neue-wege-bei-arthroseIn den nächsten Blogbeiträgen werde ich in der Serie „Neue Wege bei Arthrose und bei Schmerzen“ Strategien vorstellen, mit denen jeder seine Sehnen, Bänder und Gelenke deutlich stabilisieren kann. Seit Jahren berate ich Menschen mit Arthrose. Deshalb kann ich inzwischen sagen, dass mehrere 1000 Personen mit diesem Weg Arthrose-Schmerzen und auch andere Schmerzen (z.B. rheumatischer Art) deutlich lindern konnten.

Aus meiner mittlerweile 20 jährigen Erfahrung als nährstoffmedizinischer Berater vieler Spitzensportler, Nationalmannschaften und Bundesligamannschaften kann ich auch berichten, dass dieser Weg außerdem bei Sportverletzungen, bei Übertraining und bei chronischen Entzündungen hilft.

Was ist eigentlich Arthrose?

Arthrose bedeutet Knorpelverschleiß. Die Ursache des Knorpelabbaus ist meist eine Überlastung des Gelenkes durch einseitigen, gelenkschädigenden Sport, aber auch durch eine Unterbelastung wie z.B. häufiges Sitzen im Büro oder Auto. Meist kommt es im Verlauf der Arthrose durch den Knorpelabrieb zu Entzündungen im Gelenk, die sehr schmerzhaft sind. Wenn ein Gelenk entzündet ist, dann führt dies zu einer weiteren Schädigung des Knorpels. Die wichtigste Maßnahme gegen einen weiteren Knorpelabbau ist die Entzündung im Gelenk herunterzuregulieren. Wenn die Entzündung abklingt, verschwinden die Schmerzen und der Knorpel kann sich wieder kräftigen. Von ärztlicher Seite werden häufig Schmerzmittel (sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika) verschrieben, um eine Entzündung im Gelenk zu drosseln. Diese enthalten die Wirkstoffe Diclofenac, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure. Die Handelsnamen der Präparate sind z.B. Voltaren, Neuralgin, Dolormin, IBU-ratiopharm, Aspirin oder Herz-ASS. Auch Kortisonpräparate werden von ärztlicher Seite bei starken Schmerzen verschrieben.

Schmerzmittel bauen Knorpel ab und schädigen die Gesundheit

Sowohl nichtsteroidale Antirheumatika als auch Kortisonpräparate bauen in der Regel die Entzündung ab. Die Verwender meinen, dass es nun besser geht. Allerdings greifen beide Schmerzmittelgruppen bei längerer Verwendung Schleimhäute, Knochen und Knorpelzellen an – Gelenk- und Knorpelzustand werden somit immer schlechter. Besonders sensibel reagieren auch die Magenschleimhäute auf die Schmerzmittel, so dass häufig innere Blutungen auftreten. Die Folgekosten der Beseitigung der Nebenwirkungen der nichtsteroidalen Antirheumatika belaufen sich pro Jahr auf 120 Mio. €. An den Nebenwirkungen der nichtsteroidalen Antirheumatika sterben in Deutschland jährlich ungefähr 3000 Menschen!

Überblick über die Blog Serie “Neue Wege bei Arthrose und Schmerzen”

In dem ersten Teil der Blog-Serie stelle ich 8 natürliche Entzündungs-Joker vor, die Gelenkentzündungen und Gelenkschmerzen verringern. Danach stelle ich 4 Nährstoff-Joker vor, die die Gelenke wieder stabilisieren. Im letzten Teil gehe ich dann auf die Bedeutung von Bewegung, Muskelkräftigung und auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte bei Arthrose ein.

Aus meiner fast 20 jährigen Erfahrung in der Nährstoffsteuerung im Spitzensport weiß ich, dass die meisten Menschen mit diesen Jokern entweder völlig auf Schmerzmittel verzichten oder Schmerzmittel um mindestens 70 % reduzieren können. Darüber hinaus wird die Gelenkbeweglichkeit in der Regel deutlich besser. Auch helfen diese Joker, Verletzungen wie z.B: Sportverletzungen um 40 – 50 % schneller ausheilen zu lassen.

