Studienübersichten können trügen. Dies mussten wir bei der erneuten systematischen Bearbeitung des Themas Tofu und Sojaprodukte wieder einmal schmerzlich feststellen. Zum Thema Tofu gibt es nämlich tausende gute Studien (meist von der Tofu-Industrie unterstützte) und nur wenige Studien, die das Thema Tofu bzw. Soja kritisch und unabhängig betrachten. Diese Studien haben es allerdings in sich. Wie sieht die derzeitige Einschätzung zu Soja und Tofu aus?

Wissenschaft

Bestätigt die überwiegende Mehrheit der Tofu- und Sojastudien dem Soja ein verringertes Brustkrebs-Risiko, zeigen uns die kritischen Studien nun, dass die Ergebnisse teilweise verfälscht sind. Soja senkt nämlich nicht bei allen Menschen das Brustkrebsrisiko. Stattdessen lässt Tofu das Risiko teils auch ansteigen. Hierbei kommt es darauf an, wie alt man ist, welche Mengen Tofu gegessen wurde und ob der Körper aus dem Tofu den Botenstoff Equol bilden kann. 30-50 % der Frauen sind hierzu nämlich leider nicht in der Lage.
Bislang unbeachtet blieb weiter, dass Soja und Tofu zu Schilddrüsenunterfunktionen führen können und so den gesamten Stoffwechsel negativ beeinflussen können. Die stark medial verbreitete Auskunft, „Soja beeinflusst die Schilddrüse nicht“ kann bei näherer Betrachtung der Studien nicht mehr gelten. Den Studienteilnehmern wurde nämlich gleichzeitig, eine durch die tägliche Ernährung nicht erreichbare Menge an Jod gegeben. Diese Menge an Jod konnte dann den negativen Effekt von Soja auf die Schilddrüse wettmachen.
Zu guter Letzt enthält Tofu in unfermentiertem Zustand viel Phytinsäure. Diese wird heute häufig in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für einen Eisen- und Zinkmangel gebracht.

Aus oben genannten Gründen empfehlen wir heute folglich, den Konsum an Tofu und Sojaprodukte auf eine Menge von max. 100-200 g pro Woche zu reduzieren – „Everything in Moderation“ also.

Tofu und Sojaprodukte im Alltag

Tofu und Sojaprodukte haben es inzwischen in alle unsere Bereiche der täglichen Ernährung geschafft. So ist besonders viel Soja in den im Trend liegenden Eiweißbroten enthalten. Unsere Empfehlung lautet in diesem Fall, den allgemeinen Brotkonsum (besonders Sojabrot) zu reduzieren und stattdessen auf Dinkelbrot zu setzen. Weiterhin ist Soja in vielen Eiweißshakes, Sojamilch und Sojajoghurt enthalten. Hier empfehlen wir möglichst auf die sojafreien Alternativen umzusteigen. Bei Müsli sollte Soja nicht unter den ersten drei Inhaltsstoffen auftauchen.

Alternativen zu Tofu- und Soja

Tofu- und Sojaprodukte wurden zunächst nicht ohne Grund empfohlen. Vielmehr wurden diese Produkte aufgrund ihres hohen Anteils an Eiweiß empfohlen. Natürlich empfehlen wir auch heute noch möglichst eiweißhaltig zu essen. Eine eiweißreiche Kost erhöht nämlich die sportliche Leistungsfähigkeit und senkt gleichzeitig das Risiko für Krebs, Alzheimer, Rheuma und Arthrose. Die besten Alternativen, um einen höheren Eiweißanteil dennoch zu erreich sind:

  • Quark (Quark enthält mehr als dreimal so viel Eiweiß als Joghurt)
  • Mandelmehl (als Austauschstoff von Mehl)
  • Eiweißshakes (Sojafrei)
  • Ei
  • Fisch / Rindfleisch

Soja und Tofu gehören aufgrund der oben genannten Kriterien nicht mehr zu Dr. Feils-Hitliste der gesündesten Lebensmittel. Stattdessen sollten Sie versuchen, den Konsum der Tofu- und Sojaprodukte auf max. 100 – 200g zu reduzieren und auf eiweißreiche Alternativen zu setzen. So passt der Quark als Tofu Ersatz z.B. in den Dr. Feil Frühstücksdrink hervorragend dazu.

 

 

154 Kommentare

 

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  3. 12. November 2015  18:19 erstellt von Manuel Kollorz Antworten

    Miso als Paste und Natto gibt es in besser sortierten Asia Shops zu kaufen! Misosuppe gehört in Japan zu jedem Essen. Natto ist etwas 'schwieriger' im Geschmack, geht aber mit ein bisschen Senf!

  4. 8. November 2015  13:23 erstellt von Ria Antworten

    Hallo Friederike,
    Wenn ich sie richtig verstanden habe, sind fermentierte Sojaprodukte gesünder. Sind Soja-Joghurts fermentierte Produkte und sind diese besser verträglicher? Habe eine Lactoseintoleranz und esse diese täglich.

    Gruss Ria

    • 12. November 2015  12:31 erstellt von Drea

      Hallo Ria,
      Friederike lässt liebe Grüße ausrichten.-Ja, fermentierte Sojaprodukte sind gesünder.-dabei handelt es sich um Produkte wie Miso und Natto.-bei uns nicht erhältlich und sehr gewöhnungsbedürftig im Geschmack.-Soja-Joghurts sind nicht vermentiert.-wie auch die anderen Sojaprodukte und nur in kleinen Mengen zu empfehlen (maximal 100 g pro Woche). Viele Grüße Andrea Pfeffer

  5. 15. Oktober 2015  15:59 erstellt von Helena Brackmann Antworten

    Hallo liebes Dr. Feil Team!
    Ich leide jahrzehntelang an einer Unterfunktion der Schilddrüse. Mittlerweile wurde bei mir ein kalter Knoten festgestellt. Täglich nehme ich laut meines Hausarztes 1 Thyronajod, 50 Henning ein. Meine TSH-BASAL-Werte lauten 0,63 und mein MAK TPOMIKROSOMALEAK-Wert ist 10,3. Zu welchen Nahrungsergänzungsmitteln raten Sie mir? Meine restlichen Blutwerte sind optimal. Vielen Dank für Ihre Bemühungen Ihrerseits im voraus.
    Mit freundlichen Grüßen
    Helena Brackmann

    • 26. Oktober 2015  09:48 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Helena,
      bei Schilddrüsenunterfunktion empfehlen wir eine zusätzliche Unterstützung mit Selen und Zink. Ein passendes Präparat wäre Algen-Greens (siehe https://allsani.com/algen-greens.html).
      Herzliche Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  6. 15. Mai 2015  17:58 erstellt von sascha Antworten

    Die Soja-Hysterie, wie auch viele andere Gesundheits-Hysterien, sind letzten Endes das Produkt von Schleichwerbung. Die Produzenten bezahlen gewisse Agenturen, die den pseudo-wissenschaftlichen, ganzheitlichen Quatsch veröffentlichen - damit das große Heer von immer dümmer werdenden Journalisten den Quatsch millionenfach abschreiben! Soja: Gebetsmühlenartig wird behauptet, in "Asien" würde tonnenweise Soja konsumiert, weshalb die Asiaten viel gesünder seien als wir. Erstens: Asien ist riesengroß. Nicht überall wird Soja konsumiert. Dort, wo es konsumiert wird, liegt das größtenteils daran, dass die armen Menschen dort leider nichts besseres zur Verfügung haben. Pauschal gesünder als wir sind sie auch nicht. Und selbst wenn sie es wären, könnte es dafür noch viele andere Gründe geben. Ferner wird gebetsmühlenartig behauptet, "asiatische Frauen" würden sich allesamt mit Soja vollstopfen, weshalb sie keine Wechseljahresbeschwerden hätten. Beides stimmt nicht. Das einzige, was zutrifft, ist, dass Frauen in anderen Weltregionen weniger über ihre Wechseljahre herumjammern, als deutsche Frauen. In vielen asiatischen Ländern gehört es nicht zum guten Stil, zu jammern und zu meckern - während wir Deutsche dafür auf der ganzen Welt bekannt sind.
    Zurück zum Soja: Im Irrglauben, ich müsse unbedingt Soja-Isoflavone gegen noch nicht mal vorhandene Wechseljahresbeschwerden einnehmen, habe ich die Pillen jahrelang geschluckt, und dann auch noch bezahlt (die Krankenkasse zahlt nämlich nicht für diesen Quatsch). Vor einiger Zeit wurde bei mir eine leichte Schilddrüsen-Unterfunktion festgestellt. Erstaunlicherweise, da ich nämlich kein Gramm Übergewicht habe. Mir wurden angeblich unschädliche Hormonpillen verschrieben. Die habe ich aber nicht genommen. Denn ich erfuhr, dass gewisse Lebensmittel eine Unterfunktion bewirken können (aber nicht bei jedem müssen) - darunter an erster Stelle Soja, aber auch Senf, Meerrettich, Radieschen, roher Kohl, rohe Hirse). Ich warf die verbleibenden Soja-Pillen in den Müll, und vermied außerdem konsequent alle Soja-Produkte und die anderen Lebensmittel. Und siehe da: Nach einem Jahr war die Unterfunktion wie weggeblasen.
    Und noch was zum Thema Schilddrüsenunterfunktion: Häufigste Ursache davon ist Übergewicht. Nein, das Übergewicht kommt nicht von der Unterfunktion, sondern umgekehrt, die Unterfunktion kommt vom Übergewicht. Was kein Wunder ist. Mit für sie nicht eingeplantem Übergewicht kommt die arme Schildkröte (äh... meinte natürlich Schilddrüse) nicht schnell genug voran! Diesen Teufelskreis kann man nur durchbrechen, indem man Gewicht verliert - nicht durch Nulldiät, sondern durch SPORT.

    • 5. September 2015  14:51 erstellt von Dani

      Das eine Unterfunktion von Übergewicht kommt, kann ich in meinem Fall überhaupt nicht bestätigen, ich hatte sogar Untergewicht damals und habe dann innerhalb einiger Wochen dermaßen zugenommen, ohne erkennbaren Grund,bis meine Arzt meine Schilddrüse untersucht hat, nach Einnahme der Schilddrüsenhormone habe ich dann auch einige Kilos wieder verloren, der Rest blieb hartnäckig, was auch zu verstehen ist, den Durch eine Schilddrüsenunterfunktion ist der Stoffwechsel verlangsamt,das kriegst du auch mit noch so gesundem fettarmen Essen und auch mit Sport nicht mehr hin, das weiß ich aus eigener Erfahrung, da ich seit über 20 Jahren daran erkrankt bin.

    • 11. September 2015  15:29 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Dani,
      Sie haben natürlich Recht, dass eine Unterfunktion nicht immer von Übergewicht kommt - es ist ein Grund bei einem Teil der Schilddrüsenpatienten. Der größere Teil der Unterfunktion basiert auf Entzündungsvorgängen, die über eine kohlenhydratreiche Ernährung (oft in Kombination mit viel Soja), über Bewegungsarmut oder über Stress getriggert werden. Wenn Sie diese Entzündungsaktivatoren harmonisieren können, dann kann sich ihre Schilddrüse wieder erholen. Alles Liebe und Gute - Dr. Wolfgang Feil

  7. 18. April 2015  15:13 erstellt von Irene Antworten

    Hallo,
    ich verstehe Ihre Ausführungen nicht!
    Jeder Rheumarzt sagt Ihnen, essen Sie kein Fleisch, Eier ,etc.
    Eine große Naturheilklinik in Berlin setzt auf vegane Ernährung....
    Also what????

    • 2. September 2015  15:59 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Irene, man muss immer wieder neue Wege gehen. Ich schreibe gerade an meiner Doktorarbeit mit dieser Strategie bei Rheumatikern und habe schon sehr schöne Ergebnisse erzielt. Die Ernährungsweise ist wissenschaftlich belegt. Gruß Friederike Feil

  8. 3. April 2015  20:00 erstellt von Dani Antworten

    Hallo,
    ich frage mich in bezug auf Nahrungsmittelergänzungen, zB. Vitamin D3 Auffüllung, da wird ja empfohlen das Vitamin K2 mit aufzufüllen , als besonders bioverfügbar wird da das Vitamin K2 MK7 gehandelt, dies besteht aus fermentierten Sojabohnenprodukten. Was halten sie davon? Wäre dies für mich kontraindiziert? Ich bin Krebspatientin (NHL) und nehme tg. L-Thyroxin wegen einer Schilddrüsenunterfunktion. Da die meisten Krebspatienten einen niedrigen Vit. D Spiegel haben würde ich den gerne auffüllen. Danke für die Antwort!

    • 4. April 2015  12:59 erstellt von Uwe

      Hallo Dani !
      Ich (51) habe 2006 ein NHL niedergekämpft (8 Zyklen R-CHOP 21), und bin seit 2012 "Langzeitüberlebender" ;-) . Im Nachgang hatte ich meinen desolaten Allgemeinzustand immer auf die Chemo zurückgeführt. Zufällig bin ich etwa 2009 auf das Thema Vit D gestossen und habe nach Laborwert Calcidiol <5 ng/ml zügig mit 3x 100 000 I.E. aufgespiegelt. Die Besserung innerhalb kurzer Zeit war enorm ! Im Lauf der Jahre habe ich, jeweils mit Laborbestimmung im Frühjahr und Herbst, versucht meine persönliche Erhaltungsdosis (für meinen Zielbereich ~60ng/ml) zu finden. Seit 9 Monaten supplementiere ich zusätzlich 120 mcg K2-MK7 pro Tag, um die Calciumversorgung sicher in die richtigen Bahnen zu lenken. Ich habe subjektiv den Eindruck, dass sich die Durchblutung meiner Beine/Füße (Arteriosklerose) verbessert hat. Zu dem Komplex "Schilddrüse" kann ich leider nichts beitragen, wenn man aber bedenkt dass an 100 mcg K2-MK7 nur maximal etwa 10g, für Sie möglichweise ungeeignete, Sojabohne hängen (Unterstellt wird die Verwendung z.B von vollständigem Natto ="fermentierte Sojaprodukte") sollte der Verwendung nichts im Wege stehen. Es sichert, bei Einnahme nennenswerter Mengen Vit D u.a. die"korrekte" Verteilung des Calciums im Körper ab. Alles Gute in Sachen NHL ! Uwe(costenoble6@googlemail.com)

    • 8. April 2015  09:30 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Dani,
      Wir empfehlen Vitamin K2 (MK7-Form) zusätzlich zur Vitamin D3 Auffüllung besonders bei Krebspatienten, da das K2 eine zusätzliche krebshemmende Wirkung hat. Die Dosierung sollte bei täglich 180 ug liegen (z.B. allsani Ostin siehe - https://allsani.com/ostin.html).
      Alles Liebe und Gute
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  9. Pingback : Richtig Essen » Blog Archiv » Milchersatz durch Soja und Süßlupine?

