Rund 19 Millionen Rezepte für blutverdünnende Mittel werden jährlich in Deutschland ausgestellt. Ziel ist, die Entstehung von Thrombosen zu verhindern und damit die Gefahr zu senken, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Wie wirken Blutverdünner? Was bewirkt Vitamin K im Körper? Welche Folgen haben Blutverdünner? Und wie können Herz- und Gefäßkrankheiten mit der Dr. Feil Strategie effektiv vermieden werden?

Wie wirken Blutverdünner?

Blutverdünner sollen die Blutgerinnung reduzieren, indem sie das Vitamin K-Recycling hemmen. So soll die Entstehung von Blutgerinnseln in den Gefäßen verhindert werden, die zu Thrombosen, Schlaganfall und Herzinfarkt führen kann.

Was bewirkt Vitamin K im Körper?

Lange war man der Ansicht, dass Vitamin K hauptsächlich für die Blutgerinnung verantwortlich sei. Inzwischen weiß man, dass es mit Vitamin K1 und K2 zwei Arten an Vitamin K gibt, die unterschiedliche Aufgaben im gesamten Körper haben7,8.

So weiß man heute, dass Vitamin K1 zum einen die Blutgerinnung fördert und zum anderen blutverdünnend wirkt. Vitamin K1 sorgt damit hauptsächlich dafür, dass das Blut immer genau die richtige Konsistenz hat. Zusätzlich aktiviert Vitamin K1 sogenannte GLA-Proteine in der Leber. Außerhalb der Leber werden GLA-Proteine durch Vitamin K2 aktiviert. GLA-Proteine sorgen unter anderem dafür, dass …

  • Kalzium in die Knochen transportiert wird (Osteocalcin)
  • Kalzium sich nicht in den Arterien ansammelt (MGP)
  • das Absterben von Nervenzellen verhindert wird (Gas 6)
  • Tumorzellen gehemmt werden (Pereostin)
  • die Darmschleimhaut geschützt und Entzündungen gesenkt werden (C Komplex)

Welche Folgen haben Blutverdünner?

Blutverdünnende Medikamente stören das gesamte körpereigene Vitamin K-Recycling. So wird im Körper nicht nur das Vitamin K1 reduziert sondern der Körper verarmt auch an Vitamin K2, so dass die GLA-Proteine nicht ausreichend aktiviert werden2,4:

Durch die Einnahme von Blutverdünnern steigt damit das Risiko, an Osteoporose, Herz-Krankheiten, Diabetes, Alzheimer, Krebs und sonstigen Entzündungskrankheiten zu erkranken, deutlich an1,2,3,5.

Wie können Sie sich jetzt noch vor Herz- und Gefäßkrankheiten schützen?

Um sich vor Herz- und Gefäßkrankheiten zu schützen, sollten Sie blutverdünnende und gefäßerweiternde Maßnahmen ergreifen, die das Vitamin K-Recycling nicht stören. Mit folgender Dr. Feil Strategie können Sie blutverdünnende Medikamente umgehend reduzieren und langfristig ganz absetzen:

  • Verwenden Sie täglich eine große Mengen an Kräutern und Gewürzen,
  • Achten Sie auf eine kohlenhydratreduzierte Ernährung (möglichst wenig Kohlenhydrate aus Zucker und Getreide),
  • Bringen Sie zweimal pro Woche Fisch, sowie regelmäßig Speiseleinöl auf den Tisch,
  • Essen Sie zweimal täglich eine große Portion Gemüse bzw. Salat,
  • Ergänzen Sie Ihre Ernährung mit 180 µg Vitamin K2 (z.B. Ostin von allsani) täglich in Form einer Nahrungsergänzung,
  • Treiben Sie regelmäßig Sport (Krafttraining, Ausdauertraining, HIIT-Einheiten),
  • Tun Sie etwas für Ihre Entspannung – denn auch Stress erhöht das Risiko für Gefäßerkrankungen

Auf den Punkt gebracht:

  • In Deutschland werden jährlich rund 19 Millionen Rezepte für blutverdünnende Mittel ausgestellt.
  • Blutverdünnende Medikamente blockieren das Vitamin K-Recycling. Dadurch steigt das Risiko, an Osteoporose, Herz-Krankheiten, Diabetes, Alzheimer, Krebs und sonstigen Entzündungskrankheiten zu erkranken deutlich an.
  • Um sich vor Herzinfarkt und Schlaganfall zu schützen, sollten Sie sich kräuter- und gewürzreich, kohlenhydratreduziert und fettschlau (besonders Omega-3 Fettsäuren) ernähren. Zudem sollten Sie zweimal am Tag eine große Portion Gemüse bzw. Salat essen. Zusätzlichen Schutz bietet eine Nahrungsergänzung mit Vitamin K2 (180 ug) – z.B. Ostin von allsani.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport und tun Sie etwas für Ihre Entspannung.

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45 Kommentare

 

  1. 23. September 2016  15:55 erstellt von Marie Antworten

    Sehr geehrter Herr Dr. Feil,

    herzlichen Dank für die vielen wichtigen Informationen, die Sie hier liefern.

    Etwas ist mir aber noch unklar : habe ich das richtig verstanden, daß Sie sagen, daß laut neuesten Forschungsergebnissen das VITAMIN K2 ÜBERHAUPT KEINEN EINFLUß AUF DIE BLUTGERINNUNG hat , sondern nur das VItamin K1 ?????

    Gibt es Studien darüber, die das belegen ??? Wenn ja, wo kann man diese Studien / neuesten Erkenntnisse nachlesen ???
    bzw. wo kann man generell die neuesten Erkenntnisse / Informationen darüber nachlesen, daß VITAMIN K2 KEINEN EINFLUß AUF DIE BLUTGERINNUNG hat ??? ( bitte Internetseite oder Buchtipp)

    An anderer Stelle habe ich nämlich gelesen, daß durch das Vitamin K2 in der Leber mehr Gerinnungsfaktoren aufgebaut werden, also folglich VITAMIN K2 AUCH EINEN EINFLUß AUF DIE BLUTGERINNUNG hat .

    Monographien / wissenschaftliche Untersuchung: Blutgerinnung: Vitamin K ( K1, K2) ist essentiell für die Bildung mehrerer Gerinnungsfaktoren ( Gla- Proteine ) in der Leber, darunter Faktor II , Faktor VII , Faktor IX , Faktor X und die Proteine C , S und Z .
    Auch bei Wikipedia steht unter Menachinon (Vitamin K2) zur Funktion : Synthese von Prothrombin und zu Folgen bei Mangel : Ekchymose ( kleinflächige Hautblutung), Petechien ( kleinste, punktförmige Haut- oder Schleimhautblutungen), Hämatome.

