Leidet auch Ihr Knorpel an mangelnder Bewegung? | Forschungsgruppe Dr. Feil
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Leidet auch Ihr Knorpel an mangelnder Bewegung?

neue-wege-bei-arthroseInzwischen kennen wir alle Joker in der Arthrose-Ernährung, sowie die 4 Pfeiler des Knorpelaufbaus. Was sichert uns nun den Transport der Nährstoffe zu den Gelenken?

Die Nährstoffe werden im Blut transportiert. Da jedoch die Knorpelzellen nicht direkt an die Blutbahn angeschlossen sind, können sie ausschließlich durch Diffusion ernährt werden. Das heißt, dass die Nährstoffe durch Bewegung in das Gelenk angeschwemmt werden müssen. Ohne Bewegung bleiben die Nährstoffe außen an der Gelenkkapsel liegen und können ihre Wirkung nicht entfalten. Ihre Knorpelzellen verhungern.

Welche Bewegung benötige ich bei Arthrose?

Die Bewegung sollte gleichmäßig sein und die Gelenke möglichst wenig belasten.
Mein Tipp: Aqua-Jogging ist besonders Gelenk schonend. Hierbei hält sie ein Styropor-Gürtel, ähnlich einem Schwimmring, senkrecht im Wasser. So können Sie durch das Wasser gehen, joggen oder rennen, ohne dass die Gelenke belastet werden.
Weitere Bewegungsmöglichkeiten sind: Spazierengehen und Radfahren (ein kleiner Gang schützt vor zu hohem Druck in den Gelenken).
Mit dosiertem Jogging kann nach erfolgtem Knorpelaufbau wieder begonnen werden. Bitte keine Bergabläufe, da auch hier der Druck auf das Gelenk zu hoch ist.

Muskelkräftigung bei Arthrose schützt das Gelenk

Eine gute Muskulatur schützt das Gelenk und gibt Halt. Deshalb sollte bei Arthrose immer auch die Muskulatur gekräftigt werden. Ein Geräteparcours im Fitness-Center ist hier ideal, da die Maschinen auf die für Sie angemessene Belastung eingestellt werden können.

Muskeldehnung wirkt Wunder

Verkürzte Muskulatur (häufig verursacht durch langes Sitzen) erhöht auch den Druck im Gelenk. Dadurch werden Knorpelstrukturen abgebaut.
Mein Tipp: Öfters Aufstehen und Dehnübungen machen.

Alles Gute – Ihr Wolfgang Feil

Literatur Bewegung, Muskelkräftigung bei Arthrose (anzeigen)

Dieser Artikel stammt aus der 12 teiligen Serie “Neue Wege bei Arthrose”. Weitere Artikel aus dieser Serie finden Sie hier:


Alle Tipps, was Sie mithilfe von Lebensmitteln erreichen können, finden Sie bei den Arthrose-Jokern.


Ergänzende Tipps, was Sie mithilfe von natürlichen Nahrungsergänzungen erreichen können, finden Sie bei den Arthrose-Pfeilern.

Dr. Wolfgang Feil

Über den Autor:
Dr. rer. nat. Wolfgang Feil leitet die Forschungsgruppe Dr. Feil. Als pomovierter Biologe und Sportwissenschaftler, berät er Spitzensportler und Manager. Gleichzeitig ist er Lehrbeauftragter der Universität Furtwangen.

12 Kommentare

  1. Markus sagt:

    Hallo Dr. Feil,
    wann ist der beste Zeitpunkt für Bewegung?
    Nach der Einnahme zB der Nahrungsergänzung?
    Wie lange dauert es bis sie in der Blutbahn sind und dem Knorpel zur Verfügung stehen?
    Wie lange nach Zufuhr der Stoffe stehen diese dem Knorpel zur Verfügung?

    Danke und schöne Grüße
    Markus

    1. Dr. Wolfgang Feil sagt:

      hallo Markus,
      die Nährstoffe müssen durch den Magen und Darm. Diese Passage dauert zwischen 2-3 Stunden. Theoretisch sollte die Bewegungseinheit somit entsprechend ca. 3 Stunen später erfolgen. Dies ist praktisch nicht möglich. Am besten wäre es, wenn Sie generell einen aktiven Lebensstil den ganzen Tag über pflegen, so lange Sie Knorpelnährstoffe nehmen. Schonung ist out.
      Natürlich sollten Sie auch nach einer Knorpelkur in Bewegung bleiben. Nach dem Motto “bewegen heißt leben”.
      liebe Grüße – Wolfgang Feil