  10. 16. November 2014  20:14 erstellt von Jürgen Heidemann Antworten

    Hallo.

    Die negativen Eigenschaften, die dem Soja zugesprochen werden, gilt das auch für Tofu, den man aus der Sojabohne zu Hause selbst herstellt, oder beziehen sich die Meldungen und Studien, auf das, was die Industrie aus der Bohne macht? Übrigens, meiner Frau wurde die Schildrüse bereits komplett entfernt und mir auf einer Seite. Zu der Zeit waren wir aber noch Fleischesser. ;-)

    Am 7.7.14 haben Sie zu dem Thema Schilddrüse zwar bereits geantwortet und vom Soja Verzehr abgeraten, aber würden Sie bitte Ihre Antwort auf mein Vorhaben, Tofu aus der Bohne selbst herzustellen, ausdehnen?

    Viele Grüße, Jürgen Heidemann

    • 18. November 2014  18:19 erstellt von Tobias Homburg

      Hallo Jürgen,
      bei der eigenen Tofu-Herstellung kommt es dann im Prinzip auf die Qualität der Bohnen und das Herstellungsverfahren an.
      Auch bei guter Sojaqualität und eigener Herstellung, würde ich Ihnen jedoch nur einen moderaten Verzehr empfehlen - "everything in moderation"

      Liebe Grüße
      Tobias Homburg - Forschungsgruppe Dr. Feil

  11. 5. November 2014  14:12 erstellt von Nese Antworten

    Hallo, ich habe mich auch im Rahmen einer Blutgruppendiät mit Lektinen befasst, und mich nach den Ernährungsrichtlinien gehalten. Dann las ich aber bei" Stiftung Test"u.a. , dass man diese Diät für nicht nachweisbar , bzw. in mikroskopischen Untersuchungen keine Verklumpunge einzelner Blutbestandteile finden kann. Auch eine Ärztin glaubt nicht daran. Ich fand aber meinen subjektiven Gesundheitszustand besser, war aber trotzdem verunsichert. Nun lese ich hier wieder von schädlichen Lektinen in Weizen usw. Allerdings sollte ich nach der Blutgruppendiät auch auf schwarzen Pfeffer ( weg. der Lektine ) verzichten, der hier für den Gewürzquark notwendig ist. Könnt Ihr mir auf Studien mit Lektinen verweisen, so dass ich meinen Standpunkt via Blutgruppendiät festigen kann?

    • 11. November 2014  12:19 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Nese, unsere Literatur ist immer unter den Blogs angegeben. Schauen Sie einfach in den Weizenblog und in dem Sojablog nach.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

  12. 31. Juli 2014  18:59 erstellt von Wiegand Antworten

    Zum Thema Tofu gibt es nämlich tausende gute Studien (meist von der Tofu-Industrie unterstützte) und nur wenige Studien (meist von der Fleischindustrie unterstützt), die das Thema Tofu bzw. Soja kritisch und unabhängig betrachten.
    Was das Botenstoff Equol angeht geniesen Sie einen Esslöffel Sojasoße,durch das Ferment wird die Darmabsorbstion gesteigert und das Equol so dann gebildet ;-) Gewusst wie (y)

  13. 7. Juli 2014  15:23 erstellt von Manuel K Antworten

    Hallo Dr. Feil Team,

    sind Soja Produkte allgemein schlecht bei Schilddrüsenproblemen oder sollte man sie nur vermeiden, wenn man eine Unterfunktion hat? Bei mir wurde eine leichte Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert und ich suche nach einem Lebensmittel, dass die etwas erhöhte Hormonabgabe etwas abpuffert. Das es sowas nicht gibt, glaube ich meinem Arzt nicht...

    Vielen Dank und viele Grüße

    Manuel

    • 14. Juli 2014  14:44 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Manuel, wer Schilddrüsenüberfunktion oder Unterfunktion hat, sollte Soja meiden. Kurkuma ist ein Gewürz, welches Hormone wieder in den Einklang bringen kann. Hierfür sollten Sie aber mindestens 3 TL täglich nehmen.
      Gruß Friederike Feil

    • 15. Mai 2015  18:10 erstellt von sascha

      ich meine, wenn Sie eine Überfunktion haben, sollten sie vermehrt Lebensmittel essen, die eine Unterfunktion bewirken: Soja, aber auch Senf, Meerrettich, Rettich, Radieschen, Kresse (Gartenkresse, Brunnenkresse, Kapuzinerkresse), roher Kohl (z.B. der beliebte Krautsalat, oder Salat aus geeigneten anderen rohen Kohlsorten, wie Rotkohl und Spitzkohl), rohe Hirse in Form von Hirseflocken.

    • 3. September 2015  11:55 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Sascha, es macht keinen Sinn bei einer Überfunktion die Schilddrüse druch Soja zu behindern. Soja greift die Schilddrüse an und langfristig kann es zu bleibenden Schäden kommen. Eine zu aktive Schilddrüse wird bei vielen Menschen langfristig wegen Überbelastung inaktiv. Wichtig ist hier auf eine Jodarme Ernährung zu achten.
      Gruß Friederike Feil

  14. 24. Mai 2014  11:30 erstellt von Menina Antworten

    Hallo! Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und muß täglich das Hormon einnehmen. Ich muß auch abnehmen und habe mich für eine relativ vegetarische oder vegane ( einmal in der Woche Fisch oder Fleisch) Ernährung mit sehr wenig Kuhmilchprodukte entschieden. Daher bin ich in den letzten Monaten natürlich nicht an Sojaprodukten vorbeigekommen. Darf ich die dann überhaupt gar nicht mehr essen??

    • 28. Mai 2014  15:38 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Menina,
      besonders wer Probleme mit der Schilddrüse hat, sollte auf Soja-Produkte verzichten.
      Gruß Friederike

  15. 22. Mai 2014  01:02 erstellt von Bastian Antworten

    Guten Tag,
    was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, ist die Tatsache, dass in diesem Artikel von einer "Neubewertung" gesprochen wird. Schaue ich mir die verwendete Literatur von beiden Artikeln an, und vergleiche diese mit dem Erscheinungsdaten der beiden von Ihnen verfassten Stellungnahmen komme ich zu dem Schluss, dass man durchaus auch schon früher eine kritische Bewertung hätte abgeben können! Was war der Grund für den ersten positiven Bericht über Soja, bzw. was ist nun der Grund für eine eher negativere Bewertung?
    Als eiweißreiche Alternative nennen Sie dann Quark, Ei, Fisch und Fleisch.
    Wie steht es Ihrer Meinung nach um die Verwertbarkeit dieser tierischen Lebensmittel?
    Bestreiten Sie z.B. die vielen negativen Auswirkungen von den von Ihnen aufgeführten "alternativen" Eiweißquellen, wie sie z.B. Walter Veith in : Ernährung neu entdecken. S.20 ff. und Helmut Wandmaker: Rohkost stat Feuerkost. S.71 ff beschreiben?
    Der Verweis auf das "gesündere" Weidefleisch mag durchaus seine Berechtigung haben, spielt aber doch de facto kaum eine Rolle in Deutschland, wo 98% des verzehrten Fleisches aus der Massentierhaltung kommt. Zudem wird sich das aus kostengründen (12.00€ und mehr pro Kilo) kaum der Großteil der Bevölkerung leisten wollen.
    Ich bedanke mich vorab für Ihre Antwort.
    Beste Grüße

    • 28. Mai 2014  15:00 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Bastian,
      wir haben Soja neu bewertet, weil wir etwas mehr Einblicke in die Studie gewonnen haben. Wer hat sie durchgeführt? Was wurde weggelassen? Ein interessantes Buch hierfür war: the dark side of soy, welche die Soja-Literatur ins Detail analysiert haben.
      Tierisches Eiweiß ist für den Körper besser verwertbar als Pflanzliches.
      Wir bekommen unser Weidefleisch von einem lokalen Bauern und zahlen keine 12 Euro. Man muss hier eben etwas suchen. Außerdem isst man dann einfach etwas weniger. Früher gab es auch nicht täglich Fleisch.
      Gruß Friederike

    • 17. Juli 2014  21:48 erstellt von Manfred

      Das Soja gesund ist, verdanken wir einer gigantischen Marketing Kampagne, hauptsächlich aus den USA iniziert. Das geschah unter der Bush Regierung, als der selbige wieder gewählt werden wollte. Die angeblich „gesundheitsfördernden“ Eigenschaften der Sojabohne sind eine Erfindung und Lüge des monströsen U.S.-Agrobusiness, eine skrupellose Marketing-Strategie der gigantischen Gentech-Industrie (Monsanto & Co.). Soja und die meisten Produkte sind höchst gesundheitsschädigend bis krebsauslösend! Soja-Bohnen enthalten eine große Zahl für den Menschen schädlicher Substanzen und Gifte:
      · ALLERGENE: Soja gehört zu den acht stärksten Nahrungsmittel-Allergenen.
      · GOITROGENE: Sie schädigen die Schilddrüse, verursachen eine Unterfunktion der Schilddrüse und können zu Krebs der Schilddrüse führen.
      · HÄMAGGLUTININ: Es läßt die roten Blutkörperchen verklumpen („Geldrollen-Krankheit“), fördert Blutgerinnsel sowie Thrombose und Embolien.
      · ISOFLAVONE / ISOFLAVONOIDE: (pflanzliche) Phyto-„Östrogene“, die ähnlich wie tierliche / menschliche Hormone wirken und bei Kindern und Jugendlichen zu Entwicklungs-Störungen und Unfruchtbarkeit führen, die Fortpflanzungs-Organe, das Nerven-System und die Schilddrüse schädigen, Schilddrüsen-Unterfunktion, Schilddrüsen-Krebs und bei Frauen Brustkrebs verursachen, fördern oder auslösen können.
      · LEKTINE: Sie lassen die roten Blutkörperchen verklumpen („Geldrollen-Krankheit“).
      · OXALATE: Sie verhindern die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung in den Organismus und fördern Nierenstein-Bildung und Osteoporose (Knochenbrüchigkeit).
      · PHYTATE: Sie verhindern die Aufnahme und Verwertung von Mengen-Elementen (Mineralien wie z. B. Eisen, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Zink u. a.) und führen so indirekt zu Anämie (Blutarmut), Unfruchtbarkeit, Osteoporose und Immun-Schwäche.
      · PROTEASE- / TRYPSIN-INHIBITOREN: Sie hemmen die Funktion der eiweißverdauenden Enzyme Protease und Trypsin. Das führt zu Magen-Dysfunktion, Fäulnis- und Gift-Bildung im Darm, chronischer Vergiftung des Blutes und der Lymphe, Überlastung der Bauchspeicheldrüse mit Diabetes und Krebs als möglicher Folge.
      · SAPONINE: Sie verbinden sich mit der Galle, stören, behindern oder blockieren die Fett-Verdauung und schädigen die Darm-Schleimhaut (mit chronischer Vergiftung des Blutes und der Lymphe sowie Darmkrebs als Folge); unter best. Umständen tödlich.

  16. 21. Februar 2014  10:36 erstellt von Lika Antworten

    Hi,
    Bei mir wurde eine verzögerte lebensmittelallergie gegen Milch und Ei diagnostiziert. Ich verzichte seit zwei Jahren auf alle Milchprodukte und Ei und mir gehts damit wesentlich besser. Für meinen Kaffee nehme ich sojamilch und Tofu esse ich wenig. Ich bin durch ihren Beitrag verunsichert und sehe bei ihren ernährungsempfehlungen viel Milchprodukte. Wie gehe ich damit um, welchen Ersatz empfehlen sie und wie sehen sie in meinem fall die Verwendung von Soja. Lg lika

    • 21. Februar 2014  14:57 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Lika,
      Sie können auch ohne Milchprodukte gesund ernähren. Generell empfehle ich anstatt Sojamilch lieber Kokosmilch. Das stärkt die Darmschleimhaut und das Immunsystem. Damit Sie auf ausreichen Eiweiß kommen, sollten Sie Linsen, Erbsen, Nüsse und regelmäßig Fleisch von einem lokalen Bio-Händler einsetzen.
      Gruß Friederike

  17. 28. Januar 2014  00:53 erstellt von Marcus Schaub Antworten

    Und was halten Sie von der These, daß Soja(produkte) polemisch und verkürzt gesagt, dement und impotent machen (nach Udo Pollmer)?

    • 31. Januar 2014  16:04 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Marcus, durch den hohen Estrogengehalt gibt es Indizien dafür, dass ein hoher Konsum von Soja impotent machen könnte. Da Soja durch den Lektingehalt auch Entzündungen im Gehirn hervorrufen kann, könnte auch eine Demenz gefördert werden.
      Gruß Friederike

    • 5. März 2014  20:19 erstellt von Paul Reichardt

      Nochmal zu den Lektinen:
      Anders als die Weizen-Lektine sind die die Soja-Lektine nicht so temperaturstabil, werden also durch Erhitzen inaktiviert, genau wie die Lektine in anderen Hülsenfrüchten (Linsen und Bohnen). Demnach hätte Soja keine demenzfördernde Wirkung - solange man es vorher erhitzt, richtig?