    Oder ist dieses eben genannte Wissen zur Funktion von Vitamin K2 bei der Blutgerinnung inzwischen veraltet und deshalb nicht mehr zutreffend ???

    Vielen lieben Dank für Ihre Antwort bereits im Voraus.

    Liebe Grüße

    • 30. September 2016  09:50 erstellt von Drea

      Hallo Donna,
      herkömmliche sogenannte Blutverdünner sind Vitamin K-Antagonisten wie z.B. Marcumar. Hier ist die Gefahr einer Vitamin K2-Verarmung mit den Nebenwirkungen Verkalkung der Blutgefäße und Osteoporose sehr hoch. Um dies zu umgehen, empfehlen wir Vitamin K2 auch bei Vitamin K-Antagonistengabe parallel zu geben. Der Einfluß von K2 auf die Blutgerinnung ist nur schwach, da K2 sowohl eine blutgerinnungsfördernde als auch eine blutgerinnungshemmende Wirkung hat. So blockiert Vitamin K2 z.B. das gerinnungsfördernde Protein Thrombin. Genauere Daten über die milde Wirkung von Vitamin K2 in Bezug auf die Blutgerinnung lieferte die Forschungsgruppe Schurgers 2007: der INR-Wert sank bei einer Gabe von 130 ug Vitamin K2 pro Tag von einem Wert 2 auf 1,5.

      Eine Studie von Theuwissen (2013) zeigte jedoch, dass es individuell auf K2 auch höhere Sensibilitäten geben kann. Mehrere internationale Studien in England und USA zeigten darüber hinaus übereinstimmend, dass durch eine generell niedere Vitamin K-Gabe (K1 oder K2 oder zusammen) im Bereich 50 bis 150 ug eine stabilere Einstellung des INR-Wertes möglich ist.

      Fazit:
      ich empfehle dringend bei Vitamin-K-Antagonisten Einsatz das Vitamin K2 miteinzubeziehen, um die Nebenwirkungen des Vitamin K-Antagonisten gering zu halten –gleichzeitig sollte jedoch zusätzlich täglich 200 mg Pinienrindenextrakt (z.B. von allsani) sowie ein Gewürzquark mit Ingwer genommen werden, um eine generelle blutverdünnende tägliche Wirkung zu haben. Ebenso sollte täglich sulfidreich gegessen werden (z.B. täglich 1 frische Knoblauchzehe und eine halbe kleine frische Zwiebel), um die Blutplättchenaggregation zu hemmen. In dieser Gesamtkonstellation gleichzeitig sollte dann der INR-Wert oder der Quickwert engmaschig überprüft werden, um eine neue sichere Blutgerinnungseinstellung zu haben.
      Viele Grüße und alles Liebe und Gute – Dr. Wolfgang Feil

  2. 26. Juli 2016  19:03 erstellt von Silke Weiß Antworten

    Unser 10 jähriger Sohn soll nach einer OP (offene Oberarmfraktur, bei der die Hauptschlagader durchtrennt wurde und durch eine eigene Vene ersetzt wurde) drei Monate Aspirin zur Blutverdünnung nehmen.
    Da wir das gerne aufgrund der vielen Nebenwirkungen gerne umgehen möchten ist es für uns wichtig welche Alternativen möglich sind.
    Vielen Dank

    • 11. August 2016  12:04 erstellt von Sergej

      Hallo Silke,

      Kurkuma z.B. wirkt blutverdünnend. Auch Ingwer, Zimt und Chilis haben eine blutverdünnende Wirkung ob dies aber ausreicht und das Aspirin ersetzt lässt sich so nicht beantworten.

      Viele Grüße

      Sergej

  3. 1. Juli 2016  12:22 erstellt von Anja Antworten

    Hallo Herr Feil,
    ich nehme inzwischen mehrere Produkte von Ihnen (Müsli, Gewürzmischung, Chiili).
    Jetzt soll ich laut Arzt zweimal wöchentlich ASS100 nehmen, da ich vor längerer Zeit mal eine Trombose hatte.
    Was könnte ich als Alternative nehmen, damit ich auf die Tabletten verzichten kann?
    Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.
    Danke

    • 20. Juli 2016  16:16 erstellt von Drea

      Hallo Anja, am besten Sie lesen folgenden Blog:
      https://www.dr-feil.com/allgemein/schaden-blutverduenner.html
      Wenn dann noch Fragen auftauchen, bitte einfach nochmals melden.-gerne auch direkt a.pfeffer@dr-feil.com
      Viele Grüße Andrea

  4. 24. Januar 2016  20:00 erstellt von Elisabeth Antworten

    Ich bin 58 und hatte im Oktober eine große Bauch-OP wegen Lerischem Syndrom, welches über 2 Jahre nicht festgestellt wurde, weil die Schmerzen in den Beinen auf meine schwere Hüftdysplasie geschoben wurde, die bereits 7 mal operiert ist. Vor der OP hatte ich erhöhten Blutdruck, nach der OP war der normal ist aber in den letzten Wochen wieder gestieggen 142/70. Seit der OP muß ich ASS 100 nehmen den Blutdruck versuche ich mit Homviotensin zu regulieren. Ich habe seit der OP 7 kg abgenommen und treibe regelmäßig Sport., trotzdem fühle ich mich nicht richtig wohl. Ich würde gerne das ASS 100 und Homviotensin (beschert mir eine ständig verstopfte Nase) ausschleichen. Wie sollte meine Ergänzung aussehen mit Ingwer, Kräutermischung, K2, Arginin usw.

    • 27. Januar 2016  17:19 erstellt von Drea

      Hallo Elisabeth,
      am besten Sie lesen sich unseren Blog durch:
      http://www.dr-feil.com/allgemein/schaden-blutverduenner.html
      Ein gutes Fundament haben Sie bereits geschafft durch Gewichtsabnahme und regelmäßigen Sport. Wenn Sie nun noch die Ernährungsempfehlungen von Dr. Feil umsetzen, wie auch in seinen Büchern beschrieben, dann wird sich auch Ihr Blutdruck einpendeln.
      1 Kapsel Ostin und ein Glas Rote-Bete-Saft mit Arginin täglich wäre eine gute Ergänzung.
      Viele Grüße
      Andrea

  5. 15. Dezember 2015  15:25 erstellt von Thomas Antworten

    Hallo,
    Vorsicht, ich hatte trotz OPC einen Schlaganfall. Allerdings hatte ich OPC nur alle 2 Tage genommen da ich der Meinung war dass der Effekt von OPC für 3 Tage anhält. Trugschluss Dr Feil? Wie lange hält die blutverdünnende Wirkung von OPC an? Aktuell kombiniere ich noch die 100mg ASS
    täglich mit OPC. Ist das Zuviel des Guten? Mit welchem Laborwert messe ich im Blut am besten ob eine genügende blutverdünnende Wirkung vorliegt? Quickwert? Weil dann kann man ja wunderbar verschiedene Alternative Substanzen testen und schauen wir die jeweils im Blut wirken.

