Arthrose Ernährung – Joker 7-8 Vitamine und Spurenelemente | Forschungsgruppe Dr. Feil
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Arthrose Ernährung – Joker 7-8 Vitamine und Spurenelemente

arthrose-ernaehrungNachdem wir nun die Joker 1-6 in der Ernährung bei Arthrose besprochen haben behandeln wir in diesem Beitrag nun die letzten 2 Arthrose-Joker entzündungssenkende Vitamine und entzündungssenkende Spurenelemente

Arthrose-Joker 7: Entzündungen senken mit Vitaminen

Untersuchungen konnten zeigen, dass Personen mit Entzündungen (z.B. Rheumatiker) weniger Vitamin C, Betacarotin, Vitamin E und Vitamin D3 im Blut haben. Die Entzündungsreaktion verbraucht vermehrt diese Vitamine. Während Vitamin C (in einer Dosierung von 300 – 500 mg) und ß-Carotin (in einer Dosierung von ca. 10 mg) durch täglich 2 große Portionen Salat und Gemüse sowie durch Obst und Kräuter erreicht wird, ist die empfohlene Vitamin E Zufuhr zur Entzündungskanalisierung (ca. 30-100 mg) über Lebensmittel nicht zu schaffen.
Personen mit Entzündungen und Schmerzen sollten deshalb eine zusätzliche Nahrungsergänzung mit moderatem Vitamin E nehmen. Neue Studien zeigen, dass besonders dem Vitamin D3 eine hohe entzündungsabbauende Kapazität zugesprochen wird. Da Vitamin D nur in wenigen Lebensmittel enthalten ist (besonders Hering, Lachs, Champignons, Ei) und die Sonnenbestrahlung höchstens im Hochsommer ausreicht, haben viele Menschen in Deutschland nicht genügend Vitamin D und damit schlechte Knochen- und Knorpelstrukturen. Deshalb empfehle ich täglich ganzjährig 20 ug Vitamin D3 aufzunehmen.
Neue Studien konnten zeigen, dass durch eine Vitamin D-Zufuhr mehr von dem anti-entzündlichen Botenstoff Interleukin 10 gebildet wird. Ebenso hemmt die Vitamin D Aufnahme die Bildung des Entzündungsstoffes TNF-a. Die Vitamin D3-Empfehlung gilt auch für Sportler. Durch eine tägliche Vitamin D-Zufuhr geht das Risiko, Ermüdungsbrüche und andere Verletzungen zu bekommen, deutlich zurück. Die Empfehlung der offiziellen Ernährungsstellen ist mit 5 -10 ug Vitamin D3 derzeit deutlich zu gering – ich erwarte, dass die Empfehlung aufgrund der neuen Datenlage in den nächsten Jahren verdoppelt wird.

Arthrose-Joker 8: Spurenelemente helfen

Seit vielen Jahren empfehle ich Arthrose- und Rheuma-Schmerzen auch zusätzlich mit Zink, Selen, Kupfer und Mangan entgegenzuwirken. Alle 4 Spurenelemente haben eine hemmende Wirkung auf Entzündungsreaktionen, schützen den Knorpel vor Abbau und fördern den Bindegewebestoffwechsel.
Hier finden Sie eine Übersicht über Lebensmittel mit entzündungssenkenden Spurenelementen (in Klammer die Empfehlung der zusätzlichen Spurenelementzufuhr):

Zinkspender (15-20 mg)Selenspender (100 – 200 ug)Kupferspender (3-4 mg)Manganspender (2-4 mg)
WeizenkeimeKokosraspelSherryHafer, Weizen
Fleisch, FischFisch, Vollkornbrot, SonnenblumenkerneWeizenkeime

Mit diesen 8 Bausteinen haben wir nun alle Joker abgedeckt die mit Lebensmittel aus dem Supermarkt ansatzweise abgedeckt werden können. Im nächsten Blogbeitrag werde ich nun noch die letzten 4 entscheidenen Bausteine bei Arthrose und Sportverletzungen vorstellen, die jedoch nur über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden können – diese Joker geben jedoch den letzten entscheidenden Ausschlag für Ihren  Erfolg bei Arthrose, … und Sportverletzungen.

Literatur (anzeigen)

Dieser Artikel stammt aus der 12 teiligen Serie “Neue Wege bei Arthrose”. Weitere Artikel aus dieser Serie finden Sie hier:


Alle Tipps, was Sie mithilfe von Lebensmitteln erreichen können, finden Sie bei den Arthrose-Jokern.


Ergänzende Tipps, was Sie mithilfe von natürlichen Nahrungsergänzungen erreichen können, finden Sie bei den Arthrose-Pfeilern.

Dr. Wolfgang Feil

Über den Autor:
Dr. rer. nat. Wolfgang Feil leitet die Forschungsgruppe Dr. Feil. Als pomovierter Biologe und Sportwissenschaftler, berät er Spitzensportler und Manager. Gleichzeitig ist er Lehrbeauftragter der Universität Furtwangen.

4 Kommentare

  1. Herbert Schulz sagt:

    Grüß Gott Herr Dr. Feil,
    in Ergänzung Ihrer Ausführungen würde ich den zusätzlichen Einsatz von
    Vitamin K1 (fettlöslich) in Betracht ziehen, um u.a. Entzündungen zu senken.
    Dies war ein Ergebnis aus der Framingham Offspring Study

    Quelle: Shea MK, Booth SL, Massaro JM et al. (2008): Vitamin K and vitamin
    D status: associations with inflammatory markers in the Framingham Offspring
    Study.
    Am J Epidemiol, 2008 Feb; 167(3); 313-320.

    1. Dr. Wolfgang Feil sagt:

      Hallo Herr Schulz,
      danke für Ihre Anregung. Ich werde morgen einen Blog-Beitrag zu Vitamin K und zu weiteren 3 schmerzsenkenden Jokern bringen.
      Viele Grüße – Wolfgang Feil

  2. Christine sagt:

    Guten Tag,

    vielen Dank für die vielen super Joker, die ich gerade nach und nach Anwende.
    Ich finde es besonders schön, dass Sie viele Naturrezepte haben. Ich nehme auch Vitamine lieber aus naturlichen Quellen. Diesbezüglich habe ich eine Frage zu Vitamin E. Ich nehme gern Weizenkeimöl z.B. für Salat. Ist dieses sinnvoll? Immerhin enthält das Öl auch viel Linolsäure aber in kombination mit Leinöl konnte es vielleicht eine Alternative zu syntetischem Vitamin E sein?

    1. Dr. Wolfgang Feil sagt:

      Hallo Christine,
      danke für das Lob. Das Weizenkeimöl kannst Du beruhigt nehmen: der Omega-6 Fettsäuregehalt liegt mit 54 % deutlich niedriger als bei Sonnenblumenöl und Distelöl. Darüberhinaus enthält es 7 % Omega-3 Fettsäuren und viel Vitamin E. Wenn Du es mit Leinöl kombinierst, ist das eine tolle Lösung für den Salat.

      viele Grüße – Wolfgang Feil

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