    • 6. März 2014  11:44 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Paul, haben Sie mir hier Infos? Ich war der Meinung, dass Soja-Lektine durch das Erhitzen nicht kaputt gehen. Generell gibt es aber noch viele andere Stoffe in Soja, die einen hohen Konsum widersprechen.
      Gruß Friederike

    • 6. März 2014  21:10 erstellt von Paul Reichardt

      Hallo,
      über Lektine in Bohnen kann man z.B.in diesem Wikipedia-Artikel Lesen:
      "Alle Bohnen der Gruppe Phaseolus sind roh giftig. Erst das Erhitzen (in Kochwasser) auf mehr als 70 °C zersetzt das Gift Lectin (Phasin, ein Samenglykoproteid).
      http://de.wikipedia.org/wiki/Gartenbohne

      eine weitere Quelle ist diese:
      http://www.urgeschmack.de/lektine/
      (wie seriös die ist, kann ich nicht sagen)
      Zitat::
      "Lektine sind in vielen Pflanzen enthalten, ganz aus dem Weg gehen kann man ihnen daher kaum. Da jedoch besonders die für den Menschen toxischen Lektine in den mit Abstand höchsten Konzentrationen in Getreide (besonders Weizen) und Hülsenfrüchten (besonders Soja) enthalten sind, macht es Sinn, auf diese gänzlich zu verzichten. Auch Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Tomaten oder Paprika enthalten sie in nennenswerten, jedoch nicht ganz so hohen Mengen. Natürlich enthalten auch alle Folgeprodukte aus diesen Pflanzen die Lektine, also die entsprechenden Öle, Mehle usw. Und auch Milch kann davon betroffen sein.

      Lektine sind verhältnismäßig resistent gegen Verdauungsenzyme und gegen Hitze. Erst durch Temperaturen oberhalb 75°C werden Lektine zumindest teilweise unschädlich gemacht. [...]"

      Da Lektine in anderen Hülsenfrüchten wie Linsen durch kochen zersetzt werden, ging ich davon aus, dass dies auch auf Soja zutrifft.

      Soja wurde und wird in Asien viel mehr konsumiert als bei uns. Da die beanstandeten Inhaltsstoffe auch durch Fermentieren nicht neutralisiert werden, nehmen die Menschen dort viel mehr davon auf, offensichtlich, ohne davon krank zu werden. Deshalb ging ich davon aus, dass es unbedenklich ist.

    • 14. März 2014  11:06 erstellt von Feil Friederike

      hallo Paul,
      Asiaten essen traditionell fermentierte Sojaprodukte, die viele andere gesundheitlichen Vorteile bringen. Wir "Westler" essen hochbearbeitete Soja-Produkte wie Sojamilch, Sojamehl, etc. Es handelt sich hier um komplett andere Produkte, die andere Risiken mit sich bringen, neben Lektinen.
      Gruß Friederike

    • 6. März 2014  21:52 erstellt von Paul Reichardt

      eine weitere Quelle:
      http://www.was-wir-essen.de/sonstiges/schadstoffe_l.php
      "... Lektine sind beispielsweise enthalten in Sojabohnen, grünen Bohnen (Phasin) und Feuerbohnen. Kochen und Blanchieren inaktiviert die Lektine.

      Tipps

      Hülsenfrüchte auf keinen Fall roh essen.
      Keimlinge von Hülsenfrüchten vor dem Verzehr zumindest blanchieren. ... "
      Das verstehe ich so, dass bei Hülsenfrüchten Lektine durch Erhitzen zersetzt werden können.

    • 14. März 2014  10:56 erstellt von Feil Friederike

      Roh auf keinen Fall. Allerdings gehen die Lektine nur teilweise durch das Erhitzen kaputt.
      Gruß Friederike

    • 5. März 2014  20:59 erstellt von Paul Reichardt

      Als Zersetzungstemperatur für Lektine von Hülsenfrüchten (Bohnen) wird von verschiedenen Internetquellen 70 - 75°C angegeben. 10 min Erhitzen auf 100 Grad sollten demnach ausreichen, am die Lektine in Soja sicher zu neutralisieren?

    • 6. März 2014  11:28 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Paul,
      leider kann man dies nicht pauschal für Lektine sagen. Manche Lektine werden auch durch das Erhitzen gar nicht zerstört. In Soja und Weizen und roten Bohnen zum Beispiel können Lektine nicht zerstört werden durch das Erhitzen.
      Gruß Friederike Feil

    • 6. März 2014  21:14 erstellt von Paul Reichardt

      Hallo,
      hast du dazu auch Quellen, denen zu entnehmen ist, bei welcher Temperatur die Lektine zersetzt werden, bzw. welche Lektine temperaturstabil sind?
      (ich meine, weblinks, oder Titel von Publikationen, wo das alles nachzulesen ist.)

    • 14. März 2014  10:57 erstellt von Feil Friederike

      Siehe vorherige Antwort.

    • 6. März 2014  22:21 erstellt von Paul Reichardt

      hallo Friederike,
      ich habe eben nochmal recherchiert bzgl. Lektine in roten Bohnen (Kidney-Bohnen):
      Diese sind auch nur eine Sorte der Gartenbohne (Phaseolus) und enthalten auch das gleiche Lektin (Phasin). Es gibt absolut keinen Hinweis darauf, warum dieses Lektin der roten Bohne *nicht* durch kochen zersetzt wird, wenn es in anderen Sorten offensichtlich durch kochen zersetzbar ist. Es kommt wohl in rohen(!) roten Bohnen in höherer Konzentration vor als in den anderen Sorten.

    • 14. März 2014  10:55 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Paul, wenn Sie mir Ihre Quellen nennen, dann schaue ich mir dies gerne an. wir haben unsere Infos aus einer Studie von Pneumans: Prevalence, biological activity and genetic manipulation of lectins in foods und aus der Review von Cordain: Modulation of immune function by dietary lectins in rheumatoid arthritis und von dieser Zusammenfassung: Lectins in the United States diet: a survey of lectins in commonly consumed foods and a review of the literature.
      Gerne nehme ich aber neue Informationen an.
      Gruß Friederike Feil

    • 16. März 2014  19:05 erstellt von Paul Reichardt

      Hallo Friederike,
      leider ist über deinem Beitrag vom 14. März 2014 10:55 kein "antworten"-Button mehr, deshalb antworte ich hier:

      Über Lektine in Hülsenfrüchten, und wie sie zu neutralisieren sind, kann man z.B. hier nachlesen:
      http://medcontent.metapress.com/content/39ml82n5233253m4/

      oder meintest du, woher ich die Info habe, dass rote- und weisse Bohnen nur zwei Sorten der selben Frucht sind (und deshalb prinzipiell das gleiche Lektin enthalten, was auf die gleiche Art zu inaktivieren ist) ? Das kann man in vielen Büchern über Pflanzenkunde nachlesen.

    • 20. März 2014  11:29 erstellt von Feil Friederike

      Leider komme ich bei Ihrem Link nicht auf die Informationen über die Neutralisierung von Lektinen.
      Gruß Friederike

  18. 13. November 2013  17:44 erstellt von bernhard1964 Antworten

    Soja, Soja, Soja....! Die Sojabohne ist momentan heftiger Kritik ausgesetzt. Zurecht und auch zu Unrecht. Zurecht, da Sie für viele als Fleischersatz herhalten muss und dieser Fakt unhaltbar ist und zurecht, weil es Unternehmen wie Monsanto gibt die es geschafft haben, das Saatgut gentechnisch so zu verändern, dass das Unternehmen nun zum Saatgut auch gleichzeitig das passende Unkrautvernichtungsmittel dazu verkaufen kann. Eine runde Sache oder um es beim Namen zu nennen - ROUNDUP. Seit 1974 wird dieses Mittel in der Landwirtschaft eingesetzt, mit zum Teil verheerenden Wirkungen.
    Zu Unrecht, weil Sojaprodukte als Nahrungsergänzung durchaus ihre Berechtigung haben. Für viele Veganer, Vegetarierer sind diese Produkte eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan. Seit Jahrhunderten wird in asiatischen Ländern, in China, etc. Tofu konsumiert.
    Vermutlich handelte es sich in diesen Ländern nie um gentechnisch verändertes Soja. Seit den 70er Jahren treibt aber eben auch Monsanto dort sein Unwesen.
    Was die Menschen krank macht und zu Allergien führt ist meiner Meinung nach vor allem der gentechnisch veränderte Mais in Kombination mit der Verwendung von aggressiven Herbiziden.
    Wir sollten beim Konsum von Soja/Tofu zum Einen darauf achten, dass dieser aus kontrolliert biologischem Anbau stammt, und darauf dass wir nicht zu viel davon essen. Das gilt übrigens für alle anderen Lebensmittel genau so. Lieber abwechslungsreich, frisch und möglichst aus Bio-Anbau.

    • 4. Oktober 2014  08:57 erstellt von Franky86

      Ich hab gehört, kann es aber natürlich nicht belegen, das das Produkt aus den USA kommt und eher wenig in Asien verbreitet sein soll und wenn doch, nicht so lang.
      Stimmt das so oder hab ich da falsch gehört. Also ich meide alles mit möglichen Gefahren, wie Impotenz und Demenz.

      Bitte um Feedback

  19. 16. Oktober 2013  19:08 erstellt von Sven P. Antworten

    Guten Abend!

    Mit Interesse habe ich vor kurzem Ihren Artikel durchgelesen, vor allem da ich selber Soja in
    Form des sogenannten Soja- Reis- Drinks konsumiere, meistens 4 Gläser täglich.
    Da es sich um ein Bio Produkt mit 5,3% Soja-Anteil handelt, hatte ich keine Bedenken.
    Was halten Sie von diesem Produkt?

    • 20. Oktober 2013  15:43 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Sven, ich würde auf Kokosmilch, Hafermilch oder Mandelmilch umsteigen.
      Gruß Friederike

  20. 29. September 2013  09:28 erstellt von Bryan Antworten

    Hallo liebes Dr. Feil-Team,

    was wären denn gesunde Alternativen zu Soja-Joghurt zum Frühstück?

    Bislang esse ich morgens mein selbstgemachtes Müsli mit frischen Äpfeln, Bananen, eine kleine Hand voll Nüssen, ein wenig Amaranth, Chia-Samen und als Proteiquelle dazu Soja-Joghurt.

    Seit einiger Zeit esse ich statt Soja Lupinenmehl, welches ich mit Wasser vermische. Nun sind Lupine wohl auch bedenklich - wie ich jetzt gerade beim frühstücken dieser lese. ;)

    Was können Sie mir als unbedenkliche Proteinquelle zum Müsli - außer Rohmilch - empfehlen?

    Vielen lieben Dank.

    Schöne Grüße,
    Bryan

    • 30. September 2013  10:50 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Bryan,
      als gute Proteinquelle für Dein Müsli kann ich Dir Mandelmehl empfehlen.

      Herzliche Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

    • 30. September 2013  15:06 erstellt von Bryan Song

      Hallo Peter,

      vielen Dank für die schnelle Antwort!

      Mandelmehl ist perfekt, hab ich sogar noch auf Lager! :)
      Sind Kokosmehl und Leinsamenmehl ebenfalls unbedenklich zu empfehlen?

      Kann ich diese einfach mit Wasser verrührt einnehmen?

      Schöne Grüße
      Bryan

      P.s.: Find eure Seite super! Toll, dass man auch Antworten kriegt! ;)

    • 1. Oktober 2013  11:32 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Bryan,
      Kokosmehl und Leinsamenmehl können unbedenklich genommen werden. Leinsamenmehl jedoch nur bei niedriger Temperatur (125Grad) zum Backen verwenden.
      Schöne Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

    • 1. Oktober 2013  10:05 erstellt von Johannes

      Hallo Bryan,

      ich verwende seit kurzer Zeit Süßlupinenmehl fürs Müsli. Was genau ist das bedenkliche an Lupinen? Wird doch überall hochgelobt.
      Grüße Johannes




      Grüße Johannes

  21. 26. September 2013  21:54 erstellt von lars Antworten

    Hallo liebes Dr. Feil Team,

    Ich esse sehr gerne Naturjoghurt und Quark. ES Kommt öfters
    mal vor, dass ich 500g Quark und 500g Joghurt pro Tag esse.
    Ich esse aber auch sehr gerne Gemüse, in der Regel 700g am Tag.
    Ist der hohe Quark und Joghurtverzehr auf Dauer in irgendeiner Weise
    bedenklich?

    Liebe Grüße und vielen Dank!

    • 1. Oktober 2013  09:49 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Lars,
      Mein Tipp: zusätzlich übers Gemüse viele Kräuter geben und in Quark oder Joghurt viele Gewürze packen. Zusammen mit täglich 700 g Gemüse ist dann alles basendominiert und sollte dann zu keiner Übersäuerung führen.
      Herzliche Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  22. 8. September 2013  18:01 erstellt von bernhard1964 Antworten

    Liest man die vielen Beiträge zu dem Thema, wird einem ganz schwindlig von den vielen Unverträglichkeiten die Menschen inzwischen auf diverse "gewöhnliche" Lebensmittel ausbilden. Wesentlich ist meiner Meinung nach eine ausgewogene, möglichst Fleisch und Milchfreie Ernährung. Gleichzeitig gilt es, möglichst frische, gering verarbeitete und regionale Nahrungsmittel zu konsumieren bzw. selbst zu kochen bzw. zuzubereiten. Der Aspekt, mit welchem Bewusstsein wir Menschen Nahrungsmittel konsumieren, wird viel zu sehr ausser Acht gelassen. Das wird auch von Ernährungswissenschaftlern und anderen Ernährungsexperten zu sehr vernachlässigt. Ausserdem gilt für mich das Zitat von Dr. Kollath: "Die Nahrung ist nicht das höchste im Leben, aber Sie ist das, auf dem das Höchste gedeihen kann!"
    Beste Grüße
    Bernhard

  23. 8. September 2013  17:42 erstellt von bernhard1964 Antworten

    ich empfehle für eine unaufgeregte Information zum Thema Soja folgenden link:
    http://www.ugb.de/exklusiv/fragen-service/wie-ist-zunehmende-verzehr-von-sojalebensmitteln-gesundheitlich-zu-bewert/
    Probieren Sie doch auch mal die einheimische Alternative zur Sojabohne - die Lupine.

    Herzliche Grüße

  24. 3. September 2013  15:50 erstellt von Johnny Antworten

    Sojabohnen Keimlinge oder Sojabohnensprossen, die man überall zu kaufen bekommt, sind nicht aus Sojabohnen, sondern MUNGO! Man ißt die Mungokeimlinge in Asien, aber nicht Sojabohnenkeimlinge. Ich bin da aufgewachsen und habe nur Mungokeimlinge gegessen. Die Sojaprodukte, die man hier so kennt, kennen wir meist nicht.