  6. 6. Dezember 2015  12:07 erstellt von bego Antworten

    Guten Tag
    Bei mir steht vermutlich Angina Pectoris Diagnose.
    Meine Frage an Sie
    Wirkt Vitamin K blut verdünnter oder verdickt es
    das blut überall steht was anderes und wie ist das mit Ingwer

    MFG

    • 15. Dezember 2015  16:22 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Bego,
      bei Angina pectoris sollten Sie keine Vitamin K1 haltigen Nahrungsergänzungsmittel nehmen, da dies die Blutgerinnung fördert (umgangssprachlich das Blut dicker macht). Dafür sollten Sie täglich 180 ug Vitamin K2 nehmen (z.B. 1 Kapsel Ostin). Diese Vitamin K2-Menge löst langfristig, in einem Zeitraum von 1-2 Jahren, Ablagerungen in den Blutgefäßen, somit auch in den Herzkranzgefäßen auf. Vitamin K2 ist also ein wichtiger langzeitwirkender Nährstoff. Deshalb sollten Sie zusätzlich kurzfristig wirksame Maßnahmen ergreifen: täglich 6 Gramm Arginin (z.B. Arginin+), zusätzlich täglich 1-2 TL Ingwerpulver sowie täglich 1 Kapsel Pinienrindenextrakt (z.B. Pinienrindenextrakt+ von allsani). Das Arginin sollten Sie am besten in rote Beete Saft oder Gemüsesaft einrühren- das Ingwerpulver in einen Joghurt oder Quark. Arginin weitet dabei die Blutgefäße und Ingwer und Pinienrindenextrakt wirken blutverdünnend. Liebe Grüße - Dr. Wolfgang Feil

  7. 4. Dezember 2015  13:18 erstellt von HJ Dietrich Antworten

    Verdünnt nicht auch OPC das Blut ?

    • 15. Dezember 2015  14:55 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Herr Dietrich, danke für Ihre Frage. Es ist richtig, dass OPC (Pinienrindenextrakt) eine blutverdünnende Wirkung haben. 100 mg Pinienrindenextrakt hatten in einer Studie die gleiche Wirkung wie 500 mg Aspirin. Für allsani habe ich deshalb eine Kapsel mit 200 mg Pinienrindenextrakt entwickelt (1 Kapsel reicht dann aus). Pinienrindenextrakt sind studienmäßig belegt auch zur Senkung von Blutdruck und bei venösen Schwächen. Liebe Grüße - Dr. Wolfgang Feil

  8. 4. Dezember 2015  12:43 erstellt von Thomas Antworten

    Hall Herr Dr Feil,
    Danke für die Nachricht. Ingwer wird als Pulver ja kaum standisiert sein?! Wie kann ich dann sicher gehen genügend Wirkstoff aufzunehmen? Kann man den blutverdünnenden Effekt des Ingwers auch messen lassen im Blut um sicher zu gehen dass er tatsächlich ASS ersetzt? Gibt es hierüber auch Studien? Und beißt sich einen Thrombozytenaggregationshemmer wie zB ASS oder auch Ingwer mit der zusätzlichen Einnahme von Vitamin K? Das eine sorgt dür dünneres Blut bzw verhindert die verklumpung der blutblättchen, das andere (Vitamin K) verstärkt die Blutgerinnung. Problematisch? Danke und Grüße TH

    • 13. Dezember 2015  14:54 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Thomas,
      ja, das stimmt. Da Ingwer ein natürliches Lebensmittel ist, kann es bezogen auf die Inhaltsstoffe varieren. Bei Ingwer beziehe ich mich auf die Studie von Verma SK et al, 2001 (Ginger, fat and fibrinolysis, Indian J.Med Sci, 55, 83-86), bei der mit 5 g Ingwerpulver eine deutliche Blutverdünnung festgestellt wurde. Wenn ich tägl. 2 TL- Ingwerpulver empfehle, dann sind das ungefähr 6-8 Gramm, wodurch man auf der sicheren Seite ist. Eine zusätzliche Vitamin K1-Aufnahme über ein Präparat würde ich nicht machen - dafür aber eine Vitamin K2-Aufnahme. vitamin K2 hält die Blutgefäße elastisch, beugt damit Thrombosen vor und beeinflußt die Blutgerinnung nicht .
      Liebe Grüße - Dr. Wolfgang Feil

  9. 28. November 2015  12:15 erstellt von Frank Antworten

    Sehr geehrter Herr Dr. Feil,
    was raten Sie Menschen, die nun mal nicht Markumar, sondern - wie ich - nach Vorhofflimmern Pradaxa (in niedriger Dosierung, R 75) nehmen? Kann ich parallel noch Ihre Gewürzmischung nehmen, oder gehe ich damit ein erhöhtes Blutungsrisiko ein?
    Mit einer Ernährungsumstellung auf weniger Kohlehydrate und Zucker habe ich schon begonnen.
    Mit freundlichen Grüßen,

    • 13. Dezember 2015  15:32 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Frank,
      gut, dass Sie schon mit der Ernährungsumstellung begonnen haben. Zunächst würde ich die Gewürzmischung noch nicht nehmen, da Sie mit Pradaxa gut eingestellt sind. Langfristig sollten Sie davon wegkommen. Das geht über die Lebensstiländerung: mit der Kohlenhydratreduktion haben Sie ja schon angefangen. Der nächste Schritt wäre genügend Gemüse, Nüsse und viel Omega 3 Fettsäuren (2-3 x pro Woche Fisch, täglich Speiseleinöl) aufzunehmen und Alltagsstress zu kanalisieren auch durch Bewegung. Insgesamt sollten Sie dadurch auf einen normalen Blutdruck und auf normale Triglyceridwerte kommen. Parallel würde ich täglich 180 ug Vitamin K2 und 6 g Arginin zu mir nehmen. Wenn dies alles eingeschliffen ist (in ca. 2 Monaten) würde ich zu meinem Arzt gehen und ihm diese Lebensstil-Änderung beschreiben und ihm sagen, dass dies so beibehalten wird. Jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen den täglichen Gewürzquark zunächst mit einem TL Ingwer zu nehmen und Pradaxa zu halbieren. Nach weiteren 4 Wochen würde ich mit meinem Arzt es absprechen, ob was dagegen spricht jetzt Pradaxa ganz abzusetzen, mit der Maßgabe dass Sie jetzt täglich 2 TL Ingwerpulver (gehäuft) nehmen.
      Alles Liebe und Gute - Dr. Wolfgang Feil