  2. Markus sagt:

    Danke für diese Info!
    Glauben sie mir, am liebsten wär ich den ganzen Tag in Bewegung (bis mein Knieproblem begann war ich aktiver Triathlet). Leider führt derzeit bereits ein kurzer Lauf von 30 Minuten wieder zu einem Erguss im Knie und somit beschränk ich mich aktuell gezwungenermaßen nur aufs spazieren gehen. Versuche auch während der Arbeit soviel wie möglich in Bewegung zu sein, nur Treppen zu nutzen, Mittags einen Spaziergang …
    Viel ist das nicht, mehr ist im Moment aber leider nicht drin :-(

    1. Dr. Wolfgang Feil sagt:

      hallo Markus,
      Ihre tägliche Bewegung reicht aus – vielleicht können Sie zweimal pro Woche 30 Minuten Aqua-Jogging einbauen.
      viele Grüße – Wolfgang Feil

  3. Mario sagt:

    Hallo Hr. Dr. Feil,
    ich habe seit einigen Monaten hinter der Kniescheibe einen leichten Schmerz bei gebeugtem belasteten Knie. In der Folge habe ich das Knie Untersuchen lassen (MR). MR-Befund: “leicht verschmälerte, angedeutet auch gering unregelmäßig konfigurierter Knorpelüberzug an der Patella bei normaler Lage der Patella … Befund eventuell vereinbar mit geringer Chondropathie …. keine Gelenksergüsse im Knie”
    Mein Arzt, der die MR Bilder u. den Befund dann interpretiert hat, hat gemeint dass er auf den Bildern u.a. auch eine leichte Verdickung (Aufweichung) an der Patella Rückseite gesehen hat u. diese vielleicht auch für den leichten Schmerz verantwortlich sein könnte. Auf jeden Fall ist nicht genau bekannt warum oder woher genau dieser Schmerz kommt. Ich habe dann in der Folge eine Injektion mit Synocrom Forte ins Knie bekommen in der Hoffnung, dass der leichte Schmerz verschwindet.
    Es ist jetzt schon ca. 6 Wochen her … ist noch immer gleich wie vorher.

    Ich habe letztes Jahr an meinem ersten Ironman teilgenommen (11h) u. trainiere derzeit auf einen Weiteren, habe somit nicht pausiert. Zielzeit <10:30; Trainingszeit ca. 8 – 16h/Woche. Nehme zusätzlich Knorpelaubaupräparate (Glucosamin u. Chondroitin) zu mir.

    Ich nehme auch gelegentlich (nicht regelmäßig) Ihre Tipps in Anspruch: Gewürzkakao, Chili/Quark Wickel u. Hagebutte/Joghurt.
    Versuche nun auch vermehrt meine Beinmuskulatur zu dehnen.

    Frage: wie lange bzw. wie oft muss man die Arthrose Joker anwenden, sodass sie einen regenerativen Effekt am Knorpel erzielen? Wie lange dauert es bis eine Wirkung eintritt?
    Wie kann ich eine Entzündung an der Kniescheibe (viell. Knorpelaufweichung mit Verdickung) abbauen – sofern es eine wie bei meinem Fall ist.
    Haben Sie sonst noch Tipps für mich?

    Beste Grüße aus Österreich!

    1. Dr. Wolfgang Feil sagt:

      hallo Mario,
      Sie sollten jetzt 12 Wochen lang jeden Tag möglichst alle Joker ziehen und gleichzeitig die Knorpelaufbaustoffe in der richtigen Dosierung aufnehmen. Nur die Regelmäßigkeit und Langfristigkeit bringt Ihnen hier den sicheren Erfolg. Es ist jedoch auch möglich, dass mit dieser Gesamtanwendung Ihre Schmerzen innerhalb von 3-4 Wochen weg sind. Dennoch sollten Sie die Knorpelkur und die Joker-Ernährung 12 Wochen durchführen, damit die Ausheilung und der Aufbau nachhaltig ist. Freuen Sie sich also auf Ihren täglichen Gewürzkakao und den Hagebutten-Joghurt. Wenn Ihnen der Chili-Quark Wickel zu aufwändig ist, dann besorgen Sie sich ChillSan (gibt es auch in Österreich). Massieren Sie Ihr Knie damit 4 x am Tag ein.