  25. 28. Juli 2013  00:46 erstellt von Angi Antworten

    Hallo,
    ich habe stark erhöhte Estradiolwerte und Östriolwerte. Kann mein hoher Sojakonsum daran schuld sein und können Hormonspeicheltest dadurch beeinflusst werden? Meine Werte sind wirklich utopisch hoch.
    Liebe Grüße von Angi

    • 30. Juli 2013  11:16 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Angi,
      Soja beeinflusst definitiv die Hormonwerte. Daher ist man sich auch nicht einig ob ein hoher Sojakonsum langfristig nicht große Probleme machen könnte. Ich würde Ihnen empfehlen ihren Soja-Konsum zu reduzieren und gleichzeitig 3x pro Woche ein kurzes hoch-intensives Training (6 Minuten-15 Minuten) zu machen. Dies sollte die Estradiolwerte wieder senken.
      Gruß Friederike

  26. 18. Juli 2013  08:55 erstellt von Björn Antworten

    http://www.diseaseproof.com/archives/healthy-food-debunking-the-antisoy-myths.html

    Schaut doch mal... ein interessanter Link von Joel Fuhrman (übrigens befreundet mit Dr. Mercola :)) - was haltet Ihr davon?
    Somit wäre Soja aber auch Tofu doch wieder auf meinem Speiseplan :)
    Lieben Gruß

    • 19. Juli 2013  14:48 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Björn,
      leider sind bei uns Tempeh und Tofu hochbearbeitete Produkte und nicht wie in Asien traditionell hergestellt. Edamame ist okay. Alle anderen Sojaprodukte sollten gemieden werden. Die angegebenen Studien sind leider zum Teil auch von der Lobby unterstützt.
      Gruß Friederike Feil

  27. 19. Juni 2013  11:27 erstellt von Michaela Antworten

    Ich ernähre mich vegan und habe Fleisch/Fisch, Eier und Milchprodukte bisher "ersetzt" durch Dinkel-"Milch", Tofu in verschiedenen Varianten und gelegentlich Lupine. Ich esse viel Gemüse und Salat und nehme zusätzlich ein B12-Präparat ein.
    Nun lese ich, dass Soja bedenklich ist und Lupine hoch allergieauslösend.
    Woran kann ich erkennen, ob ich Soja schlecht vertrage bzw. wie wirken sich die Nebenwirkungen der Lupine aus?
    Welche Möglichkeiten habe ich, um an ausreichend Eiweiß inkl. aller notwendigen Aminosäuren zu kommen? Und wieviel ist Eiweiß wird als ausreichend deklariert wenn man sich sportlich betätigt?
    Eine Umstellung auf Milchprodukte, Fisch, Fleisch, etc. ist für mich keine vorstellbare Lösung!
    Herzlichen Dank für Infos dazu.

    • 24. Juni 2013  15:28 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Michaela,
      leider kann man bei den meisten Nahrungsmitteln nicht sofort feststellen wie diese auf uns wirken. Wenn Sie bisher keine Probleme mit Lupinen haben, dann haben Sie wahrscheinlich keine Unverträglichkeit. Bei jeden Lebensmitteln von denen man aber sehr viel isst, kann es zu Problemen kommen. Daher sollten Sie Lupine auch nicht im Übermaß genießen.
      Soja enthält viele Stoffe, die sich schlecht auf den Stoffwechsel auswirken können.
      Als Alternative für Sie wäre vermehrt mit Nüssen, Mandelmehl, Hanfsamen, und Pseudogetreide (z.B Amaranth und Quinoa) zu arbeiten.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

  28. 7. Juni 2013  16:09 erstellt von Andre Antworten

    Guten Tag ich bin Seit 3 jahren vegan.
    Nun kann bei mir soja und tofu nicht einfach weggelassen werden.
    Esse ich dafür Rind und Fisch haben wir das problem mit den giftstoffen in Rind und Fisch.
    Was nun ?????

    • 14. Juni 2013  15:24 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Andre,
      nicht alle Tierprodukte enthalten Giftstoffe. Ein Tier, welches art-gerecht gehalten wird enthält kaum Schadstoffe.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

    • 6. Juli 2013  15:57 erstellt von alexander

      Da muss ich ihnen widersprechen.
      Sehr wohl enthalten Tiere die artgerecht behandelt werden Schadstoffe.
      Sie werden jedoch reduziert, sind aber im vergleich zu Soja dennoch größer !

  29. 6. April 2013  10:18 erstellt von ingrid Antworten

    hallo Frau Dr.Feil,

    seit vier Jahren nehme ich als mir selbst verordnete "Hormonersatztherapie" und als "Jungbrunnen" einen Becher Sojamilch täglich zu mir. Anfangs hatte ich auch entsprechende Kapseln geschluckt, nur wenige Monate, dies dannaber gelassen, da ich menstruationsähnliche Beschwerden davon bekommen habe und mir meine Frauenärztin bestätigte, dass manche Frauen in der Menopause sogar zu bluten wieder anfangen.

    nun habe ich schon mehrmals versucht auch mit dem Trinken von Sojamilch aufzuhören, aber es geht nicht, denn spätestens zwei Tage später habe ich Schwindel und starke Blutdruckstörungen, noch etwas später bekomme ich hängende Wülste unter den Aufen und sehe uralt aus, (tatsächlich bin ich 62 und sehe eher viel jünger aus als Gleichaltrige). schlimmer als das Äußere sind aber die Kreislaufprobleme (hoher Blutdruck, Druck im Kopf, schnell ermüdet) und der Schwindel, das ist entsetzlich.

    ich habe mir erst selber nicht geglaubt, dass es von so wenig Sojamilch abhängt, es hat sich aber leider immer wieder bestätigt. Kann das sein, und wie kann das sein? ich habe einen vegetativ sehr labilen Kreislauf bei sonst voller Gesundheit, Herz wurde genau untersucht!)

    • 8. April 2013  07:09 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Ingrid,
      ich habe in der Medizin gelernt: "Es gibt nichts, was es nicht gibt."
      Sie können jedoch mal versuchen die Sojamilch ausschleichen zu lassen. Trinken Sie jeden Tag etwas weniger und wir sehen wie dann der Körper reagiert.
      Liebe Grüße und alles Gute
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

    • 8. April 2013  07:24 erstellt von ingrid

      das "Ausschleichen" habe ich schon ausprobiert, unter einem halben Becher täglich geht es mit dem Schwindel und dem hohen Blutdruck unweigerlich wieder los. ich habe mittlerweile gelesen, dass Sija bei Frauen in der Mebopause den Blutdruck um ca 10 bis 15 Punkte senkt. Es waren Studien mit gesunden Frauen in der Menopause. So einen "Ausschleichversuch" habe ich gerade wieder abgebrochen, - fast unmittelbar geht es mir wieder blendend. Jetzt vertrag ich sogar Kaffee wieder gut, ohne Sojamilch überhaupt nicht.
      danke für die Antwort!

  30. 31. Januar 2013  19:36 erstellt von Christoph Antworten

    Hallo,

    ich habe in einem Buch das von Ernährung gegen Krebs handelt gelesen, dass man täglich ca. eine Hand voll Edamame (junge Sojabohnen) zu sich nehmen sollte.
    Wie ist ihre Meinung dazu, muss man das auch kritisch sehen?

    Viele Grüße

    • 4. Februar 2013  15:52 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Christoph,
      wir raten von Soja-Produkten ab wegen dem hohen Phytoestrogengehalt. Auch Edamame enthalten eine hohe Konzentration an Phytoestrogenen. Besonders bei Krebs ist man sich nicht sicher, ob dies den Krebs nicht verschlimmert.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

  31. 26. Januar 2013  12:40 erstellt von Sabine Rupp Antworten

    Habe eben einen interessanten Artikel entdeckt. Ist eventuell Lupine eine Alternative zu Soja?

    http://www.zentrum-der-gesundheit.de/lupine.html

    Wenn ja, muss man nur noch herausfinden, wo man entsprechende Produkte (Mehl etc.) kaufen kann. Weiß das schon jemand?

    Grüße
    Sabine

    • 30. Januar 2013  16:26 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Sabine,
      wir empfehlen kein Lupinmehl, da viele Menschen darauf hoch allergisch wirken. Je mehr Lupine eingesetzt werden um so größer wird die Zahl der Menschen werden, die Lupine nicht vertragen.
      Gruß Friederike

  32. 19. Januar 2013  19:53 erstellt von Mnajdra Antworten

    Puh, nach Lesen des Artikels werde ich mir wohl Gedanken machen müssen, ob ich nicht mein Frühstück umstellen sollte... Esse immer Soja-Joghurt von Alpro mit Haferflocken, Kokosmehl, Rosinen, Aroniabeeren, dunkler Schokolade, Vanille und Zimt. Das ist das einzige Frühstück bisher, das ich vertrage, das klasse schmeckt und das lange satt hält. Seitdem ich das esse, ist das Frühstück für mich nicht mehr lästig sondern zu einem echten Highlight geworden :-) Aber damit esse ich in der Woche schon allein durch das Frühstück 500 - 1000g eines Sojaprodukts... :-( Milchprodukte sind für meinen Magen, meine Haut und mein Gewissen keine wirklich gute Alternative. Na ja, vielleicht finde ich ja nun endlich mal einen gesunden Frühstücksbrei, der schmeckt. Ist mir bisher leider noch nicht geglückt, aber ich bin trotzdem einfach mal weiter zuversichtlich ;-)

    • 15. Mai 2013  10:02 erstellt von Blume

      Hallo Mnajdra!
      Hast du schon mal Mandelmilch versucht? Kann man selber machen und soll voll gesund sein. Und für dein Morgentliches Müsli kann ich dir Birchermüsli empfehlen- eben dann mit Mandelmilch. Geht auch mit anderen Nüssen.
      Alles Liebe und gutes Gelingen:-)

  33. 15. Januar 2013  17:40 erstellt von shiruke Antworten

    hi!
    ich bin schon oft in japan gewesen und liebe die japanische küche weil sie nicht nur sehr lecker, sonder auch die gesündeste ist. japaner essen zum grössten teil zu jeder malzeit sojaprodukte egal welcher form. auch hab ich sehr oft schon gelesen und gehört das die krebsrate egal welcher art in japan mit am geringsten ist. ich für mein teil esse jeden tag soja produkte. kaufe ihn aber auch nur in asia shops und achte auch darauf das es importierte ware aus japan oder korea ist. für mich ist soja sehr gesund höre da ehr auf sie als was europär oder amerikaner auf einmal drüber schreiben! in japan leben die meisten ältesten menschen, dass sagt ja wohl alles. auch gibt es da viel weniger übergewichtige mensch als wie bei uns.
    in diesem sinne guten appetit und bleiben sie gesund :)

  34. Pingback : Soja wirklich ungesund? - Seite 2

  35. 10. Januar 2013  07:40 erstellt von Evelyn Hegemeier Antworten

    Hallo Frau Feil, ihr Artikel verwundert mich ein wenig. Als ich vor Jahren wegen Übersäuerung und leichtem Übergewicht bei einer TCM Praxis war, wurde mir von Milchprodukten abgeraten und zudem Basica aus dem Reformhaus empfohlen. Das Ergebnis war, dass ich innerhalb von einem jahr 16 Kilo abgenommen habe ( Von 87 kg auf 71kg bei einer Körpergrösse von 1,71m) Ich habe sonst nichts an meiner Ernährung geändert, ausser ein bisschen Sport. Kann es sein dass ich als Halb-Asiatin Soja anstatt Milch tatsächlich besser vertrage? Ich fühlte mich wirklich gut während der Zeit und habe wirklich nur auf Milchprodukte verzichtet (also weiterhin Fleisch aber anstatt Milch eben mal Tofu. Sojamilch und andere Sojaprodukte jedoch gar nicht) Ausserdem frage ich mich wie man das anhand von Ratten/Mäusen abhängig machen soll, da dass Verdauungssystem ja wohl kaum 1 zu 1 übertragbar ist auf den Menschen. Ich will nicht sagen dass Sojaprodukte Wundermittel und Milchprodukte der Kern allen übels sind, aber ich habe eben das subjektive Gefühl dass mir Milchverzicht und Tofukonsum eine Menge Lebensqualität gebracht haben. Als ich nämlich wieder aufhörte damit und Milchprodukte zu mir nahm, ging das Gewicht langsam aber sicher wieder drauf, weswegen ich mich nun wieder umstellen möchte. Ich bin übrigens inzwischen 27 Jahre alt und die TCM Ernährungsberatung liegt etwa 5 Jahre zurück.

    • 10. Januar 2013  10:42 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Evelyn,
      Danke für Ihre E-mail.
      Bei Ernährung gibt es keinen Weg, der für alle passt. Wir raten vor
      übermäßigem Soja-Konsum ab, da die Risiken zu hoch sind. Wenn Sie
      Soja-Produkte ohne Nebenwirkungen vertragen, so genießen sie diese
      weiterhin. Wie sich dies langfristig auf den Stoffwechsel auswirkt, müssen
      Sie dann einfach beobachten. Und wenn es Ihnen nicht mehr gut tut, dann
      würde ich den Sojakonsum einschrenken. Auch bei Milchprodukten empfehlen wir
      kein Übermaß zu verzehren und wenn dann auf sehr hohe Qualität zu achten.
      Asiaten tun sich mit der Verdauung von Milchprodukten generell schwerer.
      Lieben Gruß und alles Gute
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  36. 2. Januar 2013  15:30 erstellt von Björn Berger Antworten

    Hallo Familie Feil,
    mich würde mal interessieren wie Sie zum neuen Buch von Dr. Joachim Mutter stehen falls schon bekannt. ("Grün Essen")Die Thematik Tofu/Soja sieht er ganz ähnlich doch auch das Thema der Milchprodukte und Fleisch wird hier anders beleuchtet. Für den Sportler vielleicht noch interessant... ein Buch mit einem Schlusswort von Sabine Spitz :) Für mich ist Joachim Mutter einer der führenden Ärzte im Bereich der gesunden Ernährung und vor allem im Bereich der Gesundung von chronischen Krankheiten. Von daher sehe auch ich die Situation in Hinblick auf Fleisch und Milchkonsum auch aus eigener Erfahrung etwas anders. (China Study, vgl. "Super Immunity von Dr. Joel Fuhrman" etc)

    Ich freue mich auf Antwort oder Diskussion...

