mehr jener des Kakaos muss ich aber leider einen unvollständig recherchierten Bericht anprangern.

    Insbesondere die in ihrem Artikel als positiv behaftet beschriebene Substanz "Salsonilol" ist absolut kritisch! Für den Laien nicht ersichtlich, schreiben sie hier von einer Wirkung, die "gleich sein soll wie die eines Antidepressiva". Man beachte hier den sprachlichen Fehler aus der Einzahl "ein" und dem Plural Antidepressiva.

    Zum einen ist diese Behauptung schlicht falsch, da Salsolinol zwar die Monoaminoxidase durchaus hemmt, aber bei der aufgenommenen Konzentration in weitaus geringerem Maße, wie die spezifische Medikamentengruppe mit der Sie den Vergleich ziehen wollen, nämlich den so genannten MAO-Hemmern wie Moclobemid.
    Ergänzend muss gesagt werden, dass dieses Antidepressivum eine verschwindend geringe Bedeutung von weniger als 10% aller verordneten Antidepressiva ausmacht.

    Viel gravierender als der hanebüchene Vergleich ist jedoch, dass es sich beim Salsolinol um eine nachgewiesenerweise hochgradig NEUROTOXISCHE Substanz handelt!
    (http://molpharm.aspetjournals.org/content/60/3/440.full)

    Die Substanz löst, insbesondere in Kombination mit Kupfer der im Kakao u.a. in großer Menge vorkommt, massiven Neurostress aus durch eine vermehrte Bildung von reaktiven Saurstoffspezies ROS und nachfolgender Induktion der Apoptose (programmierter Zelltod) von Neuronen, in Kombination mit Kupfer sogar von Nekrose.

    Hier also diese Substanz positiv bekleidet in einen Artikel zu verpacken und dem Laien das Gefühl zu geben, diese Substanz sei etwas Gutes, ist keinesfalls in Ordnung!

    1. 27. Juli 2012  17:16 erstellt von Feil Friederike Antworten

      Hallo!
      Sie haben Recht, dass der Inhaltsstoff Salsolinol im Artikel zu kurz thematisiert wurde. Salsolinol ist offensichtlich der Wirkstoff, der verantwortlich ist, dass man auf Schokolade süchtig werden kann. Nach der Melzig-Studie (2000) steht Sasolinol in Zusammenhang mit dem Gefühl der Belohnung. Allerdings sollte man Salsolinol in Schokolade nicht vergleichen mit einem hochwirksamen Medikament, das nur einen isolierten Mono-Wirkstoff hat. Die Schokolade hat hunderte von Wirkstoffen, die komplex gebunden sind und antioxidativ wirken, also reaktive Sauerstoffspezies abbauen: So erweitert nach unseren Messungen Schokolade als Ganzes die Herzratenvariabilität, was ein Beleg dafür ist, dass die Gesamtwirkstoffmischung in Schokolade stark stresssenkend wirkt.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

  9. 4. Januar 2012  20:26 erstellt von Sunny Sonnentag Antworten

    Guten Tag Herr Dr. Feil,

    ich habe mal in Sachen Schokolade resp. Kakaopulver recherchiert.
    Schokolade - auch die mit viel Aufwand gemacht wird, wird auf
    mindestens 70 Grad C. erhitzt (conchiert), die Kakao-Masse zum Teil auf 80-90 Grad. Wie können da die Vitalstoffe wirksam bleiben??

    Kann man dem durch den Verzehr von Kakao-Bohnen, bzw. Kakao-
    Nibs die angeblich mit max. 42 Grad bearbeitet wurden, begegnen?
    Oder wo ist da der Pferdefuß?

    freundliche Grüße
    Sonnentag

    1. 5. Januar 2012  14:10 erstellt von Dr. Wolfgang Feil Antworten

      Sekundäre Pflanzenstoffe sind sehr hitzestabil. Bei 70-80 Grad Conchier-Temperatur gehen sekundäre Pflanzenstoffe kaum kaputt. Nur wenn z.B. Gemüse im Wasserbad gekocht wird gehen die sekundären Pflanzenstoffe ins Kochwasser. Wenn dann das Kochwasser weggeleert wird, gibt es einen großen Verlust. Beim Conchieren wird nichts weggeleert, deshalb gibt es hier kaum Verlust an Kakaowirkstoffen.