Um diesen Effekt möglichst schnell zu erreichen, sollten Personen mit Arthrose, Schmerzen sowie verletzte oder übertrainierte Sportler möglichst alle Joker (die 8 Entzündungs-Joker, die 4 Nährstoff-Joker sowie den Joker für Bewegung, Muskelkräftigung und Aktivierung der Selbstheilungskräfte) umsetzen. Die Joker wirken synergetisch, das heißt umso mehr Joker eingesetzt werden um so realer ist die Aussicht auf Erfolg.

Dieser Artikel stammt aus der 12 teiligen Serie “Neue Wege bei Arthrose”. Weitere Artikel aus dieser Serie finden Sie hier:


Alle Tipps, was Sie mithilfe von Lebensmitteln erreichen können, finden Sie bei den Arthrose-Jokern.


Ergänzende Tipps, was Sie mithilfe von natürlichen Nahrungsergänzungen erreichen können, finden Sie bei den Arthrose-Pfeilern.

 

135 Kommentare

 

  1. 14. Januar 2015  23:39 erstellt von Andrea Hagel Antworten

    Hallo!
    Ich habe mal eine Frage zum Kurkuma: Meine Mama hat auch Gelenkbeschwerden und möchte den Gewürzquark ausprobieren. Ich habe aber gelesen, dass Kurkuma bei Gallenerkrankungen, wie z.B. Ablagerungen/Gallensteine nicht gut ist. Wie sehen Sie das Kurkuma in Zusammenhang mit der Galle (Wandverdickung an der Gallenblase und es ist ein Gallenkontrement vorhanden)?

    Gruß, Andrea!

    1. 21. Januar 2015  20:47 erstellt von Tobias Homburg Antworten

      Hallo Andrea,
      Kurkuma wird gallentreibend, wodurch es eher präventiv bei Gallensteinen wirkt. Jedoch kann es hierbei auch immer mal zu Beschwerden nach dem Verzehr kommen. Wenn es jedoch gut vertragen wird, hat es eher eine positive Wirkung auf die Galle.

      Liebe Grüße
      Tobias Homburg

  2. 2. Januar 2015  23:30 erstellt von Daniela Meister Antworten

    Hallo Herr Homburg,

    mein Vitamin D Spiegel war tatsächlich zu niedrig und ist aufgefüllt worden. Derzeit liegt er bei 62ng/ml. Mein Doc empfiehlt das Dekristol 20000 I.E. 1x pro Woche weiter zu nehmen, da dieser Wert seiner Meinung nach im unteren Bereich liegt. Ich fürchte jedoch, dass es mit den Allsani-Nährstoffen, in denen ja auch Vitamin D enthalten ist, zuviel wird und habe es deshalb nicht weiter genommen. Wie sehen Sie das?
    Sollte man noch andere Werte überprüfen lassen?
    Können Sie einen guten Osteopathen im Rhein-Main-Gebiet/Main-Taunus-Kreis empfehlen? Was Physiotherapeuten angeht, so halte ich zwar große Stücke auf sie, größere als auf manche Ärzte, aber mit Händen kennen die meisten sich leider zu wenig aus. Mit Knien natürlich schon, aber mit Händen weniger. Und welche, die sich drauf spezialisiert haben, sind nur sehr schwer zu finden. Beginne aber bald wieder mit Ergotherapie bei einer Ergotherapeutin mit Zusatzqualifikation Handtherapeutin. Aber auch das hat mir bisher (habe das schon mal gemacht über nen längeren Zeitraum) nur kurzfristig, aber nicht langfristig geholfen.
    Da sich nach knapp vier Monaten mit der Dr. Feil Strategie immer noch gar nichts getan hat, gebe ich zu, beginne ich langsam an dieser Strategie, an die ich sehr positiv heran gegangen bin, zu zweifeln und unkenden Stimmen in meiner Umgebung, es handele sich um reine Geldmacherei, doch ein wenig Glauben zu schenken. Ich hoffe, Sie nehmen mir meine Offenheit nicht übel.

    Trotzdem vielen Dank für die bisherige Unterstützung, viele Grüße, Daniela!