    Ein frohes und gesundes und sportliches Jahr 2013 wünscht,
    Björn Berger

    • 8. Januar 2013  12:56 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Herr Berger, da ich das Buch nicht kenne, kann ich Ihnen wenig dazu sagen. Wir empfehlen Fleisch und Milchprodukte auch nicht in Massen zu essen, auch da wir gar nicht so viel Eiweiß benötigen. Allerdings differenzieren wir zwischen verschiedenen Fleisch und Milchprodukten. Die Haltung der Tiere ist wichtig für die Qualität des Produktes. Wir empfehlen regional Milch und Fleischprodukte zu besorgen und Fleisch circa 2x pro Woche zu konsumieren.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

  37. 17. Dezember 2012  12:09 erstellt von Sabine Antworten

    Welche nicht-tierischen Lebensmittel empfehlen Sie alternativ zu Soja - gibt es noch weitere außer Mandelmehl?

    • 23. Dezember 2012  13:51 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Sabine,
      Weitere nicht-tierische Eiweißquellen sind Linsen, Erbsen, und Nüsse. Besonders Pistazien und Cashews haben einen hohen Eiweißanteil.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

    • 7. Januar 2013  16:45 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Sabine,
      leider gibt es nicht sehr viele alternative vegetarische Eiweißquellen. Ich würde Ihnen empfehlen viele Nüsse, Pilze, Linsen und Erbsen zu essen.
      Gruß Friederike Feil

  38. 30. November 2012  14:22 erstellt von mezzo Antworten

    Tja - seit wann ist denn Soja so gesund? Erst seit ein paar Jahren. Erst seit es eine Sojaschwemme gibt, die man nicht mehr los wird. An Tiere verfüttern geht leider auch nur bedingt, da nehmen wir doch mal den gesundheitsbewußten Verbraucher und erzählem dem, dass Soja die Milch Asiens sei und die Asiaten so gesund sind, weil sie soviel Tofu etc. essen. Man nehme ein chinesisches Kochbuch und was stellt man fest.: Tofu taucht gerne in "buddhistischen Fastenspeisen" auf. Oder mal als ein paar Bröckchen Seidentofu in einer Suppe. Und das war's dann auch schon. Chinesen lieben ihr Schweinefleisch und anderes Fleisch - und verzichten darauf nur, wenn sie es sich nicht leisten können. Traditionelle japanische Kost verwendet weder Sojamilch noch Sojajoghurt, Sojageschnetzeltes oder Sojasahne. Statt dessen fermentierte Produkte wie Sojasauce, Tempeh und Natto (letztere für europäische Gaumen nicht unbedingt geeignet). Soja enthält jede Menge Phytine, die zu Mineralstoffmangel führen können, dampft die Schilddrüsenfunktion und verdrängt ordentliche Lebensmittel vom Speiseplan. Am allerübelsten ist, dass Soja mehr und mehr der Babynahrung zugesetzt wird - die Kleinen erhalten damit pflanzliche Hormone in einer Dosis, die schädlich ist.

  39. 24. November 2012  16:12 erstellt von donna26 Antworten

    ich habe eine frage bezüglich dem( tofu auch geräuchert ) was passiert zb wenn man jeden tag obst und gemüse ist und 2 l tee und wasser trinkt und 1 mal in der woche nur tofu isst wird man davon dick ??? weil ich ernähr mich vegetarisch

    Bitte sie um schnellstmögliche Rückantwort ?

  40. 26. Oktober 2012  11:54 erstellt von Thorsten Antworten

    Danke für ihre Antwort.
    Soweit ich weiß ist der Sojajoghurt fermentiert. Ich wüsste auch garnich wie das anders gehen sollte. Der Joghurt den ich benutze enthält Wasser, geschälte Sojabohnen und Bifidus und Acidophiluskulturen.
    Ich werd dann wohl abwechselnd Sojajoghurt und Hafermilch verwenden.

  41. 24. Oktober 2012  20:56 erstellt von Thorsten Antworten

    Frage: Ich nehme täglich ca. 200g Sojajoghurt zu mir. Soweit ich das verstanden habe ist Sojajoghurt fermentierte Sojamilch. Ist das nun wieder weitesgehend unbedenklich? ist mein Konsum zu hoch? Milchprodukte sind keine alternative für mich.
    Wie sieht es denn eigentlich mit Hafermilch aus? Wäre das eine Alternative für Sojamilch?

    • 25. Oktober 2012  21:43 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Thorsten,
      leider sind die meisten Soja-Joghurts nicht fermentiert und sollten daher nicht täglich eingesetz werden. Die Phytoestrogene werden auch durch die Fermentierung nicht zerstört, daher sollte Soja-Joghurt, falls der Soja-Joghurt von Ihnen doch fermentiert sein sollte (was in den modernen Industrie-Produkten nicht der Fall ist) trotzdem nicht täglich in dieser hohen Konzentration gegessen werden. Eine Alternative wäre die Hafermilch. Auch Kokosmilch ist sehr lecker.
      Gruß Friederike Feil

  42. 26. September 2012  23:52 erstellt von Shivani Allgaier Antworten

    Nachdem ich lange an einer Histamin-Intoleranz litt und jetzt weitgehend symptomfrei bin vertrage ich immer noch kein Soja und keinen Tofu. Ich werde beides von meinem Speisezettel streichen. Da ich auch laktoseintolerant bin steige ich jetzt auf Mandelmilch um. Dazu habe ich Mandelmuß zu Hause und mache mir mit dem Mixer meine Mandelmilch selber. Diese vertrage sich sehr gut.

  43. 23. September 2012  23:06 erstellt von Friedrich Stoll Antworten

    Unterstützenswerter Eintrag von Pizicatto> auch in China wird regelmäßig, täglich Tofu in vielen Variationen gegessen; zu Miso und Tamari etc. ist auch klar dass es sich da um "Gewürze" handelt und nicht um Lebensmittel oder sattmacher. Ich denke es kommt mehr darauf an auf seinen Körper selbst zu achten und zu beobachten was ein Nahrungsmittel mit mir tut. Bei den Studien etc gibts auch immer eine Gegenstudie, also vergiss es, schau auf dich, vertrau deinem wundervollen Körper.

  44. 10. September 2012  08:05 erstellt von Sven Antworten

    zu Daggi:

    Selbst Frau Feil hat bestätigt, dass es Studien gibt, die Fleischkonsum im Zusammenhang mit Herzkreislauferkrankungen sehen. Ich habe auch nicht behauptet, dass es keine Studien gibt die gegenteiliges ausssagen. Aber diese Studien sind eher die Ausnahme.
    Ich gehe mal davon aus, dass auch Sie sich wie die meisten Menschen aus den gängigen Medien (Zeitung, TV, Internet usw.) informieren. Wie Sie da zu dem Schluss kommen können dass "dem nicht so sei" kann ich nicht nachvollziehen.


    Am 02.01.2012 berichtete der Kölner Stadtanzeiger über die aktuellen Empfehlungen der DGE:

    "Fleisch
    Die DGE empfiehlt erstmals die Halbierung des Fleischkonsums. Empfohlen werden 300 bis 600 Gramm pro Woche, was in etwa einem kleinen Steak entspricht. „Tatsächlich essen wir aber 150 Gramm pro Tag“, sagt Professor Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke. Insbesondere von rotem Fleisch und Fleischwaren wird abgeraten. Ein vermehrter Verzehr erhöhe das Risiko für Dickdarmkrebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes mellitus Typ 2. Verglichen mit dem roten Fleisch wirke sich Geflügelfleisch weniger schädlich auf die Gesundheit aus. "

    Dass die DGE keinen Zusammenhang zwischen Eiern und Cholesterin sieht kann ich auch nicht erkennen. Die Haltung scheint hier eher neutral zu sein.

    "Eier
    Der Verzehr von Eiern werde im Zusammenhang mit der Cholesterinzufuhr als Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten diskutiert. Wenn sie nicht täglich verzehrt würden, seien Eier jedoch mit keiner Risikoerhöhung verbunden. "

  45. 8. September 2012  22:41 erstellt von Daggi Antworten

    Zu Sven(?) -

    es gibt übrigens aus den Jahren 2009 und 2010 insgesamt 3 Metaanalysen die zeigen, dass es keinen Zusammenhang gibt zwischen tierischen gesättigten Fetten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nur weil Sie schrieben, dass tierische Produkte vermehrt dazu führen. Dem ist nicht so. Und selbst die DGE hat inzwischen erkannt, dass Eier mit dem Cholesterinspiegel eher nichts zu tun haben.

    Aber auch ich bevorzuge Fleisch nicht aus Mastbetrieben - und esse kein Soja. Erstens mag ich es und zweitens besteht in meiner Familie eine Schilddrüsenproblematik.

  46. 31. August 2012  11:12 erstellt von Bernd Antworten

    Hallo,

    bin zufällig auf diesen Artikel gestoßen.

    Was ist denn mit angekeimten Sojabohnen? (Also ich mein jetzt nicht die Mungbohnen, sondern die "echten", GELBEN Sojabohnen)?

    Da haben ja auch (wie bei den fermentierten Produkten) enzymatische Um- und Abbauprozesse stattgefunden.

    Wie sind also angekeimte Sojabohnen zu bewerten?

    • 3. September 2012  10:19 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Herr Bruckert,
      durch die Keimung wird der Lektin-Gehalt geringer, was von Vorteil ist. Auch die Nährstoffe kann man besser aufnehmen. Da Keimlinge auch nicht industriell bearbeitet sind, sind die angekeimten Sojabohnen also besser. In riesigen Mengen empfehlen wir diese jedoch trotzdem nicht wegen dem hohen Phyotestrogengehalt. Trotzdem ist es in kleinen Mengen eine gute Ergänzung.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

  47. 29. August 2012  17:08 erstellt von Philipp Antworten

    Na ein Glück bin ich kein Vegetarier. Hab den Boom um die Produkte eh nie ganz verstehen können. Meist schmecken sie ja nicht mal.

  48. 26. August 2012  08:57 erstellt von Klaus-Peter Baumgardt Antworten

    Zu "Okinawa-Tofu" hat sich nun wirklich nicht viel gefunden, außer, dass dort der Tofu eine andere Konsistenz als allgemein hätte und empfohlen wird, ihn nicht zu schneiden, sondern zwecks Zerkleinerung zur rupfen. Das führt also kaum weiter. Es scheint, als handle es sich bei "Okinawa-Rofu" nicht um fermentierten.
    Interessant fand ich wiederum ein Rezept für einen Eintopf mit Tofu und Rindfleisch, bei dem auch Kimchi ein Bestandteil ist.
    Kimchi ist allerdngs fermentiert, per Definition sozusagen, ähnlich wie Sauerkraut, aber eben ganz anders. Wollte man jetzt über Kimchi und Studien zu Kimchi recherchieren, hätte man das gleiche Problem: Welche Studien sind vertrauenswürdig? Welche Verzehrempfehlungen sind sinnvoll?
    Dazu muss man sich auch mal praktisch mit der Materie auseinandersetzen, und auch den eigenen Geschmack zu Rate ziehen.
    Innerhalb unserer "einen Welt" gibt es noch viel, was wir entdecken können. Kimchi mit seiner milchsauren Gemüse- und Kräutervergärung ist - selbst gemacht - jedenfalls recht faszinierend und viel versprechen.

  49. 16. August 2012  15:02 erstellt von Kerstin Garrels Antworten

    Sehr geehrte Frau Feil,
    ich habe das Buch über die Ernährung von Herrn Feil gelesen und habe seinen Vortrag über Sport und Ernährung besucht.
    Durch die Erhöhung der Eiweisszufuhr und Verringerung der Kohlenhydrate hat sich bei der jetzigen Umstellung eine unangenehme Nebenwirkung kristallisiert, vermehrt " Luft im Bauch".
    Was mache ich falsch? Oder welche Möglichkeiten habe ich, dieses zu beheben?
    Oder spielt sich das nach einer Umgewöhnungszeit ein?
    Vielen Dank für ihre Antwort
    MfG
    Kerstin

    • 17. August 2012  07:21 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo Kerstin,
      nehmen Sie nach jeder Mahlzeit jeweils einen kleinen Teelöffel von Anis, Fenchel und Kümmel. Dann sollte sich das schnell wieder gelegt haben.
      Eine andere Möglichkeit ist es die Darmflora zu unterstützen. Info`s hierfür finden Sie unter http://www.allsani.com/wohlbefinden/darmsanierung/
      Alles Gute und liebe Grüße
      Peter Munsonius - Forschungsgruppe Dr. Feil

  50. 16. August 2012  13:57 erstellt von Marc Antworten

    Ich persönlich halte Soja-Eiweiß nach wie vor ohne Alternative. Ausgehend davon, dass sehr viele Erwachsene eine zumindest unterschwellige Laktose-Unverträglichkeit oder/und Milcheiweiß-Allergie haben, umso mehr.
    Jeder sollte also auch ein wenig den gesunden eigenen Menschenverstand einschalten und nutzen.
    Tierische Eiweiße sollten schon aus ökologischer Perspektive eine untergeordnete Rolle spielen nach meiner persönlichen, bescheidenen Meinung. Und mit Sojaprotein-Ergänzungen habe ich, auch wenn die Wertigkeit nicht so hoch sein sollte, beste Erfahrungen.

    Grüße
    Marc, Heilpraktiker und Fitnesstrainer

  51. 12. August 2012  13:11 erstellt von Matthias Antworten

    Hallo,

    ich esse am Tag etwa 70 bis 80gr EW-Brot. Da ich mich Kohlenhydratarm ernähre, gibt es leider sonst keine Alternative. Der Soja-Gehalt liegt bei etwa 17%, d.h. es wären täglich etwa 10 bis 15gr Soja. Wenn ich aber nach Ihrer Empfehlung gehe, also "Sojaprodukt", wäre ich ja weit über den wöchentlichen Konsum von 100-200gr hinaus. Was empfehlen Sie mir?