      Viele Grüße - Dr. Wolfgang Feil

  10. 30. August 2011  00:17 erstellt von Lance Antworten

    Hallo Herr Dr. Feil,

    bei einem Ihrer Vorträge hatte ich Sie bezüglich der schlechten Eigenschaften von Milch angesprochen. Jetzt habe ich den Artikel dazu gefunden und würde mich freuen, ihre Meinung dazu zuhören:

    "Auch nur wenige Menschen wissen, daß Osteoporose nur in Ländern mit Milchverzehr
    auftritt, weil Milchprodukte dem Körper bei der Verdauung wichtige Mineralien
    entziehen"
    (http://peter-weck.de/Basisch_baden_Hintergrund.pdf)

    Sportliche Grüße

    ...Kontaktfenster hat nicht funktioniert!

    1. 12. September 2011  08:14 erstellt von Peter Munsonius Antworten

      Hallo Astrid,
      aus einer Korrelation "daß Osteoporose nur in Ländern mit Milchverzehr auftritt" kann man nicht folgern, dass das Calcium in der Milch nicht aufgenommen wird. Sondern hier spielen andere Faktoren eine große Rolle wie z.B. Bewegungsarmut und Abbau von Muskulatur.
      Obwohl in Milchprodukten ein hoher Phosphorgehalt ist und damit ein Gegenspieler für die Calciumaufnahme da ist, wird ein Teil des Calciums aufgenommen, so daß Milchprodukte zu den Calciumspendern gehören. Es ist bislang nicht untersucht worden, ob Nüsse oder Brokkoli tatsächlich bessere Calciumquellen aufgrund der besseren Resorption darstellen, was durchaus möglich ist.

      Liebe Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  11. 11. August 2011  13:16 erstellt von Rena Roggelli Antworten

    Hallo Peter,

    vielen Dank für die nette Antwort!
    Ich dachte mir schon so etwas ähnliches!

    Herzliche Grüße
    Rena

  12. 8. August 2011  12:49 erstellt von Rena Roggelli Antworten

    Hallo Herr Dr. Feil,

    vielen Dank für Ihre freundliche und umfassende Antwort, das hilft mir jetzt sehr!
    Jetzt habe ich aber gleich nochmal eine Frage:

    -Kann ein Zuviel an Gewürzen, vor allem Zimt, auch mal Nebenwirkungen wie Magenprobleme und Fieberschübe bewirken?

    -Anfang letzter Woche habe ich einige Tage, -täglich Gewürzjoghurt und Gewürzkakao, zu mir genommen, darüberhinaus mein morgendliches Avocadomus mit allen Gewürzen gemischt (schmeckt übrigens super mit etwas Zitrone und Apfel) und mein warmes Essen ebenfalls mit allen Gewürzen versehen,auch Leinöl immer dabei.
    Ich glaube, das war zuviel des Guten!
    Und nötig hatte ich es eigentlich auch nicht, da ich zu der Zeit kaum Schmerzen hatte.

    -Vor ein paar Tagen hatte ich dann Nachts regelrechte Fieberschübe, abwechselnd mit Frösteln, dazu kam ein Druck im Magen und mir war auch nicht gut und ich hatte keinerlei Lust auf Essen, ich fühlte mich krank. Es ist jetzt etwas besser, aber der Magen macht mir immer noch Probleme.
    Kann es sein, dass dies von der Überdosierung der Gewürze
    kam, oder ist es nur Zufall, dass ich einfach auch so krank geworden wäre?

    -Es wäre sehr nett, wenn Sie mir darauf nochmal antworten könnten.
    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Rena

    1. 9. August 2011  08:24 erstellt von Peter Munsonius Antworten

      Hallo Rena,
      ...manchmal ist weniger mehr.. geben Sie Ihrem Körper/Darm Zeit, dass er sich an die Ernährungsumstellung gewöhnen kann. Da kann es schon vorkommen, dass am Anfang der Magen/Darm sensibel reagiert.
      Dass ein Mensch Fieberschübe durch die Gewürze bekommt, habe ich noch nicht erlebt. Sehr wahrscheinlich, dass da ein Virus mit im Spiel war.
      Wenn Sie täglich einen Gewürzjoghurt und einen Gewürzkakao zu sich nehmen, reicht dies an der Menge von Gewürzen (vor allem bei Zimt - mehr ist nicht empfehlenswert).
      Ihr Einsatz und die Umsetzung ist lobenswert, doch schalten Sie einen "kleinen Gang" zurück, aber dafür beharrlich und stetig :-).