    1. 5. Januar 2015  10:05 erstellt von Tobias Homburg Antworten

      Hallo Frau Meister,
      im Allsani-Nährstoffpaket sind jedoch keine großen Dosen Vitamin D enthalten, sodass Sie mit einer Tablette Dekristol pro Woche noch keine zu hohe Dosierung erreichen. Einen Wert ab 150 ng/ml sehen wir als zu hohen Wert. Somit sollten Sie die Einnahme fortsetzen, um den Wert zu erhalten und diesen immer wieder mal testen lassen (wir empfehlen im Frühjahr und im Herbst).
      Grundsätzlich macht es Sinn die meisten Werte im Blut mal überprüfen zu lassen, jedoch muss man dafür erstmal einen Arzt finden und gleichzeitig handelt es sich meist um eine Selbstzahlerleistung.
      Wie schaut ihr Ferritin-Wert aus?
      Machen Sie noch Sport momentan?

      Leider kenne ich in dem Bereich keinen Osteopathen oder spezialisierten Physiotherapeuten.

      Ich nehme Ihnen Ihre Offenheit keineswegs übel, sondern bin Ihnen dafür dankbar, denn nur so können wir weiter kommen. Ich kann Sie nur ermutigen, dass Sie nicht aufgeben und weiter auf Ihrem Weg bleiben und auf Ihren Körper hören, was Ihnen gut tut und hilft. Der Körper braucht oft Zeit, um eine Verbesserung zu erreichen, denn auch die Schäden haben wir uns über Jahre meist Jahrzehnte aufgebaut.

      Schicken Sie mir mal eine Mail an t.homburg@dr-feil.com bezüglich des Methionins.

      Liebe Grüße und weiterhin alles Gute
      Versuchen Sie positiv nach vorne zu schauen, denn auch dies trägt in unserem Körper zur Heilung bei.

      Bei weiteren Fragen können Sie sich jeder Zeit melden
      Tobias Homburg
      -Forschungsgruppe Dr. Feil-

  3. 30. Dezember 2014  19:01 erstellt von Maria Eggert Antworten

    Hallo!
    Ich habe Ihr Arthrose Buch sehr aufmerksam gelesen und setze die dort empfohlenen Tipps zur Ernährung sehr konsequent um. Ebenfalls nehme ich die knorpelaubauenden Nährstoffe aus dem ultraprotect Gelenkpaket. Meine Frage ist nun, ob es nicht zu einer Überdosierung von Nährstoffen und Vitaminen kommen könnte, da ich durch meine Ernährungsumstellung ja viele der Inhaltsstoffe des Gelenkpaketes sowieso zu mir nehme. Was ist z. B. mit Zink, Mangan, Vitamin B1, Kurkuma oder Ingwer, um nur einige zu nennen? Kann es da ein "Zuviel" geben?
    Vielen Dank und viele Grüße
    Maria Eggert

    1. 1. Januar 2015  15:09 erstellt von Tobias Homburg Antworten

      Hallo Maria,
      natürlich kann es bei jedem Stoff irgendwann ein zu viel geben, jedoch sind die Mengen in unseren Nahrungsmitteln nicht so hoch, wie wir oft denken. Somit kommt es durch die Ernährungsumstellung und Einnahme des Gelenkpakets zu keiner Überdosierung.
      Es kann eher sein, dass weitere Mängel vorliegen, die dann zusätzlich speziell ausgeglichen werden müssen. Dies sehen wir oft bei Vitamin D oder z.B. Zink, weshalb hier ein Bluttest zu empfehlen ist.

      Sie sind auf einem guten Weg. Gehen Sie diesen weiter und alles Gute für sie.

      Liebe Grüße
      Tobias Homburg
      -Forschungsgruppe Dr. Feil-

  4. 7. Dezember 2014  04:41 erstellt von Daniela Meister Antworten

    Hallo Herr Homburg! Vielen Dank für Ihre Antwort. Wie sähe es Ihrer Meinung nach damit aus, zusätzlich Methionin einzusetzen (da sich nach 3 Monaten mit der Dr.Feil Strategie wenig bis gar nichts getan hat [Handgelenke und Knie])?
    Viele Grüße, Daniela!

