Wie sollte die Ernährung gestaltet werden? Kohlenhydratarm (low-carb) oder kohlenhydratreich? Ist die fettarme Ernährung tatsächlich die Beste? Brauchen wir mehr Eiweiß, um glücklich, vital und satt zu sein?
In Kürze:
Low-carb ist „out“ – es lebe moderate-carb. Genauso ist fettarm „out“ – es lebe der Dr. Feil Fettsäuremix. Ebenso brauchen wir nicht mehr Eiweiß, sondern mehr Lebensmittel speziell mit ermüdungs- und fettabbauenden Aminosäuren. In diesem Artikel zeige ich Dir, welche Lebensmittel Du brauchst, um vitaler, glücklicher und energiegeladener zu sein.
Nebeneffekt:
Wenn Du zu viele Kilos auf den Rippen mit herum schleppst, wirst Du diese Schritt für Schritt loswerden.
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Moderate-carb: Damit stimmt die Versorgung
Während immer noch die „Regenbogenpresse“ die sogenannten „low-carb“ Modelle als Ideal darstellt, wird meist verheimlicht, dass über 50 % aller Personen, die Kohlenhydrate (Nudeln, Brot, Kartoffeln, Reis) einsparen, nach spätestens 4 Wochen mit dieser Diät aufhören. Es fehlt den Betroffenen schlichtweg an Energie. Die Energie in Form von Kohlenhydraten werden benötigt, damit man die nötige Energie für den Tag hat.
Sind die Kohlenhydratspeicher in Muskulatur und Leber leer, bewegst Du Dich wie eine Schnecke durch den Tag – nimmst Du zu viele Kohlenhydrate zu Dir, dann freuen sich Deine Fettzellen für die Extraportion.
Wie viel Kohlenhydrate brauche ich nun tatsächlich? Der Kohlenhydratanteil sollte 50 % der täglichen Energieaufnahme ausmachen, wobei davon nur 10 Prozent aus süßen Sachen bestehen sollte.
Tipp Nr. 1:
Süßgetränke oder gesüßten Tee oder Kaffee abschaffen – dies ist alles nur Gewohnheitssache.
Kohlenhydrate brauchen die richtige Gesellschaft
Werden Kohlenhydrate allein gegessen (z.B. überwiegend Brot, Süßgetränke, süßes Stückchen), dann erzeugst Du Heißhunger und wirst immer dicker. Esse Kohlenhydrate immer in Gemeinschaft mit etwas Fett (die richtigen Fettsäuren beachten – siehe unten), Eiweiß und Gemüse und Salat. Damit liegst Du immer richtig und Du wirst keinen Heißhunger bekommen.
Beispiele für eine ausgewogene Mahlzeit:
Brötchen mit Käse, Fisch oder Wurst immer mit viel Gurke, Tomate oder Karotte
Honig- oder Marmeladenbrot mit Ingwerscheiben belegen, ein Stück Käse oder einen Naturjoghurt oder eine Buttermilch dazu essen – anschließend bei Bedarf noch ein Stück Gemüse (Gurke, Tomate, Karotte, Paprika).
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Fettarm ist „out“ – es lebe der Dr. Feil-Fettsäure Mix
Ernährungswissenschaftler, die eine fettarme Ernährung propagieren liegen falsch. Wir brauchen viel mehr von den richtigen Fettsäuren und wenig von den schlechten Fettsäuren. Die richtigen Fettsäuren gehören zur Omega-3 Gruppe. Diese machen uns schlank, vital, verringern Entzündungen, schützen vor Krebs, erhalten die Gelenke und kräftigen das Immunsystem.
Enthalten sind diese Omega-3-Fettsäuren im fetten Fisch (Makrele, Hering, Thunfisch, Lachs). Im Kabeljau oder in Forellen sind zu wenig dieser Omega-3-Fettsäuren enthalten.
Tierfreund-Tipp
: beim Thunfisch-Fang werden üblicherweise sehr viel Jungdelphine getötet – deshalb beim Kauf von Thunfisch auf den Zusatz achten: „delphinfreundlich gefangen“.
Omega-3-Fettsäure reiche pflanzliche Öle sind:
Rapsöl (9 % Omega-3 Gehalt), Walnussöl (12 %), Speiseleinöl (54 %).
Ich empfehle täglich 2 Teelöffel Speiseleinöl in die Salatsauce einzurühren oder einfach wie einen Hustensaft zu schlucken – etwas Wasser nachtrinken – fertig.