  10. 26. November 2015  02:37 erstellt von Werner_BN Antworten

    Ergänzend zu den Beiträgen über Vitamin K1 und K2 habe ich hier einen interessanten Beitrag gefunden:
    http://www.lifeextension.com/magazine/2014/9/the-surprising-longevity-benefits-of-vitamin-k/page-01
    Die Thematik Blutverdünner interessiert mich besonders, weil ich wegen Vorhofflimmern vom Arzt Blutverdünner (Marcumar) verschrieben bekommen habe. Diese habe ich aber vor 5 Jahren abgesetzt und nehme stattdessen ASS 100 protect.
    Kommentar meines Kardiologen: "Das hilft bei 5%" :-(
    Bislang lebe ich noch, möchte aber ASS aufgrund der Nebenwirkungen absetzen und stattdessen lieber den Kräuterquark mit Leinöl, Arginin, Vitamin K2 und einem Multivitaminpräparat anwenden.
    Mich würde interessieren, welche Blutwerte ich in diesem Zusammenhang genau kontrollieren lassen sollte (LP-a ist genetisch bedingt hoch > 80)

    • 7. Dezember 2015  19:01 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Werner, Leinöl, Arginin, K2 und Multivitaminpräparat passen - wenn Sie ASS absetzen, darf im Gewürzquark der frische Ingwer oder das Ingwerpulver nicht fehlen. Die Ingwerpulvermenge sollte auf täglich 2 TL gesteigert werden (in der Standardrezeptur Gewürzquark ist nur ein TL drin). Wichtig ist, dass die Triglycerid-Werte nicht erhöht sind. Dies erreichen Sie durch die Kohlenhydrat- und Zuckerreduktion. Mit der Kohlenhydrat- und Zuckerreduktion sind gleichzeitig die aggressiven Cholesterinwerte (LDL-B) in der Norm. Wenn jetzt noch der Blutdruck in der Norm bleibt (gutes Stressmanagement, Gelassenheit, viel Gemüse und Salat), dann ist nur noch das LP-a zu normalisieren. Das bekommen Sie hin, wenn Sie täglich Lysin mit Vitamin C nehmen (3 x täglich jeweils 1 g Lysin mit 2 g Vitamin C). Wir arbeiten sehr viel mit Lysin-C, die Mischung können Sie per mail anfragen.
      Alles Liebe und Gute - Dr. Wolfgang Feil

    • 13. Dezember 2015  19:45 erstellt von Werner_BN

      Vielen Dank, Herr Dr. Feil,
      für die ausführliche Antwort auf meine Frage.
      Mein Kardiologe meinte neulich, ASS100 würde bei meinem VHF nichts nutzen, ich sollte unbedingt XARELTO einnehmen. "1 Tablette / Tag und das war's - kein messen mehr, nichts, also ganz einfach". Der Hausarzt dagegen empfiehlt PRODAXA. Da bin ich nun im Zweifel und werde wohl auf gut Glück mit natürlichen Mitteln versuchen, das Blut nicht "zu dick" werden zu lassen und meine Gelassenheit zu bewahren.
      Gute Gesundheit und frohe Feiertage allen Lesern!

  11. 21. November 2015  09:29 erstellt von Antje Antworten

    Hallo und guten Tag,
    Ich nehme seit nun mehr 26 Jahren einen Vit.K Antagonisten, Grund dafür... Protein C Mangel.
    Ich hätte gern eine Alternative in den Jahren gehabt, die mich weniger, bis gar nicht gesundheitlich zusätzlich belastet. Ich weiß gar nicht ob es überhaupt Langzeitstudien gibt. Was ich weiß, das ich viele Befindlichkeitsstörungen habe, welche ich direkt mit der Langzeiteinnahme der Medi's in Verbindung bringe.
    Diese hier zu spezifizieren, wäre zuviel des Guten, weil auch in den Kommentaren von Dr. Feil schon genügend dazu beschrieben wurde.
    Sicherlich ist es richtig, das die Medi's im Notfall Leben retten können und es auch sollen, aber als Dauerlösung sind sie eben ein pharmakologisches Produkt, mit Nebenwirkungen. Da ich durch Zufall auf Ihre Website gelangt bin und nun eine Lösung gefunden habe, mich nach 26 Jahren zu regenerieren und meinen Befindlichkeitsstörungen aktiv entgegen treten zu können, würde ich gern noch mehr Info's erhalten wollen. Ist eine persönliche Beratung sinnvoller? Um detailliert handeln zu können, oder reicht die Beratung hier im Forum aus?
    Danke lg Antje

    • 13. Dezember 2015  14:16 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Antje,
      wenn Sie mehrere Befindlichkeitsstörungen und Herausforderungen haben und weitergehende individuelle Fragen haben, können Sie gerne einen Termin vereinbaren. Damit mehr nährstoffmedizinisches know-how in ärztliche Behandlungen einfließen kann, werden wir von der Forschungsgruppe Dr. Feil ein Therapeuten-Netzwerk aus Heilpraktiker und Ärzten bundesweit in den nächsten 2 Jahren weiterbilden (Dr. Feil Netzwerk-Therapeuten). Dann findet jeder vor Ort eine gute Anlaufstelle. Liebe Grüße - Dr. Wolfgang Feil

  12. 13. November 2015  22:22 erstellt von Thomas Antworten

    Hallo,
    Ich hätte mal eine Frage zum Thema Blutverdünnung... Ich 35 Jahre, sportlich, 180cm groß, 75kg schwer hatte vor einigen Monaten leider einen Schlaganfall. Ursache nach vielen Untersuchungen unbekannt (kryptogen). Zwar wurde beim schluckultraschall ein PFO entdeckt, was aber ja per se mit einer thrombenbildung nichts zu tun hat. Standardtherapie ist jetzt 100mg ASS täglich. Da ich keine Lust habe die nächsten 50 Jahre ASS zu schlucken bin ich auf der Suche nach natürlichen Alternativen. Einige Möglichkeiten die ich entdeckt habe, hatte ich vorher schon genommen. Leider wohl anscheinend ohne Erfolg. Hierzu zählte zB OPC, Omega 3, Vitamin E und C. Ich habe gelesen dass es anscheinend noch viele weitere Alternativen wie zB Nattokinase, grünen Tee, Knoblauch. Oder eben auch Ingwer und Kurkuma geben soll. Doch wie gut sind diese Alternativen tatsächlich? Was wirkt hiervon wirklich so gut wie ASS? Und vor allem wie wende ich die Alternativen an? ASS von 100 auf 0 direkt runterfahren und im Gegenzug direkt mit einer Alternative in entsprechender Dosierung starten? Wie messe ich den Erfolg der Alternativen im Blut? ASS hemmt die Thrombozytenaggregation.., das ist messbar. In welcher Art und Weise beeinflussen die Alternativen die Blutgerinnung? Ich will eine Alternative aber will nicht dadurch ein höheres Risiko eingehen dass die Wirkung nicht vorhanden ist... Welche alternative(n) empfehlen Sie in welcher Dosis zu testen? Weiter noch die Frage wie ich auf natürliche Art und Weise das Hämoglobin runter bekomme... Das ist seit eh und je zwischen 48 und 52%, was natürlich das Risiko für ein Gerinnsel schon per se erhöht. Wie kriege ich den Wert (ohne Aderlass) etwas runter? Danke und Grüße Thomas