    1. 9. Dezember 2014  15:53 erstellt von Tobias Homburg Antworten

      Hallo Frau Meister,
      Methionin setzen wir auch immer wieder als Extra-Joker ein, wenn die Strategie noch nicht ganz ausreicht und der Körper einen zusätzlichen Reiz benötigt. Meist warten wir etwas länger als 3 Monate, aber es spricht nichts dagegen, dass Sie dies nun schon einsetzen.
      Sie können davon nur profitieren.

      Wie sieht es im Bereich Vitamin D bei Ihnen aus?

      Liebe Grüße
      Tobias Homburg
      -Forschungsgruppe Dr. Feil-

  5. 1. Dezember 2014  00:50 erstellt von Daniela Meister Antworten

    Hallo!
    Ich habe Probleme mit den Knien und Handgelenken (Miniskus und Diskus). Seit knapp 3 Monaten führe ich die Dr. Feil Strategie durch, inklusive der Nährstoffe. Leider hat sich nur sehr wenig getan, nach wie vor alles äußerst instabil und es sind sogar noch andere Schmerzen hinzu gekommen. Haben Sie noch einen Tipp für mich?

    Viele Grüße, Daniela!

    1. 2. Dezember 2014  20:55 erstellt von Tobias Homburg Antworten

      Hallo Daniela,
      unser Körper braucht etwas Zeit, um mit der Regeneration richtig zu starten. Leider haben sich auch die Probleme über Jahre angesammelt, bis wir sie merken. Gehen Sie weiter Ihren Weg und geben Sie Ihrem Körper etwas Zeit.

      Haben Sie schon mal Ihren Vitamin D Status messen lassen? Dieser sollte im Bereich 60 ng/ml liegen und bei geringeren Werten dahingehend aufgefüllt werden. Vitamin D steht sehr oft in Verbindung mit entzündlichen Gelenkproblemen und könnte somit ein weiterer Schlüssel sein.

      Weiterhin würde ich Ihnen empfehlen, dass Sie einen guten Physiotherapeuten oder Osteopathen aufsuchen und diesen nach seinen Möglichkeiten und seiner Meinung fragen.

      Halten Sie mich hier auf dem Laufenden!
      Liebe Grüße
      Tobias Homburg
      -Forschungsgruppe Dr. Feil-

  6. 26. September 2014  22:20 erstellt von Daniela Meister Antworten

    Hallo!
    Ich habe Fragen ans Team: Wie sieht es mit dem Gewöhnungseffekt der Nährstoffe für den Körper/insbesondere für die Gelenke aus?
    Wie viele Milchprodukte sind neben dem Gewürzquark sinnvoll?
    Ist es wichtig, wann die Nährstoffe eingenommen werden, z.B. bei/nach oder vor einer Mahlzeit? Danke, Gruß, Daniela

    1. 7. Oktober 2014  11:37 erstellt von Peter Munsonius Antworten

      Hallo Daniela,
      Langzeitstudien (über 3 Jahre) heben gezeigt, dass kein Gewöhnungseffekt bei den Gelenknährstoffen auftritt, da sie notwendige Bausteine sind, welche komplett verstoffwechselt bzw. in das Gewebe eingebaut werden. Von der Verwertung im Körper spielt es keine Rolle, ob sie die Gelenknährstoffe/-präparate vor, zum oder nach dem Essen nehmen. Jedoch ist aufgrund der zusätzlich enthalten Gewürze bei manchen Menschen die Verträglichkeit nach dem Essen besser.
      Herzliche Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  7. 13. September 2014  23:21 erstellt von Sophie Krüger Antworten

    Hallo!

    Schade, dass meine Fragen nicht beantwortet werden.

    Herzliche Grüße, Sophie

  8. 10. September 2014  22:48 erstellt von Sophie Krüger Antworten

    Hallo! Können Sie mir einen guten Osteopathen im Main-Taunus-Kreis oder Raum Frankfurt oder Wiesbaden empfehlen?
    Danke, Gruß, Sophie

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