      Ich wünsche Ihnen einen guten Ironman. Geben Sie mir Bescheid, ob Sie die magischen 10:30 gepackt haben. viel Erfolg – Wolfgang Feil

  4. Markus sagt:

    Ist es von Vorteil die Nahrungsergänzung in der empfohlenen Dosis (zB Glucosaminsulfat 1500mg) einmal am Tag einzunehmen oder hat es einen Vorteil wenn man die empfohlene Dosis über den Tag verteilt (weil es dem Knorpel dann möglicherweise permanent oder zumindest länger zur Verfügung steht).
    SG
    Markus

    1. Dr. Wolfgang Feil sagt:

      hallo Markus,
      wenn es Dir vom Tagesablauf gut reinpasst, dann würde ich die Glucosamin- und Chondroitindosis auf 2 Portionen verteilen. Von Vitaminen und Mineralien wissen wir, dass Teilgaben besser aufgenommen werden wie einmal pro Tag die ganze Gabe. Für Glucosamin und Chondroitin ist das bislang noch nicht untersucht. In guten Glucosamin- und Chondroitinsprodukten sind in der Regel zusätzliche Vitamine und Mineralien enthalten – dies würde auf jeden Fall für eine Aufsplittung sprechen.

      alles Gute – Wolfgang Feil

  5. Herta sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Feil!
    Die MRT meines re. Knies (ich bin 62 Jahre alt) ergab folgenden Befund:
    Deformierte Patella mit deutlicher Lateralisationsfehlstellung. Die retropatellare Gelenkfläche zeigt Stufenbildungen und subchondrale Zystenbildungen. Vermehrte subchondrale Sklerosierung. Großflächige Knorpeldefekte bzw. Knorpelaufbrauch. Osteopytäre Anbauten.Gut erhaltene Knorpelüberzüge im medialen und im lateralen Gelenkspalt, die nur leichte Strukturirregularitäten zeigen. Kleinere osteophytäre Anbauten.
    Raten Sie auch in meinem Fall von einer arthroskopischen Behandlung (Knorpelglättung) ab? Auch, wenn ich den Chirurg. Orthopäden bitten würde, sehr schonend die Defekte, Zysten und Randzacken zu entfernen (evtl. durch Laser)? Kann sich auch eine solch “zerklüftete” Oberfläche regenerieren?
    Ganz herzlichen Dank für Ihre Mühe!
    Herta

    1. Herta sagt:

      Sehr geehrter Herr Dr. Feil!

      Mein amb.Termin beim Chirurg.Orthopäden rückt näher und ich hätte gerne vorher Ihre Meinung gehört. (Siehe obige Anfrage vom 17.07.10).

      Herzlichen Dank für Ihre Mühe

      Herta

      1. Dr. Wolfgang Feil sagt:

        Sehr geehrte Herta,
        sorry, dass Ihre mail in meiner Endphase der Buchabgabe des 2. Lauf-Diät Buches liegengeblieben ist. Ich würde auch in Ihrem Fall zunächst eine drei monatige Knorpelaufbaukur machen und hier alle Joker einsetzen, die ich in den 12 Blog-Beiträgen beschrieben habe. Es kann sich mehr regenerieren, als sich viele vorstellen können. Deshalb muss meist gar nichts mehr geglättet werden. Bitte unbedingt die richtige Dosierung der Knorpelaufbaustoffe Ackerschachtelhalm, Brennnessel, Glucosamin- und Chondroitinsulfat sowie Kollagenhydrolysat berücksichtigen. Wenn mein mail Sie noch rechtzeitig erreicht hat, dann melden Sie sich in 2 Monaten wieder.

        Viel Erfolg – alles Liebe und Gute – Dr. Wolfgang Feil

  6. Herta sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Feil!
    Herzlichen Dank für Ihre Antwort-Mail. Seit ca. 1 Monat = nachdem ich den Vortrag “Neue Wege bei Arthrose” gehört habe, nehme ich alle Knorpelaufbaustoffe Ihrer Kombinationspackung ein, mache täglich mindestens 20 Min. Nordic-Walking und während der Nachrichten am TV “strample” ich ca. 6 km am Fahrradergometer.
    Ich habe mir vorgenommen, weiterhin durchzuhalten, denn der “Leidensdruck” ist ja auch da.
    Ja, ich melde mich wieder und würde mich sehr freuen, wenn ich Positives berichten könnte.
    Bis dahin herzlichen Dank für Ihre Forschungsarbeit!
    Liebe Grüße
    Herta

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