    • 30. November 2015  17:50 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Thomas,
      die Alternative zu ASS ist Ingwer: hiervon täglich Ingwerpulver in der Größenordnung von 2 TL nehmen und in Quark, Gemüsepfanne oder Eiweißshake einrühren. Damit kannst du ASS tatsächlich weglassen - ich würde es innerhalb von 2 Wochen ausschleichen. Ingwer ist also auch ein Thrombocytenaggregationshemmer. Zusätzlich sollten Sie Ihre Blutgefäße sanieren, damit das Infarktrisiko weiter sinkt und auf Null geht: täglich 6 g Arginin (z.B. allsani arginin plus), täglich 180 ug Vitamin K2 (z.B. allsani Ostin) sowie generell wenig Kohlenhydrate, damit Sie wenig aggressives LDL-B in den Blutgefäßen haben. Weiterhin würde ich noch abklären lassen, wie der Lipoprotein a Wert ist. Ist dieser erhöht, dann sollte er durch täglich 6 Gramm Vitamin C sowie 2 Gramm Lysin gesenkt werden. Wenn Sie jetzt noch schauen, dass Sie Ihren Stresslevel im Griff haben, ist alles gut. Alles Liebe und Gute - Dr. Wolfgang Feil

  13. 6. November 2015  10:28 erstellt von Dörte Antworten

    Liebes Dr. Feil Team,
    ich treibe sehr viel Sport (Triathlon) und ernähre mich gesund. 2012 bekam ich nach einer Fuß-OP eine tiefe Beinvenenthrombose (Wade). Ich wurde 1/4 Jahr mit Blutverdünnern behandelt. Meine betroffene Beinvene ist wieder offen, soweit alles gut. Meine Frage: Vor Flügen (und das bei mir hauptsächlich zu Wettkampforten, d.h. vor und nach einem Wettkampf) soll ich mir immer Clivarin spritzen. Ich habe zwar kein Problem mit den Spritzen, aber ich frage mich, ab wieviel Flugstunden das bei mir noch nötig ist oder ob ich ich zeitlebens ein Risiko bzgl. Thrombose habe und bei Flügen es schon angebracht ist bei mir. Oder würde bei 2-3 Stunden Flug auch eine Asperin ausreichen? Außerdem: Ist dieser blutverdünnende Stoff dann nach 1
    oder 2 Tagen wieder abgebaut?

    • 12. November 2015  12:52 erstellt von Drea

      Hallo Dörte,
      solche tiefen Beinvenenthrombosen können postoperativ entstehen -die Ursache hierfür ist manchmal auch das Abbinden der Extremitäten damit es nicht zu sehr blutet. Interessant wäre ob Sie eine genetische Veranlagung hierfür haben. Dies kann man im Blut feststellen. (z.B. Faktor-V-Leiden). Wenn Sie sich nach den Empfehlungen von Dr. Feil ernähren, dann haben Sie viel Kräuter und Gewürze welche allesamt auch ihren Beitrag zur Blutverdünnung leisten.-auch das Lycopin in gekochten Tomaten. Nach wie viel Tagen ein blutverdünnendes Medikament seine Wirkung verloren hat, ist individuell verschieden.-hängt vom Medikament und vom Organismus ab. Wir empfehlend weitgehend natürliche Therapien. Allerdings kann man das nicht verallgemeinern und sollte je nach Befund mit dem Arzt besprochen werden. Weiterhin viel Freude und Erfolg beim Sport,
      viele Grüße Andrea

  14. 6. Oktober 2015  15:39 erstellt von MichaelS Antworten

    Hallo Wolfgang,
    herzlichen Dank für Deine beiden ausführlichen Kommentare zu meiner Anfrage. Sie enthalten wertvolle Anregungen und ermutigen mich, den Weg, möglichst von Marcumar wegzukommen, weiter abzuklären. Wenn es neue Erkenntnisse oder auch Fragen gibt, melde ich mich wieder.
    Liebe Grüße
    Michael

  15. 4. Oktober 2015  11:26 erstellt von MichaelS Antworten

    Liebes Dr. Feil-Team,

    ich bin selber Betroffener von 2 tiefen Beinvenenthrombosen und 2 kleineren Lungenembolien. Außerdem wurde vor ein paar Jahren Faktor V Leiden bei mir diagnostiziert. Ich habe also einen erblichen Risikofaktor für eine erhöhte Thromboseneigung, in meinem Fall in heterozygoter Form. Nun „muss“ ich, seit ich vor 4 Jahren wegen einer Lungenentzündung im Krankenhaus war, Marcumar nehmen. Wenn ich dieses meinem Hausarzt gegenüber schon in Frage gestellt habe, musste ich mir jedes Mal sagen lassen, dass die Blutverdünnung mit Marcumar bei mir unbedingt sein muss.

    Die tiefen Beinvenenthrombosen (diese waren nach meiner Wahrnehmung jedes Mal mit einer kleineren Lungenembolie verbunden) hatte ich zum einen 1972, als ich mit damals 21 Jahren infolge einer Blinddarmoperation länger bettlägrig war. Die andere festgestellte Beinvenenthrombose war vor 9 Jahren in einer sehr stressigen Zeit mit relativ wenig Bewegung.

    Vor 6 Jahren habe ich begonnen, meine Ernährung auf kohlenhydratarm umzustellen, wodurch ich innerhalb weniger Monate 15 kg Gewicht abbauen konnte. Obwohl seit meinem 14. Lebensjahr laufe (und somit bin ich inzwischen seit 50 Jahren Läufer), hatte ich davor doch im Laufe der Zeit aufgrund kohlenhydratreicher Ernährung immer mehr Gewicht zugelegt. Im Zuge der Ernährungsumstellung vor 6 Jahren habe ich auch begonnen, meine Laufumfänge erheblich zu erweitern und habe auch wieder mit dem Wettkampfsport begonnen.

    Ebenfalls begonnen habe ich damals mit weiteren Ernährungsmaßnahmen entsprechend der Dr. Feil-Strategie, also mit der Verwendung größerer Mengen an Kräutern und Gewürzen, Omega 3 Fettsäuren durch Fisch, Speiseleinöl sowie Nahrungsergänzungen mit Magnesium und Vitamin B. Inzwischen sind als Nahrungsergänzungen Vitamin C und Vitamin D hinzugekommen und seit Mai dieses Jahres Arginin (Ultra Sports AddOn).