Achtung:
Speiseleinöl ist etwas bitter und verdirbt innerhalb von 3 Monaten. Deshalb nur frisch gepresstes Speiseleinöl in kleinen Mengen (250 ml Flaschen) kaufen und nach dem Öffnen innerhalb von 4 Wochen auf brauchen.
Ich arbeite im Bereich Spitzensport und Antiaging schon seit 20 Jahren mit Speiseleinöl verschiedener Hersteller. Das beste Speiseleinöl in Deutschland (fast bitter frei) ist das Speiseleinöl der Dusslinger Ölmühle. Die Dusslinger Ölmühle (in der Nähe von Tübingen) presst die Leinsamenkörner nur mechanisch ohne jegliche Vorbehandlung bzw. Raffinierungsschritte. Frisch gepresst wird durchschnittlich alle 14 Tage.
Gegenspieler der Omega-3 Fettsäuren ausschalten:
Mache mehr aus Deinen Omega-3-Fettsäuren: reduziere die gesättigten Fettsäuren (Würstchen, Salami, Meettwurst, Leberwurst – bzw. Fettränder beim Fleisch wegschneiden) sowie die Fettsäuren der Omega-6 Gruppe.
Wenn Du voller Energie und vor Krebs und Herzinfarkt geschützt sein willst, dann verzichte zukünftig auf die Öle der Omega-6-Gruppe: Distelöl, Sonnenblumenöl und Maiskeimöl.
Wie sieht es mit Olivenöl aus?
Olivenöl besteht hauptsächlich aus einfach ungesättigter Ölsäure. Diese gehört wie die Omega-3-Fettsäuren zu den guten Fettsäuren. Mit Olivenöl brauchst Du somit auch nicht sparen.
Der Dr. Feil Fettsäuremix: diese Mischung passt
Der Gesamtfettsäureanteil sollte bei ca. 35 % der täglichen Energieaufnahme liegen. Frühere Empfehlungen die Ernährung mit 25-30 % fettarm zu gestalten sind überholt. Diese höhere Fettsäuremenge von 35 % sollte zum größten Teil (mindestens 45 %) aus der einfachen Ölsäure bestehen – höchstens 24 % aus Omega-6 Fettsäuren – mindestens 6 % aus Omega-3-Fettsäuren und die gesättigten Fettsäuren sollten deshalb nicht mehr als 25 % ausmachen.
Dies hört sich nun sehr theoretisch an.
Wenn Du praktische Anleitung haben möchtest, kannst Du diese meinem neuen Buch „Die Lauf-Diät“ entnehmen. Hier sind auf über 50 Seiten lauter zackige Rezepte mit dieser richtigen Fettsäuremischung aufgeführt. Außerdem sind auch die Kohlenhydrate in der richtigen Menge und in der richtigen Kombination – und last but not least sind die Lebensmittel im Eiweißbereich so ausgewählt, dass Du Dich immer frisch bist und Du Dich aktiviert fühlst.
Die intelligente Eiweißversorgung – die schlappen Zeiten sind vorbei
Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß. Es kommt darauf an, dass Du Deinen Körper mit Eiweißbausteinen (Aminosäuren) versorgst, die Ermüdung abbauen, außerdem aktivierend sowohl auf den Fettabbau als auch auf den Stoffwechsel wirken.
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Ermüdungsabbauende, fettabbauende Aminosäuren
Ermüdungsabbauend wirkt Arginin, da durch diese Aminosäuren das Ermüdungsmolekül Ammoniak verstärkt abgebaut wird. Deshalb setzen wir im Sport gezielt Arginin zur natürlichen Leistungssteigerung ein. Diese Aminosäure wirkt darüber hinaus auch aktivierend auf den Fettstoffwechsel, schützt vor Thrombosen und wird erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt.
Neben der Aminosäure Arginin haben auch die Aminosäuren Lysin und Glutamin eine fett abbauende Kapazität. Reich an diesen ermüdungs- und fettabbauenden Aminosäuren sind Hülsenfrüchte, Fisch und Käse, Weizenkeime, Dinkel und Nüsse.
Stoffwechselaktivierende Eiweißversorgung
Hier spielt die Aminosäure Phenylalanin eine große Rolle. Diese Aminosäure wird benötigt für die Bildung des Schilddrüsenhormones Thyroxin. Eine optimierte Thyroxinproduktion steigert den Grundumsatz und sorgt somit für einen größeren Kalorienverbrauch. Phenylalaninreich sind wiederum Fisch und Käse.
Rezepte mit ermüdungshemmenden und fettabbauenden Aminosäuren findest Du in meinem Buch „Lauf-Diät“.
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Ich freue mich auf eure Erfahrungsberichte.


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