      Weiterhin viel Erfolg und alles Gute
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  13. 25. Juli 2011  13:24 erstellt von Rena Roggelli Antworten

    Hallo Herr Dr. Feil,
    von Ihrer Strategie”Neue Wege bei Arthrose” bin ich sehr angetan, vor allem sind auch die Zusammenhänge endlich einmal einleuchtend und verständlich erklärt. Vielen Dank dafür!
    Ich habe aber zu der Verwendung der Gewürze noch einige Fragen:
    -Bei Ihrem Gewürzjoghurt und -kakao kommen die Gewürze in der jeweiligen Menge auf einmal dazu.
    -Nützt es auch etwas, wenn man die Gewürze auch verteilt verwendet, also auch mal weniger, dafür öfter über den Tag verteilt, z,B, beim Kochen Kurkuma, zum Apfel Zimt usw..?
    -Ich verwende auch bisher schon häufig beim Kochen , Kurkuma, Ingwer, Chili, und Zimt.
    -Schadet es, wenn die Gewürze mitgebraten, gekocht , erhitzt werden?
    -Oder soll man sie besser erst zuletzt zugeben und nicht mitkochen? Ich brate häufig Hühnchen und Fisch in erhitztem Kurkumaöl an, gebe frische Chilis gleich am Anfang dazu.
    -Kann ich auch Ingwerpulver verwenden?
    -Kann ich anstatt eine getrocknete Chili zu schlucken (geht für mich gar nicht!!) in ausreichender Menge Chilipulver und frische Chilis unters Essen mischen?
    - Kann ich an einem Tag sowohl den Gewürzjoghurt und den Gewürzkakao zu mir nehmen oder ist das zuviel?
    -Ich würde mich freuen, wenn Sie mir diese Fragen beantworten
    könnten, weil dies meine einzigen Unsicherheiten bezüglich Ihrer sehr einleuchtenden Erklärungen sind.

    Danke und herzliche Grüße
    Rena

    1. 8. August 2011  09:47 erstellt von Dr. Wolfgang Feil Antworten

      Hallo Rena,
      hier Antworten auf Ihre Fragen.
      1) Ja, das geht auch. Man sollte dabei nur darauf achten, dass die notwendige Tagesdosierung an Gewürzen wie im Gewürzjoghurt oder –Kakao enthalten ist.
      2) Die sekundären Pflanzenstoffe sind relativ hitzestabil. Der Verlust liegt beim Braten bei ca. bei 30 % - kurz mitgebraten, mitgekocht oder gar nur erhitzt bringen nur kleine Verluste.
      Ja- hat den gleichen Effekt.
      3) Bei stärkeren Entzündungen und Schmerzen sollten Sie beides pro Tag nehmen.

      Liebe Grüße – Dr. Wolfgang Feil

  14. 1. März 2011  17:36 erstellt von Christoph Antworten

    Sehr geehrter Dr. Feil,

    vorab vielen Dank für's Teilen und Bereitstellen Ihres Wissens, ich habe mich auf der Seite richtig "wohlgefühlt"!

    Was mich allerdings interessiert:
    Ohne Sie zu irgendeiner Form der Werbungsmacherei zwingen zu wollen - welche Marken sind denn Ihrer Aussicht nach die besten?
    Da ja viele Schokoladen-Hersteller ihre Produkte stark bearbeiten, erhitzen, conchieren, mit raffiniertem Zucker vermengen etc. und die Mengen an Antioxidantien, Polyphenolen etc. dadurch wieder abnehmen, kann man sich ja nicht per se darauf verständigen, dunkle Schokolade ab 70% sei generell gesundheitsfördernt, sondern sicher nur einige.

    Ich befürchte, die "großen" Marken bearbeiten die Zutaten so lange, bis sie der breiten Masse schmecken, selbst bei den 70%-und-aufwärts-Schokoladen.
    Die Xocai-Schokolade scheint ja da extrem in die "gesunde Schokolade"-Nische zu schlagen, welche ist denn noch empfehlenswert?

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Christoph Meyer

    1. 3. März 2011  10:47 erstellt von Dr. Wolfgang Feil Antworten

      Der wertgebende Inhaltsstoff ist der Kakao-Anteil. Deshalb sollte dieser hoch und bei 70 % liegen. Dadurch ist automatisch der Zuckeranteil niedrig.
      Gut schmeckende dunkle Schokolade sollte auf der Zunge ohne Kristalle zergehen. Je länger eine Schokolade gerührt (conchiert) wird, desto feiner schmeckt sie. Die Polyphenole sind relativ hitzestabil und nehmen deshalb beim längeren Conchieren nur geringfügig ab. Als ich dunkle Schokolade bei der Handballnationalmannschaft eingeführt habe, habe ich die Schweizer Marke Chocolat Frey besorgt. Die kam selbst bei den harten Handballern gut an, die bislang nur normale Schokolade gegessen hatten. Ich selbst besorge mir oft Bio-/Fairtradeschokolade von Zotter (16-20 Stunden conchiert) - ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis hat die Marke "Moser-Roth" bei Aldi.