    Allerdings kann ich bei den regelmäßigen Blutkontrollen wegen der Marcumareinnahme nicht feststellen, dass sich der INR dadurch beeinflussen ließe (lediglich die Menge von Vitamin K1 in Form von Gemüse und Salat wirkt sich hier nach meiner Beobachtung aus).

    Deshalb ist meine Frage, ob es eine andere Messmethode als durch die Feststellung des INR gibt, mit der sich die Blutflüssigkeit bzw. das Thromboserisiko messen lässt. Oder, falls nicht, in welchem Zielbereich muss dann der INR ohne Marcumar sein, um das Thromboserisiko zu minimieren?

    Ich möchte einerseits kein unnötiges Risiko eingehen und andererseits sehr gerne vom Marcumar oder anderen gefährlichen Blutverdünnern wegkommen.

    Liebe Grüße
    MichaelS

    • 6. Oktober 2015  00:34 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Michael,
      durch deine Ernährungsumstellung auf kohlenhydratarm hast du einen Risikofaktor für die Blutgefäße, das dichte LDL-B reduziert. Also schon mal super. Ebenso ist es klasse, dass du das Arginin-Präparat AddOn Amino regelmäßig nimmst - der nächste Schutzfaktor wäre täglich Vitamin K2 (180 ug) zu nehmen. Deine Vorgeschichte liegt nun einige Jahre zurück. Dennoch hat dein Hausarzt natürlich Recht, dass eine Blutverdünnung, besser ausgedrückt, eine Gerinnungshemmung mit dieser Vorgeschichte sinnvoll ist. Jetzt ist nur die Frage, ob und in welchem Ausmaß Marcumar dabei sein muß und wie stark Marcumar durch Ingwer-Pulver ersetzt werden kann. Es gibt durchaus Fallberichte, die aufzeigen, dass Ingwer den INR-Wert nach oben fährt (also die Gerinnung hemmt, was bei dir wünschenswert ist). Du hast hier wahrscheinlich bisher zu wenig Ingwer-Pulver täglich genommen, um diesen Effekt messen zu können. Da du regelmäßig die Messungen machst, kannst du jetzt 3 Tage täglich Ingwer-Pulver in der Größenordnung von 2 geh. TL (10 g) nehmen und gleichzeitig Marcumar halbieren - dann müßte der INR-Wert konstant bleiben wie mit der bisherigen Marcumardosierung. Falls der INR-Wert zu stark runter geht, dann mußt du die Marcumar-Dosierung wieder erhöhen - wenn der INR-Wert höher wie bisher ist, dann kannst du nochmals Marcumar reduzieren. Um den Ingwer-Effekt beurteilen zu können, solltest du Gemüse so essen wie immer. Gib Bescheid. Liebe Grüße - Dr. Wolfgang Feil

    • 6. Oktober 2015  10:20 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Michael,
      ich habe hier noch einen Nachtrag: dadurch, dass du die Dr. Feil Ernährung (u.a. regelmäßig Olivenöl aus erster Pressung, regelmäßig Omega-3 Fettsäuren in Form von Fisch und Speiseleinöl) schon seit Jahren umgesetzt hast, hast du damit einen weiteren Schutz vor einer Thrombose für dich geschaffen. Das reduzierte Thrombose-Risiko durch Olivenöl und Omega-3 Fettsäuren ist studienmäßig gesichert. Wenn dein Arzt weiß, dass du diese Ernährungsform beibehälst, kann er auch leichter von seiner Vorstellung abweichen, dass das Marcumar in der jetzigen Dosierung notwendig ist. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg - alles Liebe und Gute - Dr. Wolfgang Feil

  16. 3. Oktober 2015  10:54 erstellt von Christine Antworten

    Guten Morgen, mit grossem Interesse verfolge ich Ihre Ausführungen, bin auch eine Betroffene. Ich war viele Jahre übergewichtig, Diäten ohne Ende :-( Vor 3 Jahren habe ich die ersten 25 kg abgenommen, als "Belohnung" hatte ich im vorletzen Jahr einen leichten Schlaganfall. Ursachen wurden keine gefunden, man vermutet ein Gerinnsel. Mit dem Ergebnis ich muss ASS 100 einnehmen und Cholesterinsenker. Welche ich sehr gern absetzen möchte. Meiner Hausärztin ist das Risiko zu hoch. Vor 1,5 Jahre habe ich meine Ernährung auf Lowcarb umgestellt, inzwischen habe ich insgesamt 40 kg abgenommen und ich fühle mich gut. Ich treibe Sport Zumba und EMS. Ich nehme zusätzlich Vitamin D 2x2000 Einheiten und 100 K 2. Ich bin total verunsichert und hätte gern Ihren Rat. Vielen Dank und liebe Grüße

    • 3. Oktober 2015  13:25 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Christine,
      zunächst Glückwunsch, dass Sie die 40 kg geschafft haben. Das vermutete Gerinnsel hatte seine Vorgeschichte in der langjährigen Übergewichtigkeit. Da Sie auf Low-Carb umgestellt haben, müßte das stark atherogene LDL-B bzw. das dichte sdLDL niedrig sein. Zur Sicherheit sollten Sie bei Ihrer Hausärztin Blut abnehmen lassen. Ihre Ärztin sollte dann das Blut zum Labor Gärtner Ravensburg schicken und dort sollte das Lipodens-Lipoproteinprofil bestimmt werden. Zur Beurteilung des gesamten Herz-Kreislaufrisikos sollten Sie noch die Werte Triglyceride, Blutdruck und auch Lipoprotein a bestimmen lassen. Bitte lassen Sie zusätzlich auch den Vitamin D Blutspiegel bestimmen. Alle Werte können Sie mir dann per mail zuschicken und dann kann ich Ihnen mitteilen, ob Sie zusätzliche Nährstoffe zur Senkung von Lipoprotein a benötigen und welche weiteren Maßnahmen evtl. notwendig sind, falls das atherogene sdLDL noch zu hoch ist. Generell können Sie sofort die Cholesterinsenker absetzen (siehe unser Cholesterin-Blog). Stattdessen sollten Sie zusätzlich Arginin (täglich 6 Gramm, z.B. Arginin+ von allsani, eingerührt in rote Beete oder Gemüsesaft) nehmen und bei Vitamin K2 die Dosierung auf 180 ug pro Tag erhöhen und zusätzlich in die entzündungssenkende, blutverdünnende Ernährung nach Dr. Feil einsteigen (täglicher Verzehr vieler Gewürze und Kräuter). ASS 100 stört nicht das Vitamin-K-Recycling - hat jedoch auf Dauer ein blutgefäßschädigendes Potential (innere Blutungen). ASS 100 würde ich so lange nehmen, bis die täglich hohe Gewürz- und Kräutermenge sich eingespielt hat - die blutverdünnende Wirkung von Gewürzen und Kräutern ist die gleiche wie bei ASS, ohne die Nebenwirkungen auf die Blutgefäße. Das heißt Sie können ASS 100 in ca. 3 Wochen ausschleichen, wenn der tägliche "Dr. Feil-Gewürzquark" zur Routine geworden ist. Gerne können Sie mich kontaktieren, sobald Sie Ihre Blutwerte kennen. Alles Liebe und Gute - Dr. Wolfgang Feil