    • 13. August 2012  11:15 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Matthias,
      wenn Sie sonst kein zusätzliches Soja essen, dann sollte diese Menge kein Problem darstellen. Trotzdem raten wir jedoch von dem Eiweißbrot ab. Es enthält sehr hohe Konzentrationen an Lektinen. Diese rufen im Körper Entzündungen hervor, und bringen den Vitamin B und D Stoffwechsel durcheinander. Besonders das Weizeneiweiß (Hauptbestandteil des EW-Brots) kann zum Abbau von Körperstrukturen führen.
      Hier ist es besser ein normales Dinkelbrot auf Sauerteigbasis zu genießen und dann lieber eine Scheibe weniger.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

    • 15. August 2012  17:25 erstellt von Fabian

      Hallo,
      ich habe mit großem Interesse den Beitrag und die Diskussion gelesen. Ich selbst bin seit vielen Jahren Vegetaria. Bin aber auch Intensiv am Sport treiben ( manchmal 5-6 mal die Woche jeweils mehrere Stunden). In der letzten Zeit habe ich meine Ernährung schon mehr auf Eiweis und Salate und gute Pflanzenöle bei weniger KH umgestellt. Quark esse ich eigentlich jeden morgen als Eiweislieferant. Habe jetzt auch öfters zwischendurch diese kleinen abgepackten Veganen Würstchen die einen hohen Anteil an Weizeneiweiss haben gegessen. Teilweise schon tätglich. Sie schreiben ja aber oben, dass Weizeneiweiss zum "Abbau von Körperstrukturen führen" wow, dass ist mir neu ! Wie kommt es dazu ? Und sollte ich diese Würstchen wohl besser wieder streichen. Fühlte mich gerade die letzte Zeit was schlapp, gestern ziemlich hochgepulst, habe das Gefühl bin übertrainiert oder hab irgendeinen Mangel (geh die Woche mal). Kennen Sie auch einige Vegetarier im Leistungssportbereich !? Wenn Weizeneiweiss nicht so gut ist und Tofu auch nicht bleiben nur noch Nüsse übrig.

    • 17. August 2012  09:44 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Fabian, das Weizeneiweiß WGA (Wheat Germ Agglutinin) bindet sich direkt an das körpereigene Glucosamin, welches zum Aufbau von Strukturen benötigt wird. Es ist dann unbrauchbar und so kommt es zum Abbau von Körperstrukturen. Ja, ein regelmäßiger Konsum dieser Würstchen ist nicht zu empfehlen, da sie hier WGA in großen Konzentrationen aufnehmen. Was sind die Alternativen für einen Vegetarier? Wahrscheinlich geht es nur über ein gutes Molkeneiweiß. Aber auch mit Mandelmehl arbeiten wir recht erfolgreich, da dieses ebenfalls sehr viel Eiweiß enthält.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

  52. 8. August 2012  09:04 erstellt von Micha Antworten

    Liebes Dr. Feil-Team, ich habe mich seither nach Ihren Lauf-Diät-Büchern ernährt. Mit den neuen Thesen sind diese ja jetzt komplett auf den Kopf gestellt. Auch im Filmbeitrag "Mit Dr. Feil im Supermarkt" wird von Ihnen erwähnt, dass auch Milch und Joghurt nicht gut seien. Wie kann dann z.B. das Müsli nach Dr. Feil aussehen? Für ein neues Rezept wäre ich Ihnen sehr dankbar! Gibt es auch ein neues überarbeitetes Laufdiät-Kochbuch mit den neuen Erkenntnissen?

    • 13. August 2012  11:18 erstellt von Feil Friederike

      Hallo,
      die Lauf-Diät Bücher sind nach wie vor ein guter Schritt zur Umstellung der Ernährung. Die Ernährung ist hier sehr ausbalanciert und für die meisten Leuten ist es einfacher in die Lauf-Diät I einzusteigen als alles sofort ganz extrem zu ändern. Daher wollen wir mit den Büchern Schritt für Schritt gehen. In Lauf Diät 2 gibt es zum Beispiel abends kaum mehr Kohlenhydrate. In Laufdiät 3 werden wir auf Soja-Produkte und Weizenprodukte verzichten. So werden immer die neusten Kenntnisse eingebaut.
      Milch und Joghurt sind leider industriell sehr bearbeitet und enthalten sehr viel Milchzucker, was für viele Menschen ein Problem ist. Wir empfehlen daher Milch direkt (ohne Pasteurisierung) vom Bauern zu holen und anstatt Joghurt Quark zu verwenden. Quark ist Eiweißreich und enthält wenig Milchzucker. Auch bei Käse empfehlen wir Rohmilchkäse vorzuziehen.

      Ein Müsli nach Dr-Feil:
      Müsli-Mischung:
      Nüsse (Walnüsse, Pekannüsse)
      Trockenobst
      Kokosflocken
      Leinsamen
      Honig
      Amaranth
      Mandelmehl

      Dazu: frische Früchte und Quark

      Ps. Dieses Müsli wird es auch bald zu kaufen geben. Dann ist es ganz einfach.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

      Liebes Dr. Feil-Team, ich habe mich seither nach Ihren Lauf-Diät-Büchern ernährt. Mit den neuen Thesen sind diese ja jetzt komplett auf den Kopf gestellt. Auch im Filmbeitrag “Mit Dr. Feil im Supermarkt” wird von Ihnen erwähnt, dass auch Milch und Joghurt nicht gut seien. Wie kann dann z.B. das Müsli nach Dr. Feil aussehen? Für ein neues Rezept wäre ich Ihnen sehr dankbar! Gibt es auch ein neues überarbeitetes Laufdiät-Kochbuch mit den neuen Erkenntnissen?

  53. 26. Juli 2012  16:41 erstellt von MB Antworten

    Liebes Dr. Feil-Team,

    ich habe folgendes Problem:
    Milcheiweiß (Casein) Unverträglichkeit
    Allergie auf nahezu alle Nüsse außer Mandeln
    Als Alternative zur Soja Milch, hatte ich Hafer Milch getestet - geht gar nicht!

    Soja war für mich immer die beste Alternative zur Milch.
    Ob Soja-Joghurt fürs Müsli morgens oder Soja Milch zum Kochen.
    Laktose-freie Milchprodukte sind aufgrund der Milcheiweiß-Unverträglichkeit natürlich leider auch keine Alternative.

    Was für Alternativen für Soja können Sie mir nennen?
    Mache nun mein Müsli morgens mit Schafmilch/Ziegenmilch-Joghurt.
    Ist in Verbindung mit Honig ganz in Ordnung, aber kommt von den Nährwerten natürlich nicht an Magerquark ran.

    Gruß MB

    • 27. Juli 2012  06:48 erstellt von Peter Munsonius

      Hallo MB,
      Lebensmittelunverträglichkeit schränkt die Möglichkeiten leider immer etwas ein. Doch wenn Sie Schaf-/Ziegenmilch - Joghurt vertragen, ist das eine gute Alternative.
      Herzliche Grüße und alles Gute
      Peter Munsonius - Forschunggsruppe Dr. Feil

  54. 19. Juli 2012  11:46 erstellt von Joachim Antworten

    Hm, das kann natürlich sein Sven. (ich antworte einfach mal, auch wenn die Frage nicht an mich ging ;) ). Aber wenn man das annimmt, dann kann man JEDE Studie der Welt anzweifeln, weil eventuell um 6 Ecken ja doch de Lobby für oder gegen ein produkt mit involviert ist. Ganz ausschließen kann man das denke ich nie. Aber wenn Argumente gegen Soja von der Fleischindustrie pauschal abgetan würden, würden Argumente für Soja von der Sojaindustrie ja auch pauschal abgetan. Man sieht ja am vorliegenden Fall, dass es eben oft nicht so ist, dass direkt bemerkt oder "abgestraft" wird, wenn die Industrie selber Studien macht oder die Rahmenbedingungen merkwürdig sind. Oft lässt man sich als Konsument der Studie(n) vom Ergebnis der Studie hinreissen, wenn es einem gefällt und überprüft diese Parameter gar nicht so gewissenhaft. Das ist zumindest in meiner wissenschaftlichen Arbeit die Hauptproblematik gerne gewesen.

    Lieben Gruß

  55. 19. Juli 2012  10:34 erstellt von Sven Antworten

    Hallo Herr Dr.Feil,
    könnte es nicht sein dass Vertreter der Fleischindustrie kritische Studien zu Soja über "Strohmänner" in Auftrag geben ? Eine Contra-Soja-Studie, in Auftrag gegeben von Lobbyisten der Fleischindustrie wäre doch ohnehin wertlos, wenn das auf dem ersten Blick zu erkennen wäre oder nicht ?

  56. 16. Juli 2012  22:51 erstellt von Dr. Wolfgang Feil Antworten

    Hallo Renner,
    bei allen internationalen Studien gibt es am Ende der Studie eine Erklärung, ob es mögliche Interessenskonflikte gibt. Hier steht dann, wer die Studie in Auftrag gegeben hat oder unterstützt hat. Die kritischen Soja-Studien waren frei von Interessenskonflikten. Liebe Grüße - Dr. Wolfgang Feil

  57. 14. Juli 2012  13:44 erstellt von renner Antworten

    Frage: Wenn die Pro-Soja-Studien von der Sojaindustrie kommen, könnte es dann nicht sein, dass die Fleisch-Industrie großes Interesse an Contra-Soja-Studien haben könnte? Der verstärkte Konsum von Sojaprodukten ist der Fleisch-Industrie sicher ein Dorn im Auge...

  58. 1. Juli 2012  14:24 erstellt von Thomas Antworten

    Vielen Dank für die Ehrlichkeit. Fehler korrigieren zu können ist sehr gute Eigenschaft. Dankeschön und weiter so...

  59. 30. Juni 2012  03:27 erstellt von Pizzicato Antworten

    Hallo!

    Ich muss einen Kommentar zum Sojakonsum in Asien loswerden - hier werden ja abenteuerliche Spekulationen angestellt! Ich habe einige Jahr in Japan gelebt und kann folgendes berichten:

    Die allermeisten Japaner essen täglich Sojaprodukte, davon ist ein großer Teil unfermentiert (Tofu, Sojamilch). Gleiches dürfte auch auf die meisten Chinesen zutreffen. Fermentierte Sojaprodukte werden auch gegessen (Natto). Schon mal Sojasauce und Miso probiert? Diese Produkte sind extrem salzig, sodass man es wohl kaum fertigbringen wird, davon größere Mengen zu konsumieren. Übrigens ist auch in Deutschland natürlich fermentierte Sojasauce erhältlich (Kikkoman, Bioprodukte etc.)

  60. 27. Juni 2012  15:50 erstellt von joachim Antworten

    @Sven: Entschuldigen Sie, dass ich ein Stück weit polemisch geworden bin. Für mich hatte sich Ihr Tenor nur wirklich wie "Aber Tofu ist doch toll und dafür ist Fleisch auf JEDEN FALL und IMMER schädlich" und deswegen war ich wahrscheinlich energischer, als es gut gewesen wäre.

    Wenn ihr Hintergedanke, wie Sie ja andeuten, jedoch ist: „Alles in Maßen, nichts in Massen“ und „Kritisch jede Studie zu hinterfragen ist gut“ dann bin ich da absolut mit Ihnen d’accord. Denn genau in Maßen, so hatte ich die Empfehlung von Dr. Feil bzw. auch Friederike hier verstanden. Wenn man „viel Tofu“ natürlich NUR mit „Mindestens genausoviel Fleisch!“ ausgleicht ist das sicherlich unklug und auch ungesund. Wenn man jedoch „zuviel Tofu“ mit „etwas mehr Quark, Mandelmehl, Eiweißshakes, Ei, Fisch und Rindfleisch“ ausgleicht, ist sicherlich die Problematik der einseitigen Ernährung mit zuviel Fleisch oder zuviel tierischen Produkten für Eiweiß niedriger.

    • 28. Juni 2012  09:44 erstellt von Feil Friederike

      Genau. So sehe ich das. Die Vielseitigkeit birgt sicherlich am wenigsten Risiken. Danke Joachim für dieses Fazit :-).

  61. 27. Juni 2012  12:16 erstellt von Sven Antworten

    @joachim
    Zu 1: Könnte man die Studien zu Soja und Sojaprodukten auf dieser Grundlage nicht ebenso angreifen?
    Zu 2: Das finde ich jetzt ein bisschen einfach, zu behaupten dass alle positiven Studien zu Soja von der Sojaindustrie kommen. Sicherlich gibt es Studien von geringem Wert, weil hinter Ihnen bestimmte Interessen stehen. Das gilt aber für tierische Produkte nicht weniger. Grundsätzlich alle Studien mit diesem Argument als falsch weg zu wischen hilft hier nicht weiter.
    Im Web lassen sich leicht Studien pro Soja finden, bei denen (zumindestens ich) keinen Zusammenhang zur Sojaindustrie erkennen kann.
    Zu 3: Dr.Feil bezog sich auf 1 Sojastudie, bei der den Testpersonen als Ergänzung hohe Mengen von Jod zugeben wurden. Ich stimme Ihnen zu, dass ich die Ergebnisse dieser Studie aus diesem Grund für zweifelhaft halte. Ich kann allerdings nicht nachvollziehen, wieso Sie diese verfälschenden Bedingungen auch für alle anderen Studien annehmen. Damit erklären Sie pauschal alle Studien als wertlos und bringen stattdessen Annahmen, die sich sicherlich auch nicht durch Studien besser belegen lassen, als das was sie gerade als wertlos dargestellt haben.
    Ich bin auch der Meinung, dass Ihre aufgezählten Punkte sicherlich nicht der Gesundheit förderlich sind. Für mich taugt es allerdings als Argument nichts um einerseits Studien zu verwerfen und durch Behauptungen ersetzen für die es auch nichts aussagekräftigeres als Studien mit Korrelationen gibt.
    „Nicht zu vergessen das höhere Alter und die damit verbundene höhere Anzahl an Menschen mit altersbedingten Erkrankungen“ Deshalb sind aussagekräftige Studien in der Regel auch altersstandardisiert.
    Leider endet Ihr Kommentar in den beiden letzten Sätzen polemisch, denn diese Behauptung die Sie mir unterschieben wollen, lässt sich aus meinem vorherigen Kommentar nicht ableiten.
    Es gibt zahlreiche Studien, dass der Konsum tierischer Produkte und Herzkreislauferkrankungen positiv korreliert. Das bedeutet das eine erhöhte Wahrscheinlichkeit besteht zu erkranken, als jemand der keine tierischen Produkte konsumiert. Es bedeutet nicht, dass es ausgeschlossen ist. Ähnlich wie beim Rauchen, nicht jeder Raucher erkrankt an Lungenkrebs oder jeder Nichtraucher erkrankt niemals an Lungenkrebs. Es ist alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit.
    Ich selbst bin gar kein Verfechter vom grenzenlosen Tofukonsum. Fleischersatzprodukt sollten genauso in moderaten Mengen gegessen werden, wie Fleisch selbst.
    Aufgrund der Inhaltsstoffe halte ich moderate Mengen an Tofu als gesünder als die gleiche Menge an Fleisch oder Milch.
    Mich stören einige Punkte im Artikel von Dr.Feil:
    -    Für Tofu werden Höchstmengen von 100-200 g pro Woche festgelegt und als Ersatz werden Fleisch- und Milchprodukte in beliebigen Mengen empfohlen.
    -    Soja hat nur bei 30-50 % der Frauen eine schützende Wirkung vor Brustkrebs und gleichzeitig werden Milchprodukte empfohlen. Milch enthält hohe Mengen Östrogen. Ein hoher Östrogenspiegel ist ein Risikofaktor für Brustkrebs bei Frauen.
    -    Eiweißreiche Ernährung soll z.B. demnach vor Krebs schützen, wieder mit der Empfehlung von z.B. Milchprodukten und Rindfleisch. Zahlreiche Studien sehen jedoch Zusammenhänge zwischen hohen Eiweißkonsum und bestimmten Krebsarten.
    -    Fleisch und Milchprodukte werden vorbehaltlos empfohlen. Herzkreislauferkrankungen in Verbindung mit Cholesterin und tierischen Produkten werden in dem Artikel komplett unter den Tisch fallen gelassen.