      Ich freue mich jeden Tag auf einen Espresso und ein Stück dunkle Schokolade.
      In diesem Sinne alles Liebe und Gute - Dr. Wolfgang Feil

      1. 13. Juli 2011  19:39 erstellt von Johanna Antworten

        Sehr geehrter Herr Dr. Pfeil,

        ich scheine ein hoffnungsloser Bluthochdruck-"Fall" zu sein und möchte daher gerne einmal Ihre Schokoladen-Empfehlung ausprobieren.
        Ein wenig verwirrt bin ich, da ich auf der Suche nach 70%-gem Kakaopulver (zum Herstellen der Kakao-Gewürz-Trinkschokolade) nicht fündig werden konnte.
        Bedeutet dies, dass ich eine Tafel Schokolade (70%) erhitzen muss, um daraus ein Milchgetränk herstellen zu können ?
        Ich bedanke mich herzlich für Ihre Antwort !

        1. 15. Juli 2011  13:00 erstellt von Peter Munsonius Antworten

          Hallo Johanna,
          nehme ein ganz normales Kakao-Pulver. Das findest Du in jedem Bioladen. Das Kakao-Pulver besteht nur aus Kakao - ist also 100 %ig. Und davon nimmst Du dann täglich 3 TL in eine heiße Milch, zusätzlich 1/2 TL Zimt, evtl. weitere Gewürze wie Pfeffer, Chili und Kurkuma - und 1-2 TL Honig zum Süßen.

          Viel Erfolg - liebe Grüße
          Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. feil

  15. Pingback : Es darf auch leicht sein

  16. 23. Dezember 2010  13:11 erstellt von Dietmar Antworten

    Welche Bewandtnis haben die unterschiedlichen Kakaozugaben bei den in den verschiedenen Blogs (hier oben; Schokolade das gesündeste...) beschriebenen Gewürzkakaorezepten? Sind dies verschiedene therapeutische Zielsetzungen?

    Inwiefern ist ihre Aussage zur Wirkung nur eines Rippchens Schokolade in "Schokolade - Die gesündesten ..." auch Rückwirkung auf die Menge des Kakaos im Gewürzkakao?

    Danke und ein schönes Weihnachtsfest

    Dietmar

    1. 7. Januar 2011  01:05 erstellt von Dr. Wolfgang Feil Antworten

      hallo Dietmar,
      die unterschiedlichen MengenKakao-Pulver beim Gewürzkakao spielen keine Rolle - ich nehme einmal pro Tasse 2, manchmal 3 gehäufte TL - je nach Gusto. Wenn man schnelle Effekte haben will, dann gilt: je mehr desto besser. Auch wenn Du täglich mit 1 TL Kakaopulver arbeiten würdest, hättest du auf längere Sicht gesehen, positive Wirkungen (ein Rippchen Strategie). liebe Grüße - Dr. Wolfgang Feil

  17. 8. Dezember 2010  20:43 erstellt von Annette Antworten

    Sehr geehrter Dr. Feil,

    Ihr empfohlener Gewürzkakao hat's mir angetan! Eine echte Alternative zur Tafel Schokolade. Seit einer Woche trinke ich ihn täglich, er schmeckt wunderbar und jeder, dem ich ihn serviert habe, fragt nach dem Rezept. Mir gefällt der unverfälschte Geschmack des Biokakaos (schwach entölt), dem Honig und den Gewürzen, die mich nachhaltig erwärmt halten. Ich lasse einfach Milchschaum aus dem Kaffeeautomaten in die Tasse laufen und rühre dabei die Zutaten um. Einfacher und leckerer geht Gesundheit im Winteralltag nicht.
    Seit längerer Zeit schon erfreut mich Ihr Newsletter mit all den wertvollen und nützlichen Ratschlägen rund um Ernährung und gesundheitsfördernde Lebensführung. Ich finde Ihre Arbeit äußerst wertvoll. (Den Tipp erhielt ich von Frau Knorr )

    Ihnen alles Gute und eine schöne Weihnachtszeit,
    Annette

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