  17. 2. Oktober 2015  17:05 erstellt von Michael Antworten

    Mir ist bewusst, dass ich aufgrund meiner mech. Aortenklappe wahrscheinlich nicht gänzlich von Marcoumar wegkommen werde. Ich messe wöchentlich selber meinen INR. Sollbereich ist bei mir mit 2,5 - 3,5 festgelegt worden. Ich habe kein Übergewicht (173cm, 70 kg) und betreibe viel Sport - zur aktiven Freizeitgestaltung, nicht wettkampfmäßig. Mountinbike, Schwimmen, Tourenski, Windsurfen,...
    Ich muss aber täglich 1 Tab. 3mg Marcoumar nehmen, und da möchte ich gerne niedriger werden. Vor meiner Aortenklappen-OP hatte ich mit Bluthochdruck kein Problem, danach schon. Das ist aber mit 2 Tab. täglich Homviotensin nun "im Rahmen".
    Viel Gemüse esse ich gerne, aber nun kommen die Wintergemüse-Sorten wie Kohl und Krautk,... die allerdings viel Vitamin k enthalten, was für mich ja wieder niedrigeren INR bedeutet, folglich MEHR Marcoumar erfordert.
    Wie kann ich das bitte im Rahmen meiner Ernährung optimieren?
    Vielen Dank für Ihre Unterstützung, ich gebe gerne später meine gemachten Erfahrungen bekannt.
    Schöne Grüße
    Michael

  18. 29. September 2015  20:20 erstellt von Fee Antworten

    Warum lautet die Empfehlung, ausschließlich Vitamin K2 zu ergänzen? Vitamin K1 erfüllt schließlich auch einige Körperfunktionen. Oder liegt beim Vitamin K1 seltener ein Mangel vor?

    • 2. Oktober 2015  14:47 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Fee,
      für die Aktivierung der GLA-Proteine im Körper braucht man Vitamin K2. Bei ausreichender regelmäßiger Vitamin K1 Versorgung, wenn diese nicht durch Cumarine unterdrückt wird, kann der Körper aus K1 auch K2 bilden. Allerdings hat K1 eine Halbwertszeit von nur 1-1,5 Stunden, wirkt also nur in der kurzen Zeit, wenn Gemüse gegessen wird. Vitamin K2 in der MK7 Form hat dagegen eine Halbwertszeit von mehreren Tagen und kann deshalb viel länger die lebensnotwendigen GLA-Proteine aktivieren. Deshalb empfehlen wir die Vitamin K2 Ergänzung. Liebe Grüße - Dr. Wolfgang Feil

  19. 29. September 2015  18:23 erstellt von Michael Antworten

    Schönen guten Abend,
    Ich finde diese Info sehr interessant.
    Kann ich das auch so bedenkenlos machen?
    Ich habe seit 2012 eine mechanische Aortenklappe.
    Schöne Grüße
    Michael Thoma

    • 2. Oktober 2015  14:50 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      Hallo Michael,
      ja, mit der umfassenden Dr. Feil Strategie sind Sie immer auf der sicheren Seite, alles für Ihre Gesundheit getan zu haben, insbesondere bei mechanischer Aortenklappe. Alles Liebe und Gute - Dr. Wolfgang Feil

    • 2. Oktober 2015  15:46 erstellt von Mike

      Ist das Ihr Ernst? der Mann kann in 2 Tagen tot sein!

    • 2. Oktober 2015  21:16 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Mike, Michael sollte nicht von jetzt auf nachher seine Vitamin K Antagonisten absetzen sondern zunächst die Dr. Feil Strategie einen Monat lang umsetzen und dann innerhalb von weiteren 3 Monaten die Vitamin K-Antagonisten ausschleichen. Wichtig ist von Anfang an Vitamin K2 in der Dosierung von 180 ug dabei zu haben, da dieses Vitamin das Potential hat abgelagertes Kalzium aus den Arterien zu lösen und zum Knochen zu transportieren. Die Blutgefäße werden dadurch im Laufe der Monate elastischer. Vitamin K2 in dieser Dosierung empfehle ich als Daueranwendung, um die Elastizität der Blutgefäße zu erhalten. Alles Liebe und Gute - Dr. Wolfgang Feil

  20. 29. September 2015  18:22 erstellt von Michael Antworten

    Hm, der Artikel weißt doch deutliche Defizite auf. Blutverdünner ist viel zu allgemein gefasst. Im Prinzip treffen die hier dramatisch dargestellten Gefahren nur auf Vitamin K Antagonisten zu. Und da gibt es mittlerweile eine Menge guter Alternativen zu (Stichwort DOAK). Aspirin etwas, das KHK Patienten erhalten, ist kein "Blutverdünner" in dem Sinne und eher protektiv in vielen Erkrankungen. Diejenigen Patienten, die weiter Marcumar nehmen müssen, sind in der Regel so erkrankt, dass es keine vertretbare Alternative gibt.

    • 2. Oktober 2015  15:43 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Michael,
      Sie haben Recht, die dargestellten Nachteile blutverdünnender Mittel beziehen sich auf die Vitamin K-Antagonisten (die bekanntesten Mittel bei uns in Deutschland Phenprocoumon und Warfarin), da dies die hauptsächlich gebräuchlichsten Wirkstoffe zur Blutgerinnung in Deutschland sind. Aspirin sehe ich in der Langzeitanwendung kritisch. Sie haben Recht, dass derzeit viele Marcumar-Patienten krank sind (Übergewicht, Bluthochdruck, hohes aggressives LDL-B Cholesterin) - mit der Dr. Feil Strategie können sie jedoch über eine Lebensstiländerung marcumarfrei werden. Sicherlich sind nicht alle Patienten bereit, diese Dr. Feil Strategie zu gehen (entzündungssenkende Ernährung, wenig Kohlenhydrate, viel Gemüse, mehr Bewegung, gutes Stressmanagement) - diese Menschen müssen dann eben die aufgezeigten Nebenwirkungen von Marcumar in Kauf nehmen. Vielen Dank für Ihren Beitrag - alles Liebe und Gute - Dr. Wolfgang Feil

    • 2. Oktober 2015  16:36 erstellt von Michael

      mit krank meine ich, die Patienten, die weiter Marcumar nehmen müssen (!!!), haben eine Erkrankung, die es unumgänglich macht, dass sie in einem bestimmten Maß antikoaguliert werden. Z.B. mechanischer Klapperersatz (!!!), oder Vorhofflimmern mit schon stattgehabt Schlaganfällen oder eine Lungenembolie. Bei wenig Begleiterkrankungen, insbesondere KHK mit der Notwendigkeit ASS und P2Y12-Antagonisten zu nehmen, ist ein direktes orales Antikoagulans (DOAK) heute state of the art. Sie gefährden mit Ihrer Empfehlung Patientenleben. Ist Ihnen das klar?
      Damit wir uns nicht falsch verstehen: niemand sollte grundlos Phenprocumon einnehmen. Aber in den meisten Fällen ist es eine Abwägung: Tod in 5 Tagen durch Thrombose an der mechanischen Herzklappe oder erhöhtes Risiko für Osteoporose in 25 Jahren. Wie würden Sie entscheiden?

    • 2. Oktober 2015  22:18 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Michael, es ist gut, dass Sie sich nochmals melden. Ich nehme an, dass Sie Arzt sind. Unsere Empfehlung heißt nicht Marcumar von jetzt auf nachher wegzulassen, sondern zunächst in die natürliche Blutverdünnung über Kräuter und Gewürze zu gehen und dies z.B. mit einem täglichen Gewürzquark zur Routine zu bringen - erst im Laufe der Monate kann dann Marcumar nach unseren Erfahrungen ausgeschlichen werden und zwar dann, wenn die anderen blutgefäßschädigenden Faktoren ebenfalls dauerhaft herunterreguliert wurden: Kohlenhydrate, Zucker, Stress, Bewegungsarmut. Zum gesunden Blutgefäßmanagement gehört langfristig Vitamin K2 mit 180 ug täglich dazu - und zusätzlich, was im Blog-Beitrag noch nicht angesprochen wurde: täglich 6 g Arginin (bevorzugt in rote Beete Saft eingerührt). Arginin fördert die Durchblutung und Weitstellung der Blutgefäße. Risiken zu minimieren ist unser Anliegen. Deshalb empfehle ich allen Anwendern der Dr. Feil Strategie das Ausschleichen der Vitamin K Antagonisten mit einer engmaschigen Quickwert-Bestimmung zu begleiten. Dann kann abgeschätzt werden, wie stark blutverdünnend die Ernährungsumstellung wirkt, ebenso kann über Blutanalysen geklärt werden, ob sich Blutdruck, Triglyceride, das artherogene LDL-B und das Lipoprotein a normalisiert haben, falls diese vorher erhöht waren. Liebe Grüße - Dr. Wolfgang Feil

  21. 29. September 2015  17:35 erstellt von Thorsten Antworten

    Ich habe mit Entsetzen Ihren Artikel gelesen. Kein Mensch schluckt freiwillig Gerinnungshemmer. Das Risiko von Blutungen ist viel zu hoch. Ich denke den meisten Betroffenen geht's da so wie mir und nehmen es notgedrungen. Ist Ihnen eigentlich bewusst wie hoch das Risiko bei einer Lungenembolie zu sterben? Ich hoffe es wird keiner auf Grundlage des Artikels auf die Gerinnungshemmer verzichten! Bitte liebe Leser, holt Euch vorher eine zweite Meinung von einem anderen Arzt!
    Weiterhin beziehen sich die Angaben in ihrem Artikel auf Vitamin K Antagonisten wie Macumar und nicht auf die "modernen" NOAKs. Für diese gelten die im Artikel beschriebenen Angaben nicht!

    • 2. Oktober 2015  21:04 erstellt von Dr. Wolfgang Feil

      hallo Thorsten,
      danke für Ihren Beitrag. Er gibt mir Anlass noch einige Punkte zu erläutern: Sie haben Recht, dass sich die Ausführungen auf Vitamin K-Antagonisten wie Marcumar beziehen. Das sind jedoch die bei uns am häufigsten eingesetzten Blutverdünner. Sie haben auch Recht, dass die modernen NOAKS das Vitamin K-Recycling nicht stören, allerdings Leber und Niere belasten können - und es gibt derzeit leider noch kein Gegenmittel, wenn es zu einer NOAK bedingten Blutung kommt. Außerdem kostet die NOAK-Behandlung 20 x mehr als die Blutverdünnung mit Vitamin K-Antagonisten. Das Gesundheitssystem könnte eine generelle Umstellung zu NOAK kaum aushalten. Mit dem Artikel wollten wir einen ganz anderen Weg aufzeigen: bei Risikopatienten, wie Sie es sind, ist es ganz klar notwendig, dass Schutzmaßnahmen gegen Embolien wie z.B. Lungenembolien ergriffen werden. Über Vitamin K-Antagonisten zu gehen, ist für den Patienten und den Arzt der einfachste Weg - er führt jedoch in die Sackgasse, da das Blutungsrisiko hoch ist und gleichzeitig die lebensnotwendigen GLA-Proteine nicht mehr ausreichend aktiviert werden. Wie oben ausgeführt sind NOAKS nicht wirklich der bessere Weg. Sowohl Vitamin K Antagonisten als auch NOAKS arbeiten nur symptomatisch, die Ursache der Erkrankung wird nicht therapiert. Viel besser wäre die Dr. Feil Strategie, da diese mehr Lebensqualität bringt und keine Risiken hat. Für diesen Weg muß der Patient jedoch bereit sein, seinen Lebensstil zu verändern: er muß selber täglich regelmäßig Gewürze und Kräuter essen, um eine blutverdünnende Wirkung zu haben (mein Tipp: täglicher Gewürzquark Dr. Feil). Der nächste Punkt wären täglich 300-500 g Gemüse zu essen. Dies hat ein blutdrucksenkendes Potenzial, genauso wie regelmäßig Sport und ein gutes Stressmanagement (mein Tipp: Yoga und Entspannungstechniken). Weiterhin sollte der Zucker- und Kohlenhydratanteil in der Ernährung reduziert werden, da diese Lebensmittel die Blutgefäße angreifen (machen aggressives LDL-B Cholesterin und führen zu einer Verzuckerung von Membranen) und zu Übergewicht führen. Durch viel Zucker und Kohlenhydrate steigt die Gefahr von Thrombosen drastisch an. Zusätzlich sollte Vitamin K2 dauerhaft in der Dosierung von 180 ug genommen werden: zum einen zur Aktivierung der gesundheitsrelevanten GLA-Proteine und zum anderen um schon abgelagerte Calciumkristalle aus den Blutgefäßen zu lösen. Ich wünsche Ihnen alles Liebe und Gute - Dr. Wolfgang Feil

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