  62. 27. Juni 2012  10:16 erstellt von Sven Antworten

    @friederike
    Hallo,
    die Studie, auf die Sie sich beziehen geht von nicht gesunden Menschen aus und empfiehlt diesen einen erhöhten Eiweißkonsum. Eine allgemeine Empfehlung mehr Eiweiß als der derzeitige Richtwert zu konsumieren kann ich hier nicht erkennen.
    Die Behauptung, dass hoher Eiweißkonsum vor Krebs, Alzheimer usw. schützt wird durch die Studie auch nicht gestützt.
    Sicherlich basieren die meisten Studien auf Korrelationen. Dies ist aber nicht nur hier der Fall, sondern wohl eher die Regel in der Ernährungswissenschaft.
    Rauchen führt auch nicht zwangsläufig zu Lungenkrebs und doch gibt es viele Studien die Korrelationen zwischen Tabakkonsum und Lungenkrebs aufzeigen, so dass man mit einer hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass Rauchen mit Lungenkrebs in Verbindung steht.
    Wenn man die Ergebnisse vieler Studien mit natürlich unterschiedlichen Testgruppen zusammen fast und die Ergebnisse der einzelnen Studien Übereinstimmung zeigen, dann hat das natürlich auch eine entsprechende Aussagekraft in Form einer Wahrscheinlichkeit, dass A mit B in Verbindung steht.
    Ihre Behauptung „Es gibt übrigens keine Studien, die Zivilisationskrankheiten mit tierischen Produkten in Verbindung setzen“  finde ich vor diesem Hintergrund falsch.
    Auf welche Studien können Sie denn bitte Ihre Behauptungen stützen, dass Fleisch in Bioqualität unbedenklich ist ?
    Worauf stützen Sie jetzt in diesem Zusammenhang Ihre Aussage „Das Problem bei unseren heutigen tierischen Produkten ist, dass sie meist von Masttieren stammen“, wenn Sie doch vorher behaupten, dass es keine Studien gibt die generell tierische Produkte (was ja auch Produkte aus Tiermast beinhalten würde) mit Zivilisationskrankheiten in Verbindung bringen ?

    • 28. Juni 2012  09:45 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Sven,
      Du hast Recht, dass diese Studien ebenfalls eine Aussagekraft haben. Nur muss man eben schauen, wo eventuell Knackpunkte der Korrelations-Studien liegen. Wenn eine Studie mir sagt, dass Soja-Konsum mit weniger Brustkrebs korrelierte und aber gleichzeitig der limitierende Faktor war, dass diese Menschen mehr Gemüse gegessen hatten und sportlicher waren, dann ist das für mich eine sehr fragwürdige Korrelation.
      Zu ihrer Frage, warum ich tierische Produkte aus Weidehaltung als unbedenklich empfinde: Studien gibt es auch hierfür nicht. Aber wir haben viele Studien, die zeigen, ,dass sich durch die Fütterung das Aminosäuren, als auch Fettsäuren Verhältnis des Tieres maßgeblich verändert. Hier gibt es Vergleiche von Milchprodukten, als auch Fleischprodukten. Masttiere sind also eigentlich komplett andere Tiere als Weidetiere. Hinzu kommt eine starke Verarbeitung der meisten tierischen Produkte, bei der viele Enzyme zerstört werden. Dies macht die Verdauung natürlich um so schwerer für uns. Daher verwenden wir zum Beispiel nur Rohmilch vom Bauern.
      So, ich will Sie jetzt auch nicht von meiner Haltung überzeugen, aber ich glaube dass wir diese Diskussion so einfach stehen lassen können. Ich denke wir sind beide schlau genug, dass Sie nicht übermäßig Tofu verdrücken und ich nicht übermäßig Fleischprodukte :-).

      Gruß Friederike

  63. 26. Juni 2012  22:07 erstellt von Gerhard Antworten

    Hallo,
    100-200 g Tofu, - täglich, wöchentlich oder in welchem Zeitraum?

    Viele Grüße
    Gerhard

    • 27. Juni 2012  10:03 erstellt von Valentin

      ... "Aus oben genannten Gründen empfehlen wir ... max. 100-200 g pro Woche zu reduzieren"

  64. 21. Juni 2012  15:40 erstellt von Frank Levin Antworten

    Leider ist die europäische und amerikanische Ernährung, zumindest in Südkorea, mit einem gewissen gesellschaftlichen Status verbunden... Kaffee, Milch, Weißbrot, Fleisch u.s.w. stehen auch dort ganz oben auf der Wunschliste der Ernährung...

    VG

  65. 21. Juni 2012  15:11 erstellt von Joachim Antworten

    Naja ich nehme an, dass die übrigen Japaner eben nicht SO viel unfermentierte Sojagerichte (Tofu) konsumieren, wie man denkt. Miso, was ja durchaus öfter verwendet wird, ist ja eben fermentiert.

    So hatte ich es zumindest verstanden.

  66. 21. Juni 2012  13:21 erstellt von Chris Antworten

    Hallo Friederike,

    ok, das wusste ich nicht. Danke! Aber ansich sind die Japaner eines der gesündestens Völker der Erde, oder? Und wie Du schreibst, essen die übrigen Japaner unfermentierten Tofu.
    vg

  67. 21. Juni 2012  12:27 erstellt von Sven Antworten

    Hallo,
    in diesem Artikel werden wirklich zum Teil abenteuerliche und widersprüchliche Behauptungen aufgestellt!
    So wird aufgeführt, dass Sojaprodukte nicht bei allen Frauen die schützenden Eigenschaften vor Brustkrebs hervorrufen und weiter unten wird empfohlen statt Soja auf Milchprodukte auszuweichen.
    Milchprodukte und Eier enthalten besonders viel Östrogen. Ein hoher Östrogenspiegel ist für Frauen bekanntlich ein Risiko an Brustkrebs zu erkranken.
    Dann behaupten Sie, dass ein hoher Eiweißkonsum vor Krebs, Alzheimer und usw. schützt.
    In Industrienationen wird bekanntlich sehr viel tierisches Eiweiß konsumiert. Ernährungswissenschaftler mahnen schon länger, dass der Eiweißkonsum annähernd doppelt so hoch ist wie empfohlen.
    Wenn es so wäre, dass hoher Eiweißkonsum vor Krebs, Diabetes usw. schützen würde warum sind denn z.B. die Krebsraten in Industrienationen so hoch?
    Sie werden jetzt sicher entgegnen, dass für Krebs noch viele andere Ursachen in Frage kommen, allerdings bin ich auf Ihre Quellen gespannt, die belegen, dass hoher Eiweißkonsum eine vor Krebs schützende Wirkung hat.
    Die Quellen, die ich kenne gehen jedenfalls genau vom Gegenteil aus.

    Was mich noch mehr verwundert ist die Tatsache, dass bei Ihrer Ernährungsempfehlung mit viel Eiweiß aus Rindfleisch, Eiern und Milchprodukten der Aspekt der Herz-Kreislauf-Erkrankungen komplett ausgeblendet wird.
    Die Behauptung von Fr. Feil in einem der Kommentare „Es gibt übrigens keine Studien, die Zivilisationskrankheiten mit tierischen Produkten in Verbindung setzen“ ist wirklich total an der Realität vorbei. Es gibt reichlich Studien zu dem Thema Cholesterin und gesättigte Fette in tierischen Produkten und Herz-Kreislauferkrankungen oder Zusammenhänge zwischen dem Konsum von roten Fleisch und z.B. Darmkrebs.
    Dazu kommt noch dass immer auf irgendwelche Studien verwiesen wird, in denen man nachgewiesen haben will, dass ein bestimmter Stoff in bestimmten Dosen schädlich wirken kann.
    Tut mir leid, aber das trifft doch fast auf jeden Stoff zu. Interessant ist es doch erst dann, wenn man einen Bezug hat wie viel man von einem Lebensmittel essen müsste um diese Menge zu erreichen. Ob diese Effekte dann auch bei komplexen Lebensmitteln so zutreffen, wie bei einem isolierten Stoff im Versuch ist meistens auch nicht erwiesen.

    • 25. Juni 2012  10:12 erstellt von Feil Friederike

      Hallo,
      hier erst mal kurz der Artikel auf den ich mich berufe, wenn ich davon
      rede, dass wir zu wenig Eiweiß essen.

      Guadagni, M. and G. Biolo (2009). "Effects of inflammation and/or
      inactivity on the need for dietary protein." _Current Opinion in
      Clinical Nutrition & Metabolic Care_ *12*(6): 617-622

      610.1097/MCO.1090b1013e32833193bd.

      Es gibt durchaus Korrelationsstudien, die erhöhten Fleischkonsum mit
      Herz-Krankheiten in Verbindung setzen. Mit Korreltaionsstudien muss man
      jedoch vorsichtig sein, denn man weiss nicht ob das die Ursache ist.
      Hinzu kommt, dass in diesen Korrelationsstudien, die "Fleisch-Esser"
      meistens viel weniger Gemüse gegessen haben als die
      "Nicht-Fleisch-Esser". Auch gibt es große Unterschiede bei der Qualität
      dieser Lebensmittel, die in solchen Studien nicht beachtet werden.

      Fleisch und Tierprodukte sollten nicht aus der Mastfütterung zu sich
      genommen werden, denn diese können in Massen durchaus zu Problemen
      führen. Wir legen daher unseren Kunden immer Nahe diese Produkte direkt
      von einem lokalen Bauern zu beziehen.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

    • 26. Juni 2012  16:28 erstellt von Joachim

      @Sven:
      1. Ihr letzter Absatz liefert prinzipiell schon die Grundlage, auf der man auch alle(zumindest mir bekannten) Studien, die die Schädlichkeit von Fleisch anprangern kritisieren oder angreifen könnte.
      2. Es gibt Studien pro Soja vermehrt (und fast ausschließlich) von der Sojaindustrie und gegenteilige Studien von zumindest objektiver wirkenden Stellen. Dass die ersteren Studien, vor allem aufgrund versteckter Zusatzbedingungen bei der Studie wenig "ehrlich" erscheinen, wenn man sich intensiver infromiertk verwundert mich nicht.
      3. Wie sie selber in Bezug auf Soja feststellen ist eine Koinzidenz oft wahrscheinlich und wichtig zu beachten. Wenn es also Hinweise gibt, dass die positiven Effekte bei Sojastudien durch Beigabe anderer Stoffe erzielt worden sein können, lässt das die ganze Sojastudie zweifelhaft erscheinen. Gleiches gilt andersherum bei den Fleisch- oder Eierstudien. Höhere Umweltbelastung, massiv erhöhter Stress, eine größere Menge an Nahrungsmitteln durch eine einfachere Verfügbarkeit und relativ hohes Einkommen, sowie vermehrt Tätigkeiten im Dienstleistungssektor, welche oft im Sitzen und ohne große physische Belastung auskommen erscheinen zumindest mir viel wichtiger als Grund für die erhöhte Krankheitsrate bestimmte Krankheiten betreffend in westlichen Industrienationen. Nicht zu vergessen das höhere Alter und die damit verbundene höhere Anzahl an Menschen mit altersbedingten Erkrankungen.Und letztendlich: Wenn Ihre Annahme richtig wäre, dürfte es auf der ganzen Welt keinen vegetarisch oder vegan lebenden sportlichen Menschen mit Krebs geben. Ich halte jede Wette, den gibt es. :)

  68. 20. Juni 2012  11:51 erstellt von Chris Antworten

    Hallo,

    vielen Dank für die Antwort.

    In meinem verlinkten GEO Artikel wird aber von Tofu gesprochen, was die Okinawa Menschen essen. Was dann also nicht fermentiert wäre.

    Viele Grüße
    Chris

  69. 18. Juni 2012  14:09 erstellt von Chris Antworten

    Hallo,

    ich habe auch sehr lange, sehr viel Soja konsumiert (Sojamilch, Joghurt, Sojaeiweißpulver usw.). Aufgeschreckt durch die in letzter Zeit auftauchenden kritischen Stimmen, habe ich es nunmehr erst einmal stark eingeschränkt. Wobei es wohl aber keine einzige negative Soja-Studie geben soll.

    Eine Frage: Die Menschen auf Okinawa werden ja sehr gesund sehr alt und ernähren sich u. a. von Tofu, den es wohl fast täglich gibt. http://www.geo.de/GEO/kultur/gesellschaft/4767.html?p=3
    Was ist mit Tofu? Ich lese immer, wenn Soja dann fermentiert. Ist Tofu nicht fermentiert?

    Viele Grüße
    Christian

    • 19. Juni 2012  14:28 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Christian,
      es ist schwierig eine direkte Doppel-Blind-Placebo-Kontrollierte negative Sojastudie zu finden. Wenn man aber etwas hinter die Kulissen schaut und zwischen den Zeilen liest gibt es durchaus sehr viele Studien, die das Risiko von Soja-Produkten besätigen.
      In einer Studie von yellali (2002) zum Beispiel wurden Mäuse mit Genistein (Isoflavonoid in Soja) behandelt. Die Schilddrüse veränderte sich, das Immunsystem wurde blockiert und Zellen starben vermehrt ab. Eine weitere Studie von File (2003) zeigte, dass die Gabe von Soya-Flavonoiden, BDNF im Gehirn reduzierte. BDNF ist jedoch ein Wachstumsfaktor im Gehirn, welcher unsere Gehirnzellen schützt und wichtig ist, damit Signale im Gehirn weitergeleitet werden.
      Dies sind nur zwei Studien. Wie Sie also sehen gibt es ausreichend Studien.

      In Okinawa essen die meisten Menschen regelmäßig Soja-Produkte, aber auch nicht in Massen und diese sind dort meist fermentiert und traditionell hergestellt. Diese Menschen trinken keine Sojamilch, essen keinen Soja-Joghurt und verwenden auch kein Soja-Eiweiß. Dies sind nämlich industriell chemisch bearbeitete Produkte.
      Daher ist dies auch ein großer Unterschied.

      Tofu ist leider nicht fermentiert.
      In Japan wird mehr Miso gegessen welcher fermentiert ist. Fermentierte Produkte entwickeln einen Pilz, welcher das Produkt komplett verändert und sich daher auch sehr positiv auf die Gesundheit auswirkt.
      Viele liebe Grüße Friederike Feil

    • 21. Juni 2012  09:46 erstellt von Feil Friederike

      Hier eine kurze weitere Info bezüglich des Tofus von Okinawa. Der Tofu in Okinawa ist ein anderer, spezieller, nämlich ein fermentierterter Tofu. Er ist auf jedenfall von der Konsistenz her explizit anders als unser Tofu und auch Tofu anderswo in Japan. Am besten einfach mal googlen: okinawan tofu.
      Gruß Friederike

  70. 18. Juni 2012  10:26 erstellt von Frauschmitt Antworten

    Danke für den guten Artikel und die ergänzenden Kommentare!

  71. 17. Juni 2012  11:02 erstellt von Frank Levin Antworten

    Soja und Tofuprodukte haben den Vorteil der Lactosefreiheit... Milchprodukte werden in den Ursprungslänern von Tofu und Soja erst wenige Jahre angeboten... und werden von einem großen Teil der Bevölkerung nicht vertragen... Also Quark, Joghurt e.t.c. sind keine Alternative.

    • 18. Juni 2012  08:33 erstellt von Feil Friederike

      Hallo ,
      ja, bei Laktoseintoleranz, ist Quark und Joghurt leider keine Alternative. Doch gibt es jetzt auch schon zahlreiche Lactosefreie Milchprodukte. Sonst empfehlen wir viel auf Nüsse zu setzen. Die enthalten auch relativ viel Eiweiß. In Asien essen die Leute übrigens nicht so viele Soja-Produkte. Und die Produkte, die sie essen (z.B. Miso) sind fermentiert und bringen daher nicht so viele Risiken mit sich.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

    • 18. Juni 2012  13:49 erstellt von Frank Levin

      Aber leider reagieren viele auch auf Nüsse, Pistazien u.s.w. allergisch ... es kann wirklich sehr lange dauern, bis man herausfindet woran es liegt und wo sich die persönlichen Risiken befinden. Mit der japanischen oder koreanischen Küche (Misosuppe) haben wir/ich auch keine Probleme...

  72. 16. Juni 2012  08:31 erstellt von Sarah Antworten

    In den USA wurden Sojaprodukte als Fleischersatz erst von den vegetarischen Adventisten (eine religiöse Gemeinschaft) eingeführt, wobei sie schlicht falsch die Tatsache vernachlässigt haben, dass Sojaprodukte unfermentiert in Asien nur in kleinen Mengen verwendet werden sowie fermentiert nur als Gewürz. In Asien ist man schon längst bewusst über die möglichen Gesundheitsrisiken, die Sojaprodukte mit sich bringen. Asiaten decken ihr Eiweißbedarf lieber mit Fisch auf als mit solcher minderwertigen Eiweißquelle.
    Und ausgerechnet in den USA geraten Sojaprodukte immer mehr in der Kritik. Betroffen sind da die Vegetarier. Vegetarismus hat eine lange Tradition in Amerika aber leider sehen wir kaum positive Veränderungen in der Volksgesundheit. Jahrelang vegetarisch und fettarm und trotzdem immer noch krank (lach)!

  73. 16. Juni 2012  04:13 erstellt von Ralf K Antworten

    Ich möchte mich dem ersten Kommentar anschliessen.
    In neuerer Zeit wurde ich etwas skeptisch ob Sie an dem was in Ihren Büchern beschrieben haben, festhalten.
    Ich begrüsse es, dass sie von ehemaligen "Erkenntnissen" Abstand nehmen und ihre Aussagen korrigieren.
    Nun aber eine Bitte:
    Es sollte hier je Buch eine Webpage als Buchanhang mit allen neuen revidierten Erkenntnissen geben, die man sich beizeiten ausdrucken kann bzw. in pdf auf den Ebook Reader laden kann.

    • 18. Juni 2012  08:36 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Ralf,
      ich werde diese Anregung weitergeben. Das ist eine gute Idee für die Zukunft.
      Vielen Dank,
      Friederike Feil

  74. 15. Juni 2012  20:28 erstellt von Jens Antworten

    Der ganz Text beruht nich auf einem einzigen Beweis!! Es fehlen Studien, Quellen Fakten Daten! - Das ist ja voll der SPAM und unseriös -
    Von und zu Gudenberg sag ich nur.

    • 18. Juni 2012  08:42 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Jens,
      Die Literaturangaben stehen direkt unter dem Blog.
      Kannst sie dir ja mal anschauen und wenn du noch Fragen hast oder mehr Info willst, dann schicken wir dir auch gerne noch ein paar mehr Quellen.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

  75. 15. Juni 2012  16:08 erstellt von vleesch Antworten

    .Oho. Schon lange nicht mehr so einen Mist gelesen der sich am Ende auch nich widerspricht.
    Logisch, Sojaprodukte sollte man nun nicht unbedingt jeden Tag konsumieren.
    Wie man hier exakt auf die 100 - 200g kommt, ist mir ein Rätsel.
    Das lustige am ganzen Artikel ist, dass man hier das Risiko von Sojaprodukten darstellen möchte, am Ende aber Alternativen tierrischen Ursprungs nennt.Wie kann man nur so retadiert sein, und ernsthaft - wenn man beim Gegenprodukt Krebs etc. als Risiko nennt - Rindfleisch und Ei empfehlen?
    Schoneinmal die Risiken von tierrischen Produkten realisiert? Nicht ohne Grund haben wir soviele Zivilisationskrankheiten. Und Sojaprodukte aus europäischen Raum in Bioverbandsqualität (Demeter,Naturland,Bioland etc) sind bei bewussten Konsum völlig harmlos, im Gegensatz zu den genannten Alternativen.

    • 18. Juni 2012  08:51 erstellt von Feil Friederike

      Hallo,
      wir haben die Empfehlung von 100-200g Sojaprodukte gemacht, da wir die Leute nicht unnötig beunruhigen wollten. Sie glauben nicht, wie viele Anfragen wir täglich bekommen, wo die Leute eine Mengenangabe wollen. Da kann man nicht einfach schreiben „reduzieren Sie Sojaprodukte so gut wie möglich“. Denn dann kommt gleich eine E-Mail, und was heißt das genau???
      Es gibt übrigens keine Studien, die Zivilisationskrankheiten mit tierischen Produkten in Verbindung setzen. Das Problem bei unseren heutigen tierischen Produkten ist, dass sie meist von Masttieren stammen. Das dies nicht gut sein kann, ist klar. Wir empfehlen daher tierische Produkte vom Weidetier, am besten vom lokalen Bauer und in Bioqualität.
      Auch gebe ich Ihnen Recht, dass Sojaprodukte bei „bewusstem“ Konsum kein Problem darstellen. Aber was bedeutet bewusst? Manche Leute essen in jeder Mahlzeit große Mengen an Soja. Das kann nicht bewusst sein.
      Viele liebe Grüße,
      Friederike Feil

    • 2. März 2013  01:16 erstellt von Tino Steffen

      Wie können Sie nach dem Erscheinen der China-Study von Campbell/Campbell im Jahr 2004 noch in 2012 die Behauptung aufstellen, es gäbe keine Studien zur Verbindung von tierlichen Proteinen und Wohlstandskrankheiten?

    • 5. März 2013  17:41 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Herr Steffen,
      die China Study von Campbell ist nach unseren Forschungen nicht sehr wissenschaftlich aufgezogen. Eine interessante Kritik der China-Study hat Frau Minger geschrieben.
      Viele liebe Grüße Friederike Feil
      Die veblüffende Biegsamkeit von Fakten: The China Study
      Mit seinem Buch “The China Study” (dt. “Die China Study”) erregte T. Colin Campbell 2005 großes Aufsehen. In der groß angelegten, epidemiologischen Studie untersuchte er den Zusammenhang zwischen dem Verzehr tierischer Produkte und Krankheiten. Aus etwa 8000 statistisch signifikanten Zusammenhängen las er ab und argumentierte er, dass der Mensch möglichst gar keine Tierprodukte essen sollte, um schwere Krankheiten zu vermeiden. In der Gemeinde der überzeugten Veganer wurde dies selbstverständlich mit großem Jubel aufgenommen.

      Es sei angemerkt, dass “The China Study” nur ein Buch über die Studie ist, das heisst eine Auswertung von Datenpunkten. Das erklärt auch, warum seit Veröffentlichung dieses Werks diverse Fachleute aus dem Bereich der Ernährung fundierte Kritik an Campbells Arbeit geäußert haben.

      Die bislang fundierteste und vernichtendste stammt nun von Denise Minger, selbst ehemalige Veganerin. Sie untersuchte die Originaldaten und fand, dass Campbell bestenfalls schlampig, möglicherweise aber vorsätzlich irreführend gearbeitet habe.

      So fand Minger unter anderem heraus, dass laut den Rohdaten der Studie tatsächlich eher Pflanzenprotein, nicht Tierprotein mit Krebs in Verbindung bringt. Campbell behauptet das Gegenteil.

      Auch die vermeintlichen Zusammenhänge zwischen Tierprotein und Herzkrankheiten liessen sich nicht belegen. Dass laut den Originaldaten Weizenmehl im starken Zusammenhang mit Krebs, Herzkrankheiten und Schlaganfällen steht verschweigt Campbell wiederum.

      Fest steht in jedem Fall: Es handelt sich hier nur um statistische Zusammenhänge, die lediglich dazu dienen können, Theorien aufzustellen. Insofern ist jeder Datenpunkt aus der China Study mit großer Vorsicht zu genießen. Doch auch statistische Daten gehören sorgfältig analysiert und ehrlich aufbereitet. Und Colin Campbell hat laut Minger gezeigt, dass er dazu nicht bereit ist. Wenn man Denise Mingers’ sorgfältiger und ausführlichers Analyse Glauben schenkt, erweist sich Campbells Buch “The China Study” als völlig wertlos und nicht ernstzunehmen.

      Das ist sehr schade, denn eine auf Fakten basierende Diskussion über diese Themen ist sehr wichtig. Niemandem ist geholfen, wenn einfach nur Grabenkämpfe zwischen Anhängern veganer, vegetarischer und fleischhaltiger Kost geschürt werden.

      http://rawfoodsos.com/2010/07/07/the-china-study-fact-or-fallac/

    • 5. Juli 2012  09:46 erstellt von Strumpfi

      Danke! Besser hätte ich es nicht sagen können. Gut auf den Punkt gebracht!

  76. 15. Juni 2012  13:59 erstellt von Sebastian Antworten

    Freut mich, dass Sie in dieser Hinsicht auch Ihre Einschätzung geändert haben, dass macht Sie in meinen Augen noch glaubwürdiger und kompetenter :)

    @Arman: unabhängig davon verspeißt man ja Sojasoße nicht in solch großen Mengen, dass etwaige Risikostoffe sich akkumulieren könnten.

    Gruß

  77. 15. Juni 2012  13:47 erstellt von Arman Antworten

    Wie stehts denn dann um Sojasoße? Da Diese doch fermentiert ist???

    • 18. Juni 2012  09:10 erstellt von Feil Friederike

      Hallo Arman,
      traditionelle Japanische Sojasoße wird sehr lange fermentiert. Die Sojabohnen werden geröstet, dann werden Sporen von einem sogenannten Aspergillus Schimmelpilz hinzugefügt. Dies wird für 3 Tage stehen gelassen und dann wird diese Mischung mit Salzwasser gemischt und für 6-18 Monate fermentiert. Das wäre die ursprüngliche Produktion von Sojasoße. Leider ist der Konsum von Soja-Soße so hoch gegangen, dass dieses Verfahren viel zu lange dauern würde. Ein billigeres Verfahren wurde entwickelt, bei dem Sojasauce chemisch hergestellt wird, künstlicher Farbstoff, Konservierungsstoffe, sowie Geschmacksverstärker hinzugefügt werden und dann ohne jegliche Fermentierung wird die Sojasoße dann in Massen verkauft. Wenn Sie also eine Quelle haben, wo sie Soja-Soße von Japan bekommen, dann wäre das ein ganz anderes und auch gesundheitsförderndes Produkt. Sonst schließe ich mich Sebastians Meinung an. Sojasoße verwendet man ja nicht in riesigen Mengen und so sollte dies dann auch bleiben.
      Gruß Friederike Feil

  78. 15. Juni 2012  10:38 erstellt von runte Antworten

    Gut das ihr nachgezogen habt. Ich habe in der letzten Zeit schon viele kritische Studien über Sojaprodukte gelesen. Es scheint so wie immer zu sein. Die Industrie hat ein Produkt für sich entdeckt, dass sich gut verkaufen lässt. Zumal wenn man bedenkt, dass dem Anbau von Soja in Südamerika ganze Waldgebiete zum Opfer fallen. Soja wird ja gerade wegen der Fleischproduktion stark angebaut. Teuer lässt es sich dann an den Menschen verfüttern. Der Eiweißbedarf wird in Südost Asien in naher Zukunft vielmehr über Insekten gedeckt werden.

    http://videos.arte.tv/de/videos/fao_insekten_essen_und_die_welt_retten_ausschnitt_-4